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Mitarbeitern Feedback geben

Umgang mit negativen Reaktionen

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Nicht immer treffe ich auf offene Ohren und Verständnis, wenn ich Feedback gebe. Es gibt verschiedene negative Reaktionen von Mitarbeitern, wenn sie Feedback bekommen. Welche das sein können und wie ich als Führungskraft damit umgehe, wird hier erläutert.

Transkript

Schön wäre es, wenn ich mit meinem Feedback immer auf offene Ohren stoßen würde. Ich gebe Feedback, mein Mitarbeiter freut sich darüber und setzt es gleich um. Leider ist das nicht immer so. Es gibt auch negative Reaktionen auf Feedback. Ich habe Ihnen einige aufgelistet. Negative Reaktionen können zum Beispiel sein: Unverständnis, Zweifel an den Aussagen der Führungskraft, Ablehnung der Verantwortung, Wahrnehmung des Feedbacks als persönliche Beleidigung, Ausflüchte und Ausreden und schließlich das Empfinden, von der Führungskraft bedroht zu werden. Sie sehen das sind ganz unterschiedliche Reaktionen, die wahrscheinlich auch unterschiedlich heftig ausfallen können. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie nicht auf der sachlichen Ebene gründen, sondern ganz überwiegend von Gefühlen geleitet sind. Die erste Aufgabe besteht deshalb darin, den Weg zurück auf die Sachebene zu finden. Aber wie? Vor allem geht es darum, deutlich zu machen, dass die Kritik nicht als persönliche Kritik zu werten ist. Das greift natürlich nur, wenn Ihr Feedback nicht in diesen Bereich fällt. Wenn Sie beispielsweise einen Mitarbeiter für sein Verhalten gegenüber Mitarbeitern oder Kunden kritisieren, dann müssen Sie ihm trotzdem deutlich machen, dass Sie ihn als Person schätzen. Mit anderen Worten: Sie dürfen ihn nicht pauschal kritisieren. Oft kommt es zu negativen Reaktionen, wenn Feedback ausschließlich negativ formuliert wird und wenn der Feedbackgeber Du-Formulierung verwendet anstelle von Ich-Botschaften. Dann fühlt sich der Mitarbeiter direkt angegriffen und zieht sich auf eine Position der Abwehr zurück. Außerdem treten negative Reaktionen dann ein, wenn die Beziehung zu dem Mitarbeiter generell schlecht ist oder wenn der Mitarbeiter stark angespannt ist. Negative Reaktionen sind schließlich auch dann häufig zu beobachten, wenn das Feedback kategorisch formuliert wird. Begriffe wie falsch oder schlecht sollten Sie deshalb vermeiden. Eine gute Möglichkeit, den Mitarbeiter aus seiner Verteidigungshaltung herauszuholen, ist die gezielte Abfrage seiner Position. Ein Beispiel: Sie kritisieren Ihren Mitarbeiter, weil die Präsentation, die er am Vortag gegeben hat, mit Fehlern gespickt war. Einige Zahlen stimmten nicht, Fragen von Zuhörern konnte er nicht beantworten und wichtige Fakten ließ er komplett unter den Tisch fallen. Als Sie ihn darauf ansprechen, kommt als Reaktion nur: "Das stimmt doch nicht, wie kommen Sie darauf?" jetzt könnten Sie in die Details gehen, und ihm die Fehler einzeln aufzeigen. Wenn er aber sowieso schon auf Abwehr eingestellt ist, hilft das zunächst einmal gar nichts. Bitten Sie ihn doch stattdessen: "Schildern Sie mir doch bitte die Präsentation aus Ihrer Sicht. Was ist gut gelaufen, was nicht." Das stößt oft den Denkprozess an und führt den Mitarbeiter zu einer differenzierten Sicht der Dinge. Auch wenn Sie da noch nicht einer Meinung sind, haben Sie eine andere Ausgangsbasis und können Ihre Meinungsunterschiede sachlich klären. Aber was ist, wenn Sie es nicht schaffen die Emotionen beiseite zu räumen und auf die Sachebene zurückzukehren? Dann sollten Sie in Ihrem Sinne genauso wie im Sinne Ihres Mitarbeiters eine Pause einlegen. Beenden Sie das Gespräch und setzen Sie es am nächsten Tag fort, dann haben Sie beide die Chance, sich zunächst einmal wieder zu beruhigen. Sie können darüber nachdenken, wie Sie Ihr Feedback einladender formulieren können, sodass Ihr Mitarbeiter es positiver auffassen kann. Ihr Mitarbeiter kann über Ihr Feedback nachdenken und vielleicht ebenfalls seine Sichtweise ändern. Als letzten Ausweg steht es Ihnen immer noch offen einen Dritten hinzuzuziehen. Um beim Beispiel zu bleiben: Fragen Sie eine dritte Person, die bei der Präsentation ebenfalls anwesend war nach Ihrer Einschätzung. Wenn Sie sich für diese Möglichkeit entscheiden, müssen Sie das aber unbedingt vorher gemeinsam beschließen. Sie dürfen es nicht allein und auf keinen Fall im Verborgenen tun. Das gilt für Sie ebenso wie für Ihren Mitarbeiter, denn auch wenn Sie in Bezug auf Feedback nicht einer Meinung sind, so möchten Sie doch auf jeden Fall vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Mitarbeitern Feedback geben

Lernen Sie, als Führungskraft wirkungsvoll Rückmeldungen an Ihre Mitarbeiter zu geben.

58 min (16 Videos)
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Erscheinungsdatum:29.08.2017

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