GIMP 2.8 Grundkurs

Verschieben und Werkzeugeinstellungen

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Bei den Transformationswerkzeugen können Sie aus verschiedenen Berechnungsverfahren je nach Bildaspekt bzw. gewünschtem Ergebnis wählen. Das Verschieben-Werkzeug birgt einige Stolpersteine - kleine Unachtsamkeiten führen zu unerwünschten Ergebnissen. Wichtig: Sie können zwischen zwei Werkzeugmodi wechseln!
11:46

Transkript

Alle Transformationswerkzeuge teilen sich bestimmte Eigenschaften. Ich möchte Ihnen im Folgenden ein wenig über diese Eigenschaften erzählen. Ein wesentlicher Punkt bei sämtlichen Transformationswerkzeugen ist, dass ich festlegen kann, auf welchen Teilbereich meines Bildes sich die Transformation beziehen soll. Am einfachsten zu zeigen ist das hier beim Verschieben-Werkzeug. Ich kann nämlich entweder die Ebene verschieben – damit markiere ich eine Ebene, kann sie nehmen und verschieben, und wenn ich eine andere Ebene habe, dann kann ich diese verschieben. Ich kann aber auch sagen, dass ich etwa eine Auswahl verschieben möchte. Dazu ziehe ich mir meine Auswahl auf und wenn ich zurückwechsle ins Verschieben-Werkzeug, kann ich jetzt diese Auswahl nehmen und verschieben. Die dritte Möglichkeit bezieht sich auf einen Pfad. Ich habe hier einen Pfad liegen. Den mach ich jetzt sichtbar. Wenn ich dieses dritte Icon aktiviert habe, kann ich den Pfad nehmen und ihn nach Belieben verschieben. So. Da ist er wieder. So. Ich werde jetzt die Auswahl wieder rückgängig machen. Ich werde den Pfad wieder verstecken und werde zu einem anderen Verschieben-Werkzeug wechseln, um Ihnen weitere Einstellungsmöglichkeiten zu zeigen. Die Richtung ist klar. Normal würde bedeuten, dass die Veränderung vorwärts passiert, in die für uns klassische Richtung. Korrigieren heißt, dass etwas rückwärts gewandt passiert. Jetzt kommen wir zu einem sehr interessanten Bereich, nämlich der Interpolation. Die Interpolation begegnet uns auch im Zusammenhang mit dem Skalieren und beschreibt eine mathematische Vorgehensweise, um fehlende Pixel zu ergänzen. Das klingt jetzt sehr theoretisch. Es geht aber sehr banal darum, wenn Sie Verformungen durchführen, schaffen Sie ja neue Bereiche, die noch nicht per se mit Pixeln gefüllt sind. Die Interpolation und ihre einzelnen unterschiedlichen Berechnungsarten, gibt Ihnen jetzt Auskunft darüber, wie diese fehlenden Pixel mit Farbwerten bestückt werden sollen. Ich habe versucht, dazu etwas deutlich zu machen. Ich habe ein kleines Bild erzeugt, Sie können's gerade nicht sehen, weil es viel zu klein ist. Warten Sie, ich gehe mal auf eine 7000-prozentige Vergrößerung. Dann merken Sie, was ich da getrieben habe. Das ist ein 10x10 Pixel großes Bild. Ich werde jetzt die Interpolation, wie ich sie auch bei der Transformation habe, versuchen, anhand von Bild Bild skalieren darzustellen. Denn auch hier begegnen wir demselben Problem. Würde ich das Bild vergrößern wollen, also zum Größerwerden hin skalieren, bekomme ich dieselben Probleme. Ich habe mehr Pixel als ursprünglich, wie soll ich die befüllen? Ich werde jetzt die Ansicht wieder auf 25 Prozent verkleinern. Sie werden gleich sehen, warum. Das Pixelchen muss ungefähr hier irgendwo sein. Und ich werde jetzt mein Bild vergrößern. Und zwar von diesen 10x10 Pixel auf 1000 x 1000 Pixel. Jetzt gehe ich die Interpolationsarten durch. Zuerst sage ich: Keine Interpolation, gehe auf Skalieren und Sie sehen, was passiert. Das Bild bleibt im Prinzip sehr ähnlich, es wird nichts großartig dazwischen gerechnet. Wenn Sie also bei der Interpolation sagen, ich möchte keine Interpolation, bekommen Sie scharfe Kanten. Das kann sehr gewollt sein. Im schlimmsten Fall haben Sie dann aber keine weichen Übergänge, sondern es wird eine ganz extreme Treppchenbildung geben. Mit STRG-Z mache ich den Versuch rückgängig und gehe wieder auf Bild skalieren. Ich möchte wieder auf 1000 Pixel erhöhen. Jetzt sage ich, ich möchte eine lineare Interpolation. Ich sage wieder Skalieren. Hier merken Sie jetzt den ersten Unterschied. Bei der linearen Interpolation wird versucht, linear Übergänge zu schaffen. Es gibt hierbei gleichmäßige Farbübergänge. Aber noch immer eine leichte Treppchenbildung. Ich mach auch dieses mit STRG-Z oder CMD-Z beim Mac rückgängig und wir versuchen die nächste Interpolationsmethode. Ich gehe wieder auf Bild skalieren, erhöhe wieder auf 1000 und sage jetzt kubisch. Und Skalieren. Der Unterschied zum Linearen ist jetzt, dass das Kubische viel mehr versucht, mit Zwischenfarbtönen zu arbeiten. Beim Kubischen haben Sie gerade bei Grafiken dann beim Vergrößern ein sehr klares Erlebnis für unsere Augen, weil die Übergänge viel weicher gestaltet werden können. Auch das mach ich wieder rückgängig. STRG-Z beziehungsweise CMD-Z. Mein letzter Versuch gilt einer Interpolationsmethode, die mathematisch schwer zu erklären ist. Etwas nach meiner Art ausgedrückt würde ich sagen: Bei dieser Interpolation hat jemand versucht, mathematisch das beste aus linearer und kubischer Interpolation herauszuholen. Also schauen wir, was hier passiert. Ja. Bei dieser Form der Interpolation bekommen Sie mit Abstand den weichsten Übergang. Sie sehen hier, dass es fast keine Treppchenbildung mehr gibt. Bei der letztgenannten Interpolation ist also fast keine Treppchenbildung beim Vergrößern mehr zu sehen. So viel zum Thema Interpolation. Ich gehe wieder zurück auf ein anderes Bild. Die Beschneidung ist relativ klar. Dabei geht's darum: Wenn sich die Werte im Bild und die Pixel im Bild verändern, wie soll dann weiter mit diesem Bild verfahren werden? Soll dann die Größe auf die realen Bildteile angepasst werden, soll das Bild beschnitten werden, dass das alles wieder passt, soll das Bild auf das Ergebnis beschnitten werden oder auf ein bestimmtes Seitenverhältnis? Hier haben Sie die Möglichkeit, sich eine Bildvorschau beim Transformieren anzeigen zu lassen. Das ist recht praktisch, weil Sie dann den Effekt besser beurteilen können. Sehr hübsch sind auch die Hilfslinien. Die Hilfslinien ermöglichen Ihnen, perspektivisch besser zu arbeiten beziehungsweise, sagen wir, ich möchte drehen und ich möchte mit dem goldenen Schnitt drehen. Dann bekomme ich diese klassische Angabe mit diesem im Zentrum stehenden kleineren Bereich und den größeren darum. Sie können so fürs Auge gefälliger arbeiten oder besser bei den verschiedenen Transformationen orientieren. Ich gehe jetzt aber auf Abbrechen, denn jetzt geht's quasi nur um die Überschrift. Hier unten können Sie noch ein Häkchen bei 15 Grad setzen. Sie können statt dessen auch die STRG-Taste drücken oder die CMD-Taste beim Mac. Wenn Sie das Häkchen hier bei 15 Grad setzen, sind alle Veränderungen, die mit einem winkelhaften Verändern zu tun haben, bei der Transformation ist das oft so, dann machen Sie diese in 15-Grad-Sprüngen, nicht nahtlos, und können damit auch gezielter arbeiten. Ich setze alle Werte zurück auf ihren ursprünglichen Wert. Das war jetzt sehr viel Theorie zum Thema Transformation. Aber so können Sie vielleicht besser verstehen, was passiert, wenn Ihre Bilder gestaucht, geschrumpft oder gespiegelt werden. Aus eigener leidvoller Erfahrung weiß ich, dass gerade das Verschieben, so einfach es ist und so oft ich's verwenden muss, einige Tücken bereithält. Ich möchte Ihnen die Tücken vorstellen, denen ich schon begegnet bin. Vielleicht passieren sie Ihnen dann nicht so oft wie mir. Beim Verschieben kläre ich erstmal, ob ich eine Ebene, eine Auswahl oder einen Pfad verschieben möchte. Dann habe ich aber auch noch diese unauffällige Einstellungsmöglichkeit, ob ich Ebene oder Hilfslinien auswählen möchte oder die aktive Ebene verschieben. Wenn ich jetzt aus dem, was ich davor gemacht habe, noch aktive Ebene verschieben eingestellt habe, kann es sein, dass ich zu ganz seltsamen Effekten komme. Denn ich denke mir, "Oh, ich bin doch auf dem Schriftzug!" und nein – egal, wo ich hingehe, verschiebt sich leider der braune Stern. Mein heißer Tip, wenn Ihnen so was passiert: Wechseln Sie zu Ebene oder Hilfslinie auswählen und dann erwischen Sie das, was Sie auch haben wollen. Wenn Sie sich das Ganze im Ebenendialog anschauen, werden Sie sehen, dass immer automatisch die Ebene aktiv wird, auf der sich so ein Objekt befindet. Das gilt auch für meine Schriftebene. Hier verbirgt sich aber die nächste Hürde. Nämlich, wenn ich diese Einstellungen habe, Ebene oder Hilfslinie auswählen, dann habe ich das Problem, dass die transparenten Bereiche nicht dazugehören. Wenn ich also meine Schriftebene nicht genau erwische und statt dessen dazwischenklicke, wandert automatisch mein Mauszeiger in die unterste Ebene und statt meiner Schrift verschiebe ich den Hintergrund. Wenn ich aber die Schrift treffe, funktioniert das mit der Ebene wieder perfekt und ich kann sie verschieben. Falls Sie etwas genau verschieben müssen, wie ich zum Beispiel hier, weil ich mit der untersten Ebene so herumhantiert habe: Sie brauchen nicht mit der Maus hin- und herfuhrwerken, sondern Sie können auch auf der Tastatur mit den Pfeiltasten arbeiten. Sie haben eine Ebene aktiv und können jetzt mit den Pfeiltasten ziemlich pixelgenau verschieben. Ich zeige Ihnen das nochmal anhand der Ebene. Sehen Sie? Jetzt ist es mir selber passiert. Ich bin noch auf dieser Ebene, möchte aber auf meine Ebene und wenn ich das jetzt mit den Tasten arbeite, pixelweise verschiebt sich's in alle vier Richtungen. Das Verschieben-Werkzeug, so einfach es zu handhaben ist, birgt manche Hürden und ich hoffe, ich konnte Ihnen in diesem Video die gemeinsten Stolpersteinchen zeigen.

GIMP 2.8 Grundkurs

Starten Sie durch mit GIMP 2.8 und finden Sie den perfekten Einstieg in das beliebte Bildbearbeitungstool, um anschließend alle Aufgaben rund um die Fotografie zu bewältigen.

8 Std. 24 min (140 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!