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Grundlagen der Video-Farbkorrektur

Unterbelichtete Aufnahmen

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Unterbelichtete und überbelichtete Aufnahmen zu korrigieren, zählt zu den häufigsten Aufgaben. Wie Sie unterbelichtetes Material verbessern, zeigt der Trainer in diesem Video.

Transkript

Hier haben wir eine Einstellung, in der unsere Lena leider deutlich unterbelichtet ist. Alles ist sehr dunkel, und die meisten Bereiche kommen nicht mal über 60 % der maximal möglichen Helligkeit. Wir müssen also die Helligkeit drastisch erhöhen. Dabei lassen wir die Schatten erst einmal einmal in Ruhe, aber sobald wir den maximalen Kontrast eingestellt haben, müssen wir uns auf jeden Fall nochmal den Mitteltönen widmen. Anschließend korrigieren wir noch die Hauttöne, und dann sollte es durchaus möglich sein, Lena in ihrer natürlichen Schönheit und in guter Beleuchtung zu präsentieren. Als erstes öffnen wir den Tonwertbereich, sodass wir den maximalen Belichtungsspielraum ausnutzen. Die Hauttöne sollten ungefähr zwischen 60 und 80 % landen, momentan hängen sie allerdings noch bei zirka 40, 50 % herum. Also, das bedeutet, um das zu erreichen, müssen wir entweder gucken, wo sich die Hauttöne einstellen lassen, oder wir gehen zum Beispiel in die Kurven, versuchen jetzt die entsprechenden Stellen zu erwischen, in denen sich die Hauttöne bewegen. Ja, das ist es nicht ganz. Ja, da kommen wir schon eher in den Bereich. Nehmen wir das mal hier. Schauen wir mal, das ist zu viel. Ja, das ist, wie Sie sehen, nicht ganz einfach, vor allem, weil hier nur noch so wenig Farbinformation vorhanden ist. Wenn wir sie zu extrem korrigieren, dann kann das unter Umständen auch sein, dass die Schwarzwerte zum einen sehr stark grün werden, zum anderen kann es uns auch passieren, dass je nach Kompressionsart auch die Kompressionsartifakte in den Schatten sichtbar werden, und wir auch an den Grenzen der aufgenommenen Bittiefe kommen. Und hätten wir neben dem unschönen Rauschen plötzlich auch treppenartige Farbabstufungen in flächigen Verläufen, die vorher nicht zu sehen waren. Das Banding wird so erst meist während der Farbkultur sichtbar. Aber wir werden sehen. Schauen wir einmal kurz auf die RGB- Parade, dort sehen wir nämlich, dass unsere dunklen Töne relativ neutral sind, und die Weißwerte zu wenig blau enthalten. Ich kann das nun entweder in meinen Farbrädern oder in den Gradiationskurven korrigieren. Wobei mir hier allerdings die Farbräder ganz gut gefalllen, sieht sehr natürlich aus, ein bißchen kann ich da noch dazugeben. Ja, so. Immerhin sollte die Wand hinten relativ neutral sein. Nun schalte ich mir als nächstes noch das Vectorscope ein. Und wir sehen, dass wir insgesamt relativ wenig Farbe im Bild haben, und unsere Lena insgesamt auch etwas blass wirkt, ich verstärke also jetzt die Sättigung, dass wir mal schauen, wie weit wir da rauskommen, ja, das wird schon sehr viel gelber. Dann müssen wir nur schauen, dass wir hier entsprechend -- ja, wir müssen darauf achten, dass die Haut- töne, wie gesagt, auf dieser Linie liegen, und möglichst im unteren Viertel dieses Bereichs. Das sieht schon ganz gut aus. Aber um sie jetzt noch weiter zu verbessern, gehe als Nächstes in die sekundäre Farbkultur, das bedeutet, ich versuche jetzt nochmal ihre Hauttöne zu erwischen, und mit einer Maske zu maskieren. Na. Wo sind sie? Ah, da kommen sie mit rein. So, zum Beispiel. Ja, wobei, ich glaube, ich mache noch einen kleinen Weichzeichner drauf, damit der Übergang nicht so hart ist. Ja, vielleicht so. Und jetzt können wir versuchen, die Mitteltöne, in denen die Haut liegen sollte, ja, nicht ganz, bißchen zu niedrig, die kann ich jetzt durchaus noch bißchen verstärken. Wir sehen, ja, genau, jetzt erwischen wir sie. Das ist natürlich etwas zu stark. Aber hier können wir jetzt noch gucken, dass wir die Hauttonlinie ein bißchen optimaler hinkriegen. So, schauen wir uns mal den Vorher-Nachher-Vergleich an. Das sieht schonmal ganz gut aus. Wir sehen, dass die Veränderung, zum Beispiel, auch in der sekundären Farbkultur nicht viel ist. Aber insgesamt ist doch klar, dass sie den Gesamteindruck deutlich verbessert. Also allein die Korrektur des Gesichtes in eine natürlichere Farbe macht schon extrem viel aus. Auf diese Weise können wir grundsätzlich immer vorgehen, um unterbelichtetes Material zu retten, aber je nach Material müssen Sie logischerweise die Werte insgesamt etwas anders einstellen.

Grundlagen der Video-Farbkorrektur

Sehen Sie, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Farbe im Film korrigieren oder stimmungsvolle Looks gestalten.

2 Std. 21 min (18 Videos)
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