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Variablen deklarieren

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Variablen sind benannte Stellen im Hauptspeicher, denen zur Laufzeit temporär Werte zugeordnet und wieder ausgelesen werden können. Für die Benennung und Deklaration von Variablen sollten Sie in Python gewisse Regeln einhalten.
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Transkript

Kaum ein Programm kommt ohne Variablen aus. Variablen sind Stellen im Hauptspeicher, wo man Werte hineinschreiben kann, aber auch wieder auslesen. Wir wollen uns in diesem Video ansehen, was in Python an Besonderheiten zu beachten ist. Die erste Besonderheit ist, dass man bei einer Variablen einfach so vorgehen kann, dass man einen Bezeichner wählt und einen Wert zuweist. Das unterscheidet sich von sogenannten streng typisierte Sprachen. Dort muss man bei der Deklaration, es handelt sich hier um Deklaration, da muss man bei dieser Deklaration zuerst den Datentyp festlegen und dass die Art der Information, die in einer Variable gespeichert wird. Also beispielsweise, ob es eine Zahl ist, ein Text, ein Objekt, ein Wahrheitswert, et cetera. Bei Python ist das weder notwendig, noch möglich. Wir haben hier eine sogenannte implizite Festlegung des Datentyps und das bedeutet, das hier ist natürlich eine Zahl und das kann auch das System erkennen und durch die Zuweisung wird festgelegt, dass die Variable dann auch einen Datentyp dieser Zahl hat. Diese indirekte Festlegung nennt man Duck-Typing und das resultiert aus einer Theorie, die eigentlich ganz amüsant ist. Wenn man einen Vogel sieht, der aussieht wie eine Ente, klingt wie eine Ente, läuft wie eine Ente und schwimmt wie eine Ente, dann muss es eine Ente sein. Indirekter Schluss ist das Geheimnis. Dieses Gleichheitszeichen hier, das ist ein sogenannter Zuweisungsoperator. Für die Bezeichner, also die Namen von Variablen müssen nun gewisse Regeln eingehalten werden. Es ist nicht erlaubt, beispielsweise Leerzeichen zu verwenden. Alle Sonderzeichen sind verboten, außer dem Unterstrich. Das wäre erlaubt, wobei man in Python mit diesem Unterstrich aufpassen muss, er hat am Beginn einer Variable eine Bedeutung und wenn man diese Bedeutung, die sogenannte Sichtbarkeit, die damit festgelegt wird, wenn man diese Bedeutung nicht haben möchte, dann sollten Sie auch den Unterstrich weglassen. Sie können in Variablen, Bezeichnern Zahlen verwenden, aber nicht am Anfang. Das wäre gültig, das wäre keine gültige Variable, beziehungsweise kein gültiger Bezeichner für eine Variable. Nun betrachten wir mal diese Variable. Fällt Ihnen etwas auf? Dieses "ü". Dieses "ü" ist ein deutscher Umlaut und traditionell benutzt man in Programmiersprachen keine deutschen Umlaute für Bezeichner, never ever. Es ist aber möglich in Python ab der Version 3, so wie in einigen anderen Programmiersprachen auch beispielsweise Java. Das liegt daran, dass hier Unicode mittlerweile unterstützt wird und Unicode erlaubt eben auch deutsche Umlaute und einige andere Zeichen sowie SZ. Ich würde trotzdem dringend davon abraten. Und alle deutschen Umlaute, SZ, et cetera, auf keinen Fall für Variablennamen oder Bezeichner von Funktionen oder was auch immer zu benutzen, rein aus Tradition und um eine Kompatibilität auch zu anderen Sprachen zu halten, die das möglicherweise nicht unterstützen. Was die Anzahl der Zeichen angeht, die man hier für einen Bezeichner nimmt, man wirklich einen Bezeichner nur "a" nennt oder einen ausgeschriebenen Text. Das ist im Prinzip nicht beschränkt, natürlich gibt es technische Beschränkungen, aber man kann sagen, dass es eigentlich unbeschränkt ist. Man sollte ein vernünftiges Maß finden, zwischen einem aussagekräftigen Bezeichner und einem möglichst kurzen Bezeichner. Wenn Sie beispielsweise eine Variable hätten, die eine Schaltfläche auf einer Oberfläche referenzieren soll, dann könnte man die so nennen: "btn" als Abkürzung für Button und wenn das mit "OK" beschriftet ist, könnte man dann zum Beispiel den Text, der auf dieser Schaltfläche steht, hier noch dranhängen an den variablen Bezeichner. So etwas ist nicht zwingend, wird aber gerne gemacht, dass man die Vokale weglässt, bei einer Art Bezeichnung und dann möglicherweise eben, so einen beschreibenden Text dranhängt. Es sollte noch etwas auffallen, ich habe hier plötzlich mit einem Großbuchstaben weitergemacht, innerhalb eines variable Bezeichners. Es ist in Python so, dass Groß- und Kleinschreibung eine Rolle spielt. Es gilt das Python case sensitive ist und es ist gängige Praxis Bezeichner klein zu schreiben. Fast alle Worte oder Bezeichner, die in Python selbst vorkommen, werden kleingeschrieben und ich empfehle auch, dass für eigene Variablen so durchzuziehen. Nur, wird dann bei längeren Bezeichnern, die aus verschiedenen Worten sich zusammensetzen, eine sogenannte Camel Notation benutzt. Das bedeutet, dass man an der Nahtstelle zwischen zwei eigenständigen Worten, wenn das hier mal die Abkürzung für meine Variable sein, soll dass man an der Stelle das neue Wort mit einem Großbuchstaben beginnt. Das Verfahren wird wie gesagt Camel Notation oder in Deutsch auch Höckernotation genannt. Beachten Sie, dass "meineVar" so und "meinevar" auf diese Art und Weise, zwei verschiedene Variablen sind. Ich habe hier eine Variable deklariert und wenn das eine Wertänderung der Variable sein soll, dann ist das ein Fehler, weil es wird eine weitere Variable angelegt, die eben hier ein kleines "v" hat. Das ist diese Case Sensitivität von Python. Sie sehen also, dass es bei der Deklaration von Variablen für die Bezeichner einige Regeln gibt. Einige sind verbindlich, also beispielsweise, dass man nicht mit einer Zahl am Anfang beginnt, dass man keine Leerzeichen, keine Sonderzeichen benutzt. Andere sind Konventionen, zum Beispiel, dass man alle Variablen klein und in Camel Notation schreibt. Wenn Sie eine andere Konvention haben, dann ist das genauso gut, nur man sollte man Konventionen immer konsequent durchziehen. Wenn Sie beispielsweise Variablen alle mit einem Großbuchstaben beginnen wollen, wenn Sie das projektweit vereinbaren oder Sie halten sich immer dran, ist das auch okay, aber Sie sollten diese Schreibweisen immer identisch wählen. Das ist genauso wichtig wie die technischen Regeln, die natürlich schon sich früher auswirken, aber letztendlich, was die Wartbarkeit von einem Projekt angeht, sind doch Konventionen immens wichtig.

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3 Std. 41 min (64 Videos)
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Erscheinungsdatum:08.06.2018

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