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Netzwerkgrundlagen

Verkabelung

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Der nächste Schritt besteht in der Verlegung der benötigten Kabel. Hierfür müssen einige Netzwerkschränke passend positioniert und anschließend die primäre, sekundäre und tertiäre Verkabelung durchgeführt werden.

Transkript

Kümmern wir uns nun als erstes um die Verkabelung. Wo benötigen wir Netzwerkschränke? Im Serverraum haben wir einen Serverschrank, darin können wir ruhig auch die Netzwerkverkabelung unterbringen. Zusätzlich benötigen wir im Obergeschoss und im Lager einen kleinen Verteilerschrank, nichts Großes, aber der Switch sollte etwas staubgeschützt liegen, und wir haben ja auch noch Patchpanels und die Rangierfelder. Wie könnte nun so ein Verteilerschrank aussehen? Ich habe hier mal ein Foto. In der oberen Hälfte befinden sich die Patchpanels zu den Clients, dazwischen finden wir immer wieder Rangierfelder, darin werden die Kabel geführt, dann folgt der Switch, und im unteren Bereich, außerhalb des Bildes, wäre das Patchpanel für die LWL-Anschlüsse. Ich denke, das sieht doch ganz ordentlich aus. Für die Primäre Verkabelung benötigen wir ein Kabel zwischen dem Lager und dem Serverschrank. Dafür nehmen wir ein LWL-Multimode-Kabel, OM2-Monomode wäre hier völlig übertrieben und überteuert. Mit dem LWL-Kabel haben wir dann auch eine galvanische Trennung, und keine Probleme mit einem Potenzialausgleich. Besonders bei Blitzeinschlägen würde man sonst immer beide Gebäude lahmlegen. Das LWL-Verlegekabel sollte mindestens vier Adern aufweisen. Zwei brauchen Sie pro Anschluss, und somit haben Sie noch zwei auf Reserve, für weitere Anforderungen, oder wenn etwas an den ersten beiden Adern defekt sein sollte. Beim Patchpanel würde ich dann SC-Anschlüsse nehmen, die sind gut zu händeln. Kommen wir nun zu der Verkabelung zwischen dem Obergeschoss und dem Serverschrank. Hier würde ich es genau so machen, wie bei der Primären Verkabelung. Aufgrund der kurzen Leitung zum nächsten Stockwerk könnte man sich gegebenenfalls auch für ein Twisted-Pair-Kabel entscheiden, aber sauberer ist es schon mit dem LWL-Kabel. So kann man auch grundlegend sagen, dass die Switch-Verkabelung mit LWL realisiert ist, und zieht nicht aus Versehen mal das falsche Kabel, und legt somit einen ganzen Switch lahm. Jetzt wird es schon interessanter, bei der Verkabelung zwischen den Schränken bis zu den Clients. Ich würde heutzutage immer CAT7 Verlegekabel nutzen. Auch wenn ich CAT7 noch nicht benötige, möchte ich an das Kabel in der Wand nicht mehr dran müssen. So was kostet nur viel Zeit und Nerven, also lieber direkt CAT7. Wenn ich ein Patchpanel mit Modulen habe, dann würde ich dort CAT6 empfehlen, wir wollen ja Gigabit unterstützen. Ansonsten gibt es auch noch Patchpanels zum Auflegen, wie dieses hier, wobei ich die Module bevorzuge. Bei den Patchdosen sieht es ähnlich aus, ich bevorzuge die CAT6 Module. Das Verlegekabel führt dann vom Patchpanel zur Patchdose. Beim Patchkabel nehme ich CAT6, wegen der Gigabit-Unterstützung, und jetzt kommt es sehr stark auf die Umgebung und ihren Geschmack an. Ich würde sagen, in den meisten Fällen reicht STP oder FTP. Mit S/STP oder S/FTP können Sie zwar nichts falsch machen, aber preislich sind diese schon wesentlich teurer. Damit können wir nun den Client an der Patchdose anschließen. Aber wie viel Anschlüsse benötige ich denn pro Arbeitsplatz? Grob würde ich sagen drei: Einen für den Computer, einen für den eventuellen Drucker, und einen für das Telefon, das wird nämlich auch meistens über diese Verkabelung gepatcht. Da jede Standarddose zwei Anschlüsse hat, nehmen wir zwei Dosen pro Arbeitsplatz und haben noch einen Anschluss in Reserve. Bezüglich WLAN müssen wir eine Ausleuchtung machen. Das geht ganz professionell mit speziellen Geräten, meistens sehr aufwändig und teuer, oder aber auf eine, ich möchte sagen, primitive, aber günstigere Variante. Bei so kleinen Umgebungen würde ich die simple Variante nehmen, einen WLAN Access Point konfigurieren, das Handy damit verbinden, und einfach mal ausprobieren, wo der beste Standort für diesen Access Point ist. Meistens muss noch eine Stromleitung zum Access Point gelegt werden, aber manchmal unterstützen sie auch oder verlangen sogar, PoE, also Power over Ethernet. Sollte das unser Switch nicht unterstützen, können wir einen sogenannten PoE-Injector dazwischen klemmen, und somit den Access Point mit Strom versorgen. Damit hätten wir das Thema Verkabelung eigentlich auch schon abgeschlossen.

Netzwerkgrundlagen

Lassen Sie sich die grundlegenden Netzwerktechniken erklären und erfahren Sie anhand vieler Beispiele, wie Netzwerke in der Praxis aufgebaut werden und wie sie funktionieren.

6 Std. 38 min (63 Videos)
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