Computerstrafrecht

Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs, § 201a StGB

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Spanner-Fotos aus der Umkleidekabine im Schwimmbad oder durch das Fenster der Nachbarin – solche Taten werden durch die Vorschrift des § 201a StGB sanktioniert.

Transkript

Der Titel Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen beschreibt den in Paragraph 1a StGB geregelten Straftatbestand schon sehr treffend. Der Gesetzgeber hat das Ganze in etwa so formuliert: Absatz 1: Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer, erstens, von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblicke besonders geschützten Raum befindet, unbefugt eine Bildaufnahme herstellt oder überträgt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Personen verletzt oder, zweitens, eine Bildaufnahme, die die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau stellt, unbefugt herstellt oder überträgt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt. In Absatz 3: Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine Bildaufnahme die Nacktheit einer anderen Personen unter 18 Jahren zum Gegenstand hat, erstens, herstellt oder anbietet, um sie einer dritten Person gegen Entgelt zu verschaffen, oder, zweitens, sich oder einer dritten Person gegen Entgelt verschafft. Diese Vorschrift steht also insbesondere das unbefugte Herstellen von Aufnahmen anderer Person unter Strafe, die sich in geschützten Umgebungen wie zum Beispiel einer Wohnung, einer Umkleidekabine et cetera befinden, oder die nackt sind. Im Absatz 4 werden noch für berechtigte Interessen bestimmte Ausnahmen zugelassen, nämlich zum Beispiel bei Fotos die der Kunst, Forschung, Wissenschaft, oder der Berichterstattung über die Zeitgeschichte dienen sollen. Auch einem juristischen Laien wird schnell klar, welchen Zweck 201a verfolgt. Hierdurch soll der Schutz vor Herstellung beziehungsweise Verbreitung heimlicher Bildaufnahmen normiert werden. Bei einem Verstoß droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldsstrafe.

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