Photoshop ist einfach!

Unscharf maskieren

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Ob beim Shooting suboptimal fokussiert oder bereits klassescharf abgebildet: Mit Photoshop geht's immer noch eine Spur schärfer. Sehen Sie hier, wozu das gut sein kann.

Transkript

Wenn wir verschiedene Motive fotografieren, sind wir meistens darauf aus, dass die Aufnahme scharf dargestellt wird. Wenn uns das mal nicht gelingt entweder weil wir nicht gut fokussiert haben, verwackelt haben oder am Ende war doch die Kamera Schuld, dann sind wir froh, wenn wir mit der Bildbearbeitung im Photoshop die Schärfe noch etwas verbessern können. Doch nicht nur dann macht das Schärfen mit Photoshop Sinn. Auch wenn ihr eine gute Aufnahme habt, d. h. die Aufnahme ist vielleicht schon scharf, mit Photoshop bekommen wir sie sogar noch schärfer. Da ist immer noch Potential da, die Aufnahme zu verbessern. Wie das geht, zeige ich euch jetzt: Dazu werde ich dieses Bild ein klein wenig schärfen und werde euch den Unscharf-Maskieren-Filter mal etwas detaillierter erklären. Dazu dupliziere ich mir die Ebene und werde jetzt den Filter "Unscharf Maskieren" aufrufen. Der befindet sich unter den Scharfzeichnungsfiltern. Hier gibt es mehrere Scharfzeichnungsfilter. Ich habe sie natürlich alle schon mal getestet. Der selektive Scharfzeichner ist auch nicht schlecht, aber für Anfänger vielleicht ein bisschen zu kompliziert. Wir nehmen jetzt mal den Unscharf-Maskieren-Filter, denn der hat eigentlich nur drei Regler und daher ist er einfach zu verstehen und ist in der Durchführung auch super. Was machen diese Regler hier jetzt. Wir setzen erst einmal alles auf "0" und schauen einfach mal. Wir können jetzt mit der Stärke bestimmen, wie intensiv die Schärfung im Bild stattfinden soll. Mit dem "Radius" können wir die Anzahl der Pixel wählen, die geschärft werden sollen. Ich nehme jetzt hier mal eine Stärke von 100 Prozent und werde jetzt erst einmal einen Radius von etwa 1 Pixel nehmen. Dann seht ihr jetzt im Vorher- Nachher-Vergleich-- das sieht man, wenn man jetzt auch hier ins Bild klickt und wieder loslässt, oder mit diesem Vorschau-Dialog. Dann erkennt man jetzt, wie das Bild geschärft wird, speziell am Mikrofon. Achtet da mal drauf: Nachher-Vorher-Nachher. Das Bild wird also - was die Schärfe angeht - besser. Wenn man jetzt den Radius erhöht, werden mehr Pixel mit einbezogen. Wenn ich den jetzt mal richtig stark erhöhe, dann steigert sich dadurch eher der Kontrast, und wir sprechen von einem "kontrastreichen Schärfen". So kann man z. B. schärfen, wenn man gewisse Bereiche betonen möchte, etwas plastischer darstellen. Doch am Anfang empfehle ich hier eher einen Wert von etwa "1" Pixel. Jedenfalls, wenn ihr Bilder habt mit einer vollen Auflösung das richtet sich auch ein bisschen nach der Auflösung der Kamera da müsst ihr ein bisschen experimentieren. Doch mit einem Radius von "1,0" und einer Stärke von 100 % das ist schon mal ein guter Wert, um damit zu beginnen. Was macht jetzt der Regler "Schwellenwert"? Mit dem "Schwellenwert" könnt ihr Pixel schützen. Helligkeitsabstufungen könnt ihr hier eintragen. Z. B. nehmt ihr jetzt mal einen Wert von "50" und dann werden Tonwerte, die sich im Bereich "50" ähneln, geschützt. So kann man Hautbereiche ausmaskieren, und es verspricht manchmal vielleicht bessere Ergebnisse. Ich sage es euch aber ganz ehrlich: Theoretisch könnt ihr diesen Schwellenwert erstmal komplett vergessen. Ihr braucht ihn nicht. Ich habe noch nie in meinem Leben mit diesem Schwellenwert gearbeitet. Der sitzt bei mir immer auf "0" und den stelle ich hier wieder auf "0" und habe dann immer quasi nur mit der Größe  und mit dem Radius bzw. mit der Stärke und mit dem Radius gearbeitet. Jetzt schauen wir uns mal den Vorher-Nachher-Vergleich an: So sah das vorher aus und so nachher. Das ist, meiner Meinung nach, auch schon viel besser. Ihr müsst ein bisschen aufpassen: Wenn ihr zu stark schärft, kann es sein, dass das Bild etwas "rauschig" wird, Störungen werden betont. Es kommt auch immer darauf an, in welcher Auflösung wir uns befinden bzw. wie wird das Bild später verwendet. Ist es vielleicht nur in Webgröße? Dann würde man die Schärfung jetzt gar nicht sehen. Wird es vielleicht voll "ausgeprintet" in einer sehr großen Auflösung? Dann würde man es sehen. Aber dann hat man auch einen Betrachtungsabstand. Von dem her solltet ihr etwas experimentieren, ein kleines Gefühl dafür entwickeln, wie stark ihr schärfen wollt. Ich selbst kann euch ganz ehrlich sagen, dass ich viele Bilder habe, die leicht überschärft sind, weil man meist eh nicht ganz nah ranzoomt und das erkennt. Von weiter her ist es dann immer toll, wenn die Aufnahmen geschärft sind. Merkt euch ruhig mal den Wert "100" und "1 Pixel". Das ist ein guter Start, aber seid auch mutig genug, den einen oder anderen Wert einmal zu erhöhen bzw. etwas zu reduzieren.

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6 Std. 5 min (67 Videos)
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