Computerstrafrecht

Urkundenfälschung, § 267 StGB

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Ohne moderne IT-Hilfsmittel wären Urkundenfälschungen zwar nicht unmöglich, aber wohl erheblich schwerer.

Transkript

Urkundenfälschung gemäß Paragraph 267 Strafgesetzbuch ist zwar kein klassisches Cybercrime-Delikt, allerdings erleichtern die modernen IT-Produkte den Tätern das Vorgehen natürlich. Man denke nur an den imensen Funktionsumfang einer Software wie zum Beispiel Adobe Photoshop. Man benötigt nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, was auch durchschnittlich computerbegabte damit alles bewerkstelligen könnten. Paragraph 267 regelt Folgendes: Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Durch diese Vorschrift sollen die Sicherheit und die Zuverlässigkeit des Rechtsverkehrs sowie insbesondere auch das Beweiswert von Urkunden geschützt werden. Die folgenden Gesichtspunkte sind zu prüfen: Täuschung im Rechtsverkehr also nicht nur für rein interne, private Zwecke durch bestimmte Tathandlung. Zu diesen Tathandlungen zählen das Herstellen einer unechten Urkunde, das Verfälschen einer echten Urkunde und das Gebrauchen einer unechten oder verfälschten Urkunde. Bei einer Urkunde handelt es sich um eine verkörperte menschliche Gedankenerklärung, die geeignet und bestimmt ist, im Rechtsverkehr Beweis zu erbringen. Abzugrenzen davon ist die sogenannte straflose Lüge, also eine falsche Inhaltsangabe wie etwa das ein Einchecken in einem Hotel unter falschen Namen. Kommt es nämlich nicht auf die tatsächliche Identität des Hotelgastes an, Kann man an der Rezeption auch mit Franz Beckenbauer unterschreiben, ohne eine Urkundenfälschung zu begehen. Beispiele für Urkunden im Sinne von Paragraph 267 sind unter anderem der Personalausweis, der Reisepass, das Sparbuch aber auch das Kfz-Kennzeichen. Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe erwarten den Täter einer Urkundenfälschung.

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Errlangen Sie als juristisch Interessierter einen ersten Überblick über das breitgefächerte und spannende Gebiet des "Cybercrime".

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