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Einfach fotografieren lernen

Verschiedene Objektive und unterschiedliche Brennweiten

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Unterschiedliche Brennweiten führen zu höchst unterschiedlichen Bildergebnissen. Finden Sie mithilfe dieses Videos heraus, wann Sie eher zum Weitwinkel- oder doch lieber zum Teleobjektiv greifen sollten.
10:14

Transkript

Einer der wichtigsten Faktoren zur Bildgestaltung ist die so genannte Brennweite. Die brennweite des Objektivs, mit der ich fotografiere. Und deswegen haben Systemkameras, wie diese Canon hier, die Möglichkeit das Objektiv zu wechseln. Man kann es so abmachen hier und kann ein anderes Objektiv, wie zum Beispiel dieses 50mm Objektiv einfach da drauf schrauben. So, sitzt. Es muss einrasten Dann ist es auch wirklich drauf. Was ich jetzt gerade gemacht habe, war nicht nur der Wechsel eines Objektivs, sondern ich hab was ganz anderes noch gemacht. Ich hab dieses, sofort hinten zuschrauben, Zoom-Objektiv gegen diese so genannte Festbrennweite ausgetauscht. Und jetzt fragt man sich natürlich, wo mag da der Unterschied liegen? Eine Festbrennweite ist ein Objektiv, das nur genau eine einzige Brennweite hat. Natürlich kann ich damit normal scharf stellen, das ist klar. Aber, steht auch oben drauf, das Objektiv hat eine Brennweite von 50 Millimetern. Und diese 50mm ist der Abstand von der Mitte des Objektivs zur Film- beziehungsweise zur Chip-Ebene. Also fünf Zentimeter ist die Normalbrennweite bei einem Vollformat-Chip, und diese Festbrennweite ist das Objektiv, das ich jetzt drauf gesetzt habe. Heißt natürlich auch, dass ich dann eben nur diese 50mm zur Verfügung habe. Und wenn ich sage, ich weiß ja noch gar nicht so genau, ob ich mit 50mm fotografieren möchte, oder lieber mit einem Weitwinkel, also 35mm, oder sogar mit 28mm, oder sogar 24mm, oder ich will in den Telebereich, dann ist dieses 50mm Objektiv vielleicht nichts für mich. Dann gehe ich wieder zurück, und hole mir wieder mein Zoom-Objektiv. Dort ist es nämlich so, dass sämtliche Brennweiten von 24, steht vorne drauf, bis 70mm in diesem Objektiv quasi drin sind. Das ist auch der Grund für seine deutlich größere Baulänge. Es muss ja immerhin auf 70mm beherrschen. Und wenn ich noch nicht genau weiß, mit was möchte ich eigentlich fotografieren, werde ich auf jeden Fall eher mit einem Zoom-Objektiv arbeiten. Das könnte einen jetzt wieder auf die Spur bringen zu sagen, Wiso braucht man dann Festbrennweiten? Dann sind Festbrennweiten eigentlich ne Sache von gestern. Weil ich hab ja hier schlißlich mit dem Zoom alles was ich brauche. Und wenn es mir nicht reicht, gibt es ein Zoom von 70 bis 200mm. Dann habe ich diesen Bereich auch mit nem Zoom abgedeckt. Kann man sagen "Ja", Es ist ja auch ein bishen so. Wenn Sie heutzutage ein Objektiv bezieungsweise eine Kamera kaufen, ist ein Objekiv beeits mit dabei. Sie haben also nicht nur die Kamera, sondern Sie kaufen die Kamera mit Objektiv. Und das Ganze kauft man als Kit sozusagen, KIT geschrien, als Kit. Kamera-Kit, Objektiv und Kamera zusammen und das sind meistens Zoom-Objektive. Aber trotzdem gibt es natürlich Gründe, weiterhin mit Festbrennweiten zu arbeiten, und einer der Gründe ist der, das Festbreweiten echte Spezialisten sind. Also dieses 50mm Ojektiv zum Beispiel, darum hab ich das auchier liegen, hat den großen Vorteil, dass es ein srohe Lichtstärke hat. Es hat eine Lichtstärke von 1:1,8 es gibt auch welche von 1:1,4 1:1,2 huptsäclih beim 50mm Objektiv. Währrend mein Zoom hier bei 50mm die Öffnun1:2,8 hat. Also mehr als eine Blende dukler ist, als mein Fünfziger. Wenn ich also schon weiß, 50mm ist genau was ich brauche, dann werde ich das auf jeden Fall daei haben, dait ich auchei schlechten Lichtverhältnissen fotografieren kann. Oder wir nehmen das hier. Das ist ein so geantes Makro-Ojektiv. Auch das ein Spezialist. Weil das abbildet is zum aßstab 1:1 Was wiederum bedeutet, dass ich damit eine, sagen wir mal, eine 10 Cent Münze in Originalgröße abbilden kann. Nun stellen Sie sich das mal vor, auf Ihrem Monitor, In Originalgröße diese Münze. Wenn Sie dann vergrößert auf dem Monitor ist, damit kann man schon sehr nah ran gehn. Und auch das ist was, was ich eher einem Spezialobjektiv überlassen würde, und dafür würde ich nach wie vor eine Festbrennweite kaufen. Es lohnt sich also auf jeden Fall, mit Zooms zu arbeiten, man hat immer alles dabei was man braucht. Man braucht sich keine Gedanken über Brennweiten zu machen. Für spezielle Aufgaben, in diesem Fall hohe Lichtstärke, oder sehr dicht ans Objekt heran, also Makro, lohnt es sich aber nach wie vor, mit Einzelobjektiven, mit so genannten Festbrennweiten zu arbeiten. Damit Sie sich noch ein bischen besser vorstellen können, wann man welche Brennweite verwendet, schauen wir uns jetzt nochmal insgesamt vier Beispiele an. Zwei zum Thema Landschaft und zwei zum Thema Architektur. Ich habe in allen vier Fällen relativ typische Brennweiten verwendet. Ich hab also wie man hier schon mal sieht, für diese Landschaftsaufnahme ein typisches Weitwinkel genommen. Ein 20mm Weitwinkel. Und ich hätte gerne, dass Sie einer Aufnahme schon von vorne herein ansehen, ob sie eher mit einer weitwinkligen Optik, oder mit einer Teleoptik gemacht wurde. Wenn Sie mal mehrere hundert Bilder angeschaut haben, daraufhin dann kommen Sie da von ganz alleine drauf. Den Hinweis ob ein Bild eher mit einer kurzen oder einer langen Brennweite gemacht wurde, kann ich Ihnen auf jeden Fall schon mal geben. Stellen Sie sich einfach vor, Sie schauen sich den nächsten sichtbaren Punkt an, das ist diese Linie hier unten. Also hier die untere Bildkante. Und stellen Sie sich mal vor, wie weit die ungefähr vom Objektiv entfernt sein könnte. Wenn ich mir das hier anschaue, und jetzt noch die Körpergröße des Fotografen abziehe, dann lande ich bei ungefähr zwei bis drei Metern. Irgendwas ist es, es ist sehr, sehr dicht. Man fült es auch, man sieht es auch, man sieht es an diesen Linien, die alle hier auf den Horizont zulaufen. Die sich hier in einem Fluchtpunkt treffen. Die Linien verfluchten sehr stark nach hinten, das tun sie sogar ein bischen hier am Himmel. Sogar da kann man fast schon fühlen, wie diese Linien alle auf diesen einen Punkt, beziehungsweise die Horizont-Linie zulaufen. All das ist absolut typisch für Weitwinkel. Wir haben also eine sehr starke Perspektiv-Wirkung. Je stärker die Perspektiv-Wirkung ist, und je eher man das Gefühl hat, unmittelbar vor einer Szene zu stehen, also vor dieser unteren Bildkante, desto stärker ist das Weitwinkel gewesen, mit dem man die Aufnahme gemacht hat. Gehen wir mal weiter. Wir schauen uns mal an, die nächste Aufnahme. Schauen Sie sich mal, vorher noch, dieses Gebirge dort hinten an. Man sieht hier zwei Zacken, an dieser Stelle hier, sieht man zwei Zacken stehn. Und jetzt kucken wir uns die Aufnahme an. Das sind diese beiden Zacken. Aber diesmal mit ner ganz anderen Brennweite, fast die selbe Perspektive, aber eine ganz andere Brennweite. Und stellen Sie sich bitte diesmal wieder vor, wie nah mag wohl der nächste sichtbare Punkt dran sein? Das ist dieser Zaun hier unten. Und bei dem Zaun hab ich jetzt schon das Gefühl, der muss mindestens 50 bis 100 Meter entfernt sein. Also diese Entfernung ist nicht mehr zwei bis drei Meter, wie gerade eben, sondern sicherlich eher 50 Meter, 100, vielleicht auch 200 Meter. Sie sollen das nicht ganz genau abschätzen, aber es gibt Ihnen auf jeden Fall einen Hinweis darauf, dass diese Aufnahme höchstwarscheinlich mit einer langen Brennweite geschossen wurde. Man sieht es auch daran, dass wir kaum Fluchtlinien haben. Da ist nicht sehr viel, was man als Fluchtlinien bezeichnen könnte, man sieht diese wellige Strasse. Man sieht sowas wie eine Horizontlinie. Aber warscheinlich liegt der Horizont der Aufnahme eher ungefähr hier. Es gibt nicht diese typischen Fluchtlinien, die alle auf ein Bildzentrum hinfluchten, sondern es gibt viel eher viele ausgedehnte Flächen, wie zum Beispiel den Mittelgrund, oder hier auch den Hintergrund. Oder auch hier diesen Vordergrund. Und die gesamte Perspektive scheint eher flach zu wirken. Sie scheint also eher sowas wie eine typische lange Brennweite darzustellen, also das was man eben sieht, wenn man mit langen Brennweiten in diesem Fall 120mm fotografiert. Gehen wir mal zum nächsten Bild, oder zur nächsten Fotografie-Art. Das ist in diesem Fall Architektur. Und da beginnen wir mit diesem nicht so sehr spektakulären, aber doch sehr typischen Bild, einer Aufnahme mit 24 Millimetern. Auch hier sehen wir wieder ganz typisch diese fluchtenden Linien. Also wenn ich mir die Außenkanten des gebäudes anschaue, die natürlich alle parallel zueinander laufen müssen, und deswegen alle auf den selben Punkt ausserhalb unseres Bildes zufluchten, dann ist das wieder der typische Hinweis dafür, dass wir es mit einem Weitwinkel-Objektiv zu tun haben. Architektur wird in den allermeisten Fällen auch mit Weitwinkel-Objektiven fotografiert. Das ist also insofern ein ganz typisches Bild. Wenn Sie in der Stadt unterwegs sind, und Sie versuchen ein solches Bild mal mit einer langen Brennweite zu machen, werden Sie feststellen, dass Sie zwar wunderschöne Details fotografieren können, den gesamten Kontext aber sicherlich eher mit einem kurz-brennweitigen Objektiv fotografieren können. Ich rate dazu 35mm, 28mm, 24mm, 20mm, also irgendwas unterhalb von 35 Millimetern. Vermutlich haben Sie ein Zoom-Objektiv dabei, 24/70mm oder vielleicht auch 18/35mm, irgendwas in dieser Art. Versuchen Sie mal damit zu arbeiten, Sie werden sehr schnell feststellen, wenn Sie mit Architektur zu tun haben, dass es beinahe ein Muss ist. Aber selbstverständlich keine Regel ohne Ausnahme. Wir schauen uns mal diese Architektur-Aufnahme an, die mit 200mm fotografiert wurde. Und um nochmal auf meine in Anführungszeichen "Regel" zurück zu kommen, hier haben Sie wiederum das Gefühl, dass dieses gesamte Gebüsch, oder dieser Wald, dieser kleine See im Vordergrund, dass das alles ziemlich weit weg ist. Natürlich nicht so weit, wie die Skyline von Dubai, aber es ist doch immerhin mehrere hundert Meter. Und wieder haben wir einen Hinweis darauf, dass es sicherlich eine lang-brennweitige Aufnahme ist. Es würde sich hier allerdings auch nichts anderes anbieten. Währen Sie in dieser Aufnahme-Situation gewesen, und Sie hätten versucht, diese Szene mit 24 Millimetern zu fotografieren, dann hätte man sicherlich eine ganz dünne Linie bloß noch gesehen, von irgendwelchen komischen Gebäuden am Horizont, aber diese tolle Skyline, die können Sie mit 24mm nicht abbilden. Das ist typisch, und ich bin mir relativ sicher, dass Sie da von ganz alleine drauf gekommen wären. Ich möchte Ihnen nur zeigen, dass auch Architektur mit langen Brennweiten durchaus einhergehen kann, dass man also durchaus auch Architektur, wie in einem solchen Fall hier, mit langen Brennweiten fotografieren kann.

Einfach fotografieren lernen

Lernen Sie die Kameratechnik kennen und setzen Sie sie richtig ein, um selbst tolle Bilder zu machen.

2 Std. 32 min (29 Videos)
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