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Ungarische Notation

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Die "Ungarische Notation" ist eine Methode, um alle Objekte einer Datenbank sinnvoll zu benennen. Diese Notation benennt Objekte mit einem Präfix je nach ihrem Objekttyp. Damit lassen sich viele Fehler schon im Ansatz vermeiden.

Transkript

Sie werden bei mir im Zusammenhang mit Datenbanken - und haben auch schon - immer wieder den Begriff'Ungarische Notation'hören. Auf den will ich kurz eingehen, denn der ist sehr hilfreich - nicht der Begriff, sondern das Konzept dahinter - um Datenbanken übersichtlich und strukturiert aufzubauen. Es betrifft nur die Benennung, aber das ist wichtig genug. 'Ungarische Notation'heißt es, weil es von einem ursprünglichen Ungarn stammt, der hieß Károly Simonyi und ist seit einigen Jahrzehnten Amerikaner. Und weil es offensichtlich für amerikanische Zungen zu schwer auszusprechen war, hat er sich dann Charles Simonyi genannt. Er ist ursprünglicher Mitarbeiter von Microsoft und hat dort auch diese Ungarische Notation entwickelt und hat an der Stelle Pech gehabt, dass es eben nicht die'Simonyi Notation'geworden ist, sondern nur die'Ungarische'. Er hat an einer zweiten Stelle auch nochmal Pech gehabt, berühmt zu werden, denn Sie könnten ihn schon kennen. Sagt Ihnen nichts, der Name? Sehen Sie, wieviel Pech er gehabt hat. Er war nämlich bereits zweimal auf der ISS. Gucken Sie mal: ganz links, das ist er. Und trotzdem ist er damit nicht berühmt geworden. Das muss man sich aber erstmal leisten können, das ist ja nicht ganz preiswert, als Tourist da oben. Aber das ist nicht die eigentliche Leistung, weswegen ich ihn hier erwähne, sondern es geht um die von ihm entwickelte, sogenannte'Ungarische Notation'. Die benennt Objekte mit einem Präfix, je nach ihrem Objekttyp. Wobei ich direkt dazu sagen darf: das, was ich Ihnen hier zeige, ist nicht die originale Ungarische Notation - die ist eigentlich für Programmierung entwickelt worden - sondern eine schon auf Access angepasste, aber durchaus übliche Version. Die funktioniert so, dass wenn Sie zum Beispiel einen Integer-Wert haben für die Anzahl, dann heißt das zugehörige Objekt'intAnzahl'. Das ist ganz typisch, wie man es in der Programmierung sehen würde. Und wenn es ein Long-Wert für die ID gibt, dann würde er'longID'heißen, in 3 Buchstaben abgekürzt. Ich benutze in Feldnamen üblicherweise 5-buchstabige. In der Programmierung darf es gern ein bisschen kürzer sein, 3-buchstabig, wie hier. Und der Übergang zwischen Feldnamen und Programmierung ist sehr, sehr fließend. Also das, was hier ursprünglich für Programmierung und Variablen entwickelt wurde, funktioniert in Access perfekt auch für Feldnamen, Tabellennamen und so weiter. Das ist nämlich der nächste Bereich. Es geht hier gar nicht nur um Feldnamen - um die fast noch am wenigsten - sondern eigentlich um die Benennung der Objekte, die man dann so in Access findet. Zum Beispiel würde eine Tabelle mit Personendaten bei mir nie'Personen'heißen, sondern immer'tblPersonen'. Da kommen Sie gut mit 3 Zeichen aus, sonst habe ich ja immer 5. Das heißt, alle Tabellen kriegen das Präfix'tbl'und es gibt dann entsprechend eine Tabelle tblKunden. Und das sind englische Abkürzungen, also eigentlich käme es von'table'nicht von'Tabelle'und'modAllgemein'ist das'modul'. Deswegen steht auch bei der'Abfrage Kunden'- manche schreiben das Deutsche'abfr'oder irgendwie sowas hin - steht bei mir immer'query': Abfrage auf Englisch. Und das schützt Sie übrigens davor, die'Tabelle Kunden'und die'Abfrage Kunden'gleich benennen zu wollen. Das ist nicht erlaubt. Tabellen und Abfragen werden in Access intern so gleich behandelt, dass die nicht gleichnamig sein dürfen. Wenn Sie aber sowieso tblKunden und queryKunden heißen, dann kann Ihnen das gar nicht passieren. Deswegen ist es mir auch tatsächlich lange Jahre gar nicht aufgefallen, dass das nicht erlaubt ist. Weil das gar nicht in Frage kommt, wenn man mit Ungarischer Notation arbeitet. Und Sie können also einem beliebigen Objekt immer sofort ansehen, welchen Typ es hat. Wenn da steht'frmKunden'weiß ich, aha, ein'form', ein Formular. Ein'rptRechnung'oder'rptKunden'sagt mir: 'rapport'ist ein Bericht. Und das ist das Konzept, was dahinter steckt: Alle Objekte haben ihren Typ, ihren Objekttyp oder auch mal ihren Datentyp im Namen vorne drin stehen. Häufig 3 Zeichen. Wenn es voll wird - das trifft vor allem die Feldnamen später - dann auch gerne schon mal 5 Zeichen. Jedenfalls kann man dem Namen schon ansehen, mit wem man es zu tun hat. Und das erspart einem viele Fehler und erleichtert übrigens die Benennung. Wenn Sie ähnliche Objekte haben, die sich nur im Objekttyp unterscheiden, können Sie die wie'tblKunden'und'queryKunden'und'frmKunden'und'rptKunden'alle zusammenhängend ähnlich oder fast gleich benennen.

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6 Std. 18 min (75 Videos)
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