Foodfotografie: Grundlagen

Verbindung zu einem Gericht aufbauen

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Die entsprechende Anpassung von Kulisse und Szenerie dient dazu, beim Betrachter eine Verbindung mit dem Motiv aufzubauen. Dadurch erreicht der Fotograf in der Food-Photography positive Assoziationen mit einem Gericht.
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Transkript

Oft wird man als Fotograf vor große Herausforderungen gestellt. Man muss Produkte fotografieren, die nicht sehr schön sind. Man muss Häuser fotografieren, die sich nicht gut fotografieren lassen, weil sie verdeckt werden. Genauso ist es auch in der Food-Fotografie: Es gibt Essen, das an sich nicht sehr schön ist, das nicht sehr fotogen ist. Natürlich müssen wir die Kunden zufriedenstellen können und schauen, dass wir das so in Szene setzen, dass der Kunde und auch der Betrachter zufrieden ist, wenn er sich dieses Bild anschaut, und idealerweise gleich sagt: Das will ich. Das kaufe ich jetzt, das koche ich jetzt. Wenn man sich ein gewisses Essen anschaut, wenn man z. B. sagt: Man hat ein Hummus, das ist ein Essen, das schmeckt sehr großartig, aber nur der reine Hummus ist nicht sehr schön. Wenn man aber das Ganze inszeniert und in Verbindung bringt mit dem letzten Griechenlandurlaub, wo man das Ganze gegessen hat, schicken wir den Betrachter auf eine Reise und wecken Emotionen und Erinnerungen, die er mit diesem Essen assoziiert. Hoffentlich sind es gute; aber meistens, wenn es Erinnerungen an früher, an die Kindheit, an den Urlaub, an exotische Ziele sind, dann ist das etwas, was wir machen wollen. Es sind positive Gefühle für dieses Essen. Wie mache ich das? - Ganz einfach: Ich arbeite mit Kulisse und Szenerie. Ich schaue, dass neben dem gut angerichteten Essen auch die passenden Requisiten dazu gebaut werden bzw. dass der Hintergrund das Gesamtbild schön abrundet, um beim Betrachter entsprechende Gefühle und Erinnerungen zu wecken. Wir lenken nicht wissentlich vom Essen ab, sondern wir schauen, dass wir es mit allem Drumherum komplimentieren, um ein positives Gefühl beim Betrachter zu erschaffen. Wenn wir wieder bei unserem Hummus- Beispiel sind, wäre eine Möglichkeit, neben den passenden Requisiten und dem schönen Foto von dem Hummus, wo wir mit wenig Tiefenschärfe und schönem warmen Licht gearbeitet haben, auch den Hintergrund anzupassen und vielleicht ein Strandbild vom Griechenlandurlaub tatsächlich einzubauen. Dieses entsprechend unscharf dargestellt und farblich angepasst an das Setting würde das Bild zu einer perfekten Inszenierung abrunden. Der Betrachter sieht den Hummus, denkt an die schöne Zeit in Griechenland, und wir haben davon abgelenkt, dass es eigentlich nur eine klebrige Masse ist, die nicht sehr schön ist.

Foodfotografie: Grundlagen

Lernen Sie, wie Sie Essen gekonnt in Szene setzen und fotografieren, sodass dem Betrachter das Wasser im Mund zusammenläuft.

1 Std. 19 min (31 Videos)
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