Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 1) Systemarchitektur

Untersuchen von SysVinit

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Machen Sie sich anhand dieses Videos mit dem Initialisierungssystem SysVinit vertraut. SysVinit ist der erste Prozess, der vom Kernel gestartet wird, und zuständig für den Start der benötigten Systemdienste.
08:31

Transkript

In diesem Video untersuchen wir das "init"-System "SysVinit". Egal, welches Linux-System wir untersuchen müssen, am schnellsten erhalten wir Informationen über das Initialisierungssystem, indem wir die Prozess ID-Nummer einsuchen. Das können wir z.B. mit dem Befehl "top -p", und die 1 für die Prozess ID 1 eruieren. Ich sehe nun sofort Prozess ID Nr. 1, und das Kommando ist "init". Ich weiß nun also, dass mein System CentOS 6.7 das SysV-Initialisierungssystem einsetzt. Mit "Q" können Sie "top" wieder verlassen. Sie denken nun vielleicht, "CentOS 6.7, das habe ich schon mal gelesen, das setzt noch "SysVinit" ein." Was aber, wenn Sie sich mit einer SSH-Verbindung auf ein Linux-System einwählen? Wie finden Sie dann dieses Initialisierungssystem heraus? Genau gleich mit "top -p 1" suchen Sie nach der Prozess ID Nr. 1, und Sie erhalten dann die Information über Ihr Initialisierungssystem. Wie sind die Informationen definiert von diesem "SysVinit"-System? Das können wir in der Datei "/etc/initt" nachschauen. Übrigens, "less" ist ein Pager, damit ich den Inhalt seitenweise anschauen kann. Wir sehen die Infos zum Initialisierungssystem, wie z.B. "single mode" und die verschiedenen Runlevels, wie auch die Definition, was z.B. passiert bei Ctrl-Alt-Delete, wie auch eine Übersicht, welche Runlevels eingesetzt werden, und ganz weiter unten sehen wir auch den Standard-Runlevel. Wenn ich in dieser Datei nach unten gehe, sehe ich den Standard-Runlevel, das ist die ID 5, und das referenziert "initdefault", das bedeutet, der Standard-Runlevel ist 5. Runlevels können Sie sich so vorstellen, dass sie das System in einem bestimmten Modus starten können. Runlevel 1 ist ein "Single user mode", wird vielfach auch als "rescue mode" verwendet. Runlevel 3 ist ein "Multiuser mode", welcher erlaubt, dass mehrere Benutzer gleichzeitig im System arbeiten können, aber es ist keine grafische Oberfläche zur Verfügung. Runlevel 5, sehen Sie, steht X11, das bedeutet, wir haben "Multiuser"-Funktion inklusive einer grafischen Oberfläche, genau das, was wir hier sehen. Diese Datei, bzw. den Pager, kann ich wieder verlassen, indem ich die Taste "Q" drücke. Welche Dienste sind nun vorhanden auf meinem System? Dazu navigiere ich in folgendes Verzeichnis: Ich wähle "/etc/init.d/". "init.d" ist ein Erweiterungsverzeichnis. Nun kann ich mit "ls" mir den Inhalt anzeigen. Die meisten der Dateien sind ausführbare Dateien. Das sind nicht direkt Dienste, sondern die LSB, die Linux Standard Base Scripts. Schauen wir uns einen Service, bzw. ein solches Script, etwas genauer an. Dazu verwende ich wieder den Pager "less", und ich verwende den "sshd" daemon, bzw. script, und wir sehen, in der Tat, hierbei handelt es sich um ein "bash-script", das sehen wir am Start dieser Datei. "shebang" bedeutet das, mit der Raute und den Ausrufezeichen, zeigt an, dass es sich hierbei um ein "bash-script" handelt. Wir sehen verschiedene Informationen. Darin wir nun definiert, wie der Dienst gestartet wird. Sie sehen hier z. B. "Default-Start", das ist in Runlevel 2, 3, 4 und 5, und "Default-Stop", das ist in Runlevel 0. Runlevel 0 bedeutet System herunterfahren. Dann Runlevel 1, das ist der "Rescue-Modus", und Runlevel 6 ist z.B. ein Neustart. Sie sehen also, wir erhalten hier sehr schön verschiedene Informationen. Mit der Taste Q verlasse ich diesen Pager wieder. Wir können uns selbstverständlich auch Informationen herbeiholen, wie ist denn genau der Zustand von diesem SSH-Dienst? Dazu verwende ich "./". "./" bedeutet, genau in diesem Verzeichnis möchte ich einen Status abfragen von "sshd". Dazu verwende ich "status", und wir sehen nun, dieser daemon wird ausgeführt mit der PID 4693. Diese Informationen sind sehr wichtig, dass wir wissen, in welchem Verzeichnis sind verschiedene Scripts abgelegt. Diese Scripts sind wichtig, weil die Runlevels referenzieren auf diese Scripts. Schauen wir uns das ein wenig genauer an. Ich navigiere in folgendes Verzeichnis mit "cd /etc/", und ich wähle einmal den Runlevel 3 aus. Sie sehen auch hier, das ist wiederum ein Erweiterungs-Directory. ".d" signalisiert, dass es sich um ein Erweiterungs-Directory handelt. Nun kann ich mit "ls" wiederum Informationen aufrufen. Sie sehen hier sind verschiedene Start-Scripts hinterlegt, und verschiedene Stopp-Scripts. "K" steht für "kill", "S" steht für "start". Sie sehen hier, das ist ein "kill"-Prozess, und das ist ein "start"-Prozess mit dem "s". Und nun, wenn wir uns diesen Inhalt genauer ansehen, sehen wir plötzlich, es ist eigentlich kein Script, sondern diese Informationen hier, das sind nur Verknüpfungen, sog. "symbolic links". Das schauen wir uns gleich ein wenig genauer an. Ich verwende dazu "ls -l", und wir schauen uns einmal diese Nummer "S55sshd" etwas genauer an. Nun sehen wir, in der Tat, hier handelt es sich um einen symbolischen Link. Das sehe ich als Erstes an der Farbe. Nur die Farbe sagt noch lange nicht aus, dass es ein symbolischer Link ist, diese Farbkombination ist in diesem Terminal hinterlegt. Wichtig ist aber hier die Information mit dem Pfeil. Ich gehe ein Verzeichnis höher, Sie sehen, dann wechselt es in "init.d" in das Erweiterungsverzeichnis in das Script "sshd", welches wir vorher eben gesehen haben. Es ist also der Runlevel 3, gehe da nochmal ein wenig nach oben. Sie sehen hier Runlevel 3. Es ist mit einem symbolischen Link definiert, dass beim Start dieses Scripts gestartet werden soll. Genau das ist in diesem Erweiterungsverzeichnis hinterlegt. Wir haben mehrere solche Verzeichnisse. Diese können wir uns direkt anschauen. Dazu verwende ich "ls /etc/rc*", und nun sehen wir sämtliche Verzeichnisse der Runlevels. Wir haben uns explizit Runlevel 3 angeschaut, also "rc.3d", das Erweiterungsverzeichnis, es gibt auch für den Runlevel 1 ein solches Verzeichnis. Für den Runlevel 5 ebenfalls. Wichtig zu verstehen; der Kernel wird gestartet. Dann wird "init" geladen, das Initialisierungssystem. "init" wiederum liest die Informationen aus "inittab" aus, und startet das System in dem entsprechenden Runlevel. Dann mit den symbolischen Links, welche in diesem Verzeichnis hinterlegt sind, werden dann die entsprechenden Skripte gestartet. In diesem Video haben wir "SysVinit" ein wenig genauer angeschaut.

CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 1) Systemarchitektur

Lernen Sie Linux-Hardware-Einstellungen und den Bootvorgang inkl. Runlevels und Bootziele kennen und bereiten Sie sich auf die Comptia Linux+-Zertifizierungsprüfung LX0-103 vor.

1 Std. 54 min (23 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!