Berichte schreiben

Umgang mit Zitaten und indirekter Rede

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Dieses Video dreht sich um Formales und Rechtliches rund um das Thema Zitate und direkte wie indirekte Rede. Sie lernen die wichtigsten Regeln rund um korrektes Zitieren, erfahren, wie Sie Zitate sinnvoll einsetzen und weshalb Wortmeldungen in keinem Bericht fehlen sollten.
04:30

Transkript

Zitate sind das Salz in der Berichtsuppe. Sie machen einen Text authentischer, glaubhafter und lebendiger. Sie dienen dazu eine Sachlage zu untermauern, relevante Personen zu Wort kommen zu lassen oder auch Inhalte einzuordnen. Sie müssen keine Zitate in Ihrem Bericht einbauen, aber jeder Bericht gewinnt durch sie an Lebendigkeit. Dabei sollten Sie einige Dinge beachten. Es beginnt bei der Auswahl der Personen, die Sie zitieren wollen. Machen Sie sich also vor dem Schreiben des Berichtes klar, welche Protagonisten für das Thema wichtig sind. Wer ist untrennbar mit dem Thema verbunden oder unmittelbar davon betroffen? Welche verschiedenen Seiten gibt es und wer soll stellvertretend dafür zu Wort kommen? Brauchen Sie vielleicht noch einen weiteren Experten oder Wissenschaftler? Gibt es einen wichtigen Nebenaspekt zu dem jemand anders eine aussagekräftige Wortmeldung machen kann? Gerade wenn Sie in einem Unternehmen arbeiten, achten Sie darauf, dass Sie alle beteiligten Personen oder Abteilungen berücksichtigen. Oft hilft es auch schon, wenn Sie im Vorfeld des Berichtes mit den entsprechenden Personen sprechen. Denn selbst, wenn Sie später nicht oder nur in Form eines indirekten Zitates zu Wort kommen, wissen die Leute, dass ihre Seite mit in dem Bericht eingeflossen ist. Wie finden Sie also passende Zitate? Zitate sollten so stark sein, dass Sie es mit Ihren eigenen Worten nicht besser sagen könnten. Zitate geben spannende Zusatzinfos zu einem Thema und zeigen meist einen neuen Aspekt auf. Die persönliche Wortäußerung ist auch ein schönes Mittel, um eine Grundstimmung im Text zu schaffen, ohne eine eigene Wertung einbringen zu müssen. Denn Zitate erzeugen eine gewisse Distanz. Sie als Autor machen deutlich, woher das Statement oder die Information kommt. Dabei unterscheidet man zwei Arten von Zitaten: Das direkte und das indirekte Zitat. Das direkte Zitat ist ein wunderbares Werkzeug, um authentische Stimmen zum Thema einzufangen und den Leser direkt am Geschehen teilhaben zu lassen. Das direkte Zitat erkennen Sie daran, dass es in Anführungszeichen gesetzt wird. Die verleihen dem Inhalt des Satzes ein Gewicht und zeigen dem Leser, dass an dieser Stelle ein wichtiger Aspekt genannt wird. Zitate, die in Anführungsstrichen stehen, sind übrigens immer Wortlautzitate. Das heißt, dass die zitierte Person den Satz auch exakt so gesagt hat. Da die Rechtslage bei der Verwendung von Zitaten recht streng ist, sollten Sie hier sehr behutsam vorgehen. Grundsätzlich sind Zitate Wortäußerungen und dürfen keinesfalls erfunden, verfälscht, sinnentfremdet oder in falschem Kontext wiedergegeben werden. Nennen Sie, wenn Sie eine Person zum ersten mal im Text zitieren, immer den vollen Namen, seinen Beruf und seine Positionsbezeichnung. So kann der Leser, den darauf folgenden Zitatinhalt gleich einordnen und weiß woher er kommt. Außerdem weiß der Leser dann, warum Sie gerade diese Person zitieren und warum sie qualifiziert ist, zu diesem Thema etwas zu sagen. Nur wenn Ihr Zitatgeber unbedingt anonym bleiben möchte, dann kann man sein Zitat notfalls auch einer Institution, einem Unternehmen, einer Abteilung oder ähnlichem zuschreiben. Formulierungsbeispiele wären hier: "heißt es vom Unternehmen" oder "Vertrauten zufolge". Aber auch hier gilt, Zitate müssen wirklich gesagt worden sein. Bewahren Sie daher Mitschriften, Aufschriebe oder Mails, denen Sie das Zitat entnommen haben unbedingt auf. Die indirekte Rede hingegen, gibt nicht den Wortlaut, sondern sinngemäß den Inhalt von etwas gesagtem wieder. Sie steht immer ohne Anführungsstriche. Allerdings ebenfalls mit Angabe des vollen Namens der Person von der der Satz stammt. Wichtig: Indirekte Zitate stehen immer im Konjunktiv. Auch Teilzitate sind möglich. Etwa wenn Sie nur ein Teil der Information von Ihrem Gesprächspartner mit einfließen lassen wollen. Wichtig hierbei aber auch: Teilzitate dürfen nicht aus dem Kontext gerissen werden. Um unnötigen Ärger im Nachhinein zu vermeiden, empfehle ich Ihnen direkte aber auch indirekte Zitate immer autorisieren zu lassen. Zeigen Sie Ihrem Gesprächspartner daher das Zitat und lassen Sie es sich freigeben. Davon haben alle Seiten etwas. Doch so wichtig Zitate für einen guten Bericht auch sind, verwenden Sie nicht zu viele davon. Ein Text sollte niemals von Zitaten dominiert werden, sie sind auch nicht dazu da Ihre Geschichte zu erzählen. Der Inhalt von Zitaten sollte tatsächlich besonders wichtig oder charakteristisch sein. Dosieren Sie die Anzahl an Zitaten, daher mit Bedacht. Achten Sie auch darauf, dass sich ein Zitat nicht über längeren Passagen zieht. Zwei, drei aussagekräftige Sätze reichen meist schon. Und setzen Sie auch keine Zitate direkt hintereinander, der Leser verliert sonst leicht den Überblick.

Berichte schreiben

Lernen Sie Berichte so zu verfassen, dass sie leicht verständlich sind und die Leser fesseln – von den Vorüberlegungen bis zur Schlussredaktion.

52 min (15 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!