Netzwerkgrundlagen

Verschiedene Kabelarten

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Verlege- und Patchkabel stellen in der Netzwerkkommunikation die zwei grundlegenden Kabelarten dar. Dieses Video bietet einen detaillierten Überblick über die unterschiedlichen Netzwerkkabel.

Transkript

Kennen Sie das? Es gibt jede Menge verschiedene Netzwerkkabel, aber wo liegt der Unterschied? Ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie diese unterscheiden können. Beginnen wir mit der grundlegenden Unterscheidung: Es gibt Verlegekabel, diese werden zur festen Verkabelung zwischen den Patch-Panels genutzt, und es gibt Patch-Kabel, die dazu dienen, den PC anzuschließen, oder den Anschluß am Switch mit dem Patch-Panel zu patchen. Schauen wir uns nun das Twisted-Pair-Kabel an. Aber was bedeutet eigentlich "Twisted Pair"? Es bedeutet, dass jedes der vier Adernpaare in dem Kabel verdreht wurde. Es wird in der Praxis auch als Kupferkabel oder als normales Netzwerkkabel bezeichnet. Hier gibt es mehrere Kategorien, diese unterscheiden sich hauptsächlich in der Megahertzzahl (MHz), und somit in der Unterstützung für die verschiedenen Geschwindigkeiten. Beginnen wir mit der Kategorie 1 bis 4 (CAT1-4) Diese werden Sie wenn nur noch für die Telefonverkabelung antreffen, aber nicht mehr für eine Netzwerkverkabelung. Die Kategorie 5 (CAT5) unterstützt bis zu 100 MBit pro Sekunde. Die Kategorie 5e (CAT5e) unterstützt bis zu 1 GBit/s. Allerdings kann es hierbei in der Praxis auch ab und zu zu Problemen kommen. die Kategorie 6 (CAT6) unterstützt dagegen auf jeden Fall 1 GBit/s. Die Kategorie 7 (CAT7) wird immer beliebter, und unterstützt bis zu 10 GBit/s. Allerdings kann man das aktuell noch nicht in voller Bandbreite nutzen. Es gibt aber auch noch weitere Bezeichnungen für diese Kabel, und zwar bezüglich der Schirmung gegen äußere Einflüsse, wie zum Beispiel ein Stromkabel. Beginnen wir mit dem UTP, dem Unshielded Twisted Pair. Es ist komplett ungeschirmt, und außerhalb von Europa oder beziehungsweise dem deutschsprachigen Raum, wohl das meist genutzte Kabel. Als nächstes gäbe es da das Foiled TP, hier werden die Adernpaare mit Alufolie geschirmt, und beim Shielded TP werden die Adernpaare mit einem Kupfergeflecht geschirmt. Kommen wir nun zum Screened UTP, Adernpaare ungeschirmt, dafür ist das komplette Kabel geschirmt, und zu guter Letzt das Screened STP, hier sind die Adernpaare geschirmt, und das Kabel geschirmt. Es gibt aber noch ein paar weitere Kombinationen von diesen Schirmungen. Schauen wir uns nun einmal die Stecker für diese Kabel an. Bis zur Kategorie 6 wird ein RJ45-Stecker, auch Western- oder Ethernet-Stecker genannt, verwendet. Die grundlegende Bezeichnung wäre 8P8C, was soviel bedeutet wie 8 Adern und 8 davon sind angeschlossen. Das RJ bedeutet Registered Jack, und ist somit ein registrierter Stecker einer US-Behörde. Und eigentlich ist es streng genommen kein RJ45 mehr, sonder eher RJ 48, RJ49 oder RJ61. Aber in der Praxis wird ihn jeder RJ45 nennen. Schauen wir uns diesen Stecker doch einmal an. Es gibt ihn zum Beispiel in einer einfachen Ausführung ohne jegliche Schirmung, als Stecker mit einem Knickschutz für das Kabel, und als Stecker mit einem Knickschutz für den Entriegelungshebel. In der Praxis werden Sie diese Stecker auch an Kabeln mit der Kategorie 7 finden, aber dies ist nicht mit der Norm konform, denn hierfür wurde ein eigener Stecker erfunden, der an die hohen Anforderungen von CAT7 angepasst ist. Kommen wir nun zur Reichweite. Diese beträgt von aktivem zu aktivem Gerät 100 Meter, aber was bedeutet das? Ich habe dafür folgendes Beispiel für Sie: Wir haben hier einen Hub, er ist ein aktives Gerät, da er auch das Signal verstärken kann. Das Kabel geht nun durch ein Patch-Panel, definitiv passiv, und danach zu einem passiven Hub, dieser ist zwar kaum mehr anzutreffen, aber er definiert sich dadurch, dass er keinen Stromanschluss besitzt, und somit das Signal nicht verstärken kann. Und am Ende folgt der Computer, die Reichweite darf nun also von Hub bis zum PC maximal 100 Meter betragen. Schauen wir uns nun die Glasfaserkabel an, auch LWL oder Lichtwellenleiter genannt. Es gibt hier zwei verschiedene Typen, einmal Mulit-Mode, es ist wohl das verbreitetste LWL-Kabel, und hat eine Reichweite von cirka 300 bis 500 Metern. Wenn wir uns diese schematische Zeichnung dieses Kabels einmal anschauen, sehen wir, dass mehrere Lichtstrahlen gleichzeitig durch das Kabel geführt werden. Im Gegensatz dazu gibt es das Mono-Mode, das eine wesentliche weitere Reichweite von bis zu mehreren Kilometern hat. In der Darstellung sehen wir, dass der Durchgang wesentlich dünner ist, und nur ein Lichtstrahl durchgeführt wird. Zum Schluss zeige ich Ihnen noch die LWL-Kabeltypen und Stecker. Es gibt OM1 und OM2, die am meisten vertreten sind, und eine Geschwindigkeit von cirka 1 GBIt/s unterstützen. Möchte man Richtung 10 GBit/s gehen, benötigt man schon OM3 oder OM4. Nun habe ich Ihnen die meines Erachtens beliebtesten Stecker herausgesucht. Auf der rechten Seite der LC-Stecker, den Sie meistens an dem Gerät, wie zum Beispiel dem Server finden werden, und einmal den SC-Stecker, den Sie am meisten an Patch-Panels finden. Es gibt aber natürlich noch jede Menge weiterer Steckerarten, Wir haben uns in diesem Abschnitt mit den Kabelarten befasst, und können diese nun unterscheiden.

Netzwerkgrundlagen

Lassen Sie sich die grundlegenden Netzwerktechniken erklären und erfahren Sie anhand vieler Beispiele, wie Netzwerke in der Praxis aufgebaut werden und wie sie funktionieren.

6 Std. 38 min (63 Videos)
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