Grundlagen der Programmierung: Basiswissen

Umgang mit Leerzeichen

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Die Verwendung von Leerzeichen und Leerzeilen im Quellcode eines JavaScript-Programms hat keine Auswirkung auf die Ausführbarkeit des Programms. Der Programmierer kann diese jedoch nutzen, um den Code übersichtlicher zu gestalten.

Transkript

JavaScript ist eine Programmiersprache wie die meisten anderen übrigens auch der es völlig egal ist, ob Sie Leerzeilen in Ihrem Programm verwenden, ob Sie mit Tabulatoren arbeiten, oder ob Sie innerhalb oder außerhalb Ihrer Statements Leerzeichen verwenden. Sie können also auch das hier schreiben, und JavaScript wird diesen Quelltext exakt gleich interpretieren wie den, den wir eben gesehen haben ohne diese Tabulatoren und Leerzeichen. Sie können sogar Ihren Quelltext komplett in nur einer einzigen Zeile schreiben. Auch das wird JavaScript richtig und genau so interpretieren wie den Quelltext, den wir eben gesehen haben. Das machen sich auch Programmierer und Programmiererinnen in dem Moment zunutze, in dem Sie große Dateien über das Internet sehr schnell verteilen möchten. Denn wenn ich auf die Leerzeichen und auf die Leerzeilen verzichte, erspare ich mir etwas Dateigröße und das kann dafür sorgen, dass diese Sachen schneller verteilt werden. Gleichwohl bedeutet das natürlich, dass für einen menschlichen Programmierer der Quellcode schwieriger zu lesen ist und deswegen machen das die meisten auch nicht. Sie können innerhalb des Statements diese Leerzeichen verwenden soviel Sie möchten, solange es mindestens eins ist. Also das hier "vara=5", das geht nicht. Warum ist das so? Weil JavaScript in dem Falle hier nicht erkennt: Wo hört denn das Schlüsselwort auf und wo beginnt der eigentliche Variablenname? Und JavaScript sucht in diesem Beispiel hier nach dem Schlüsselwort "vara", das findet es nicht. Und entweder würde JavaScript dann abbrechen, oder in dem Falle hier eben so tun, als wäre der Variablenname "vara" und mit dem eben weiter arbeiten, und dann führt das zu einem unerwarteten Verhalten, gelinde gesagt, wenn wir hier das Leerzeichen nicht haben. Hier muss es auf jeden Fall rein. Wo Sie es rausnehmen können, das ist am Ende dieses Variablennamens und das liegt daran, dass ein Variablenname in JavaScript ausschließlich aus Buchstaben und aus Zahlen und dem Dollarzeichen und dem Unterstrich bestehen darf, aber eben nicht aus Gleichheitszeichen. JavaScript erkennt in dem Moment, in dem ein Gleichheitszeichen kommt: Da muss der Variablenname zu Ende sein, und würde dieses Statement hier auch richtig interpretieren. Gleichwohl hat es sich eben eingebürgert, dass man zwischen einzelnen Bestandteilen eines gesamten Statements immer ein Leerzeichen hat, um das einfach auch besser lesbar machen zu können. Am Ende eines Statements, wo ja dann dieser Strichpunkt ist, da hat man in den meisten Fällen kein Leerzeichen mehr. Das ist genauso wie bei natürlicher Sprache. Wenn wir die schreiben, schreiben wir am Ende eines Satzes den Punkt auch direkt ans letzte Wort heran und machen hier nicht noch mal ein Leerzeichen. Das hat sich also nicht eingebürgert. Richtig oder richtig interpretiert werden würde es aber auch in jedem Fall schon. Wo Sie auch kein Leerzeichen machen dürfen, das ist innerhalb dieses doppelten Pluszeichens oder innerhalb dieses doppelten Minuszeichens. Dieses doppelte Pluszeichen, das ist eine Kurzform für folgendes Statement: "a=a+1", das heißt, ich möchte innerhalb dieser Variable fünf die einfach um eins erhöhen, sodass dann später da eine sechs steht. Wenn mir das zu viel Tipparbeit ist, kann ich das einfach abkürzen mit "a++". Und dieses "++" das ist das eigentliche Statement, da darf ich zwischendrin kein Leerzeichen haben, denn sonst wären es ja zwei Statements. Das heißt das hier würde gehen: "a ++", aber dieses doppelte "++"-Zeichen, das ist ein eigenes Wort quasi und das darf ich nicht nochmal genauer auftrennen. Schauen wir uns das Ganze mal an. Mit "alert(a)" lasse ich mir den Inhalt dieser Variablen ausgeben. A ist hier oben fünf, b, c interessiert uns hier nicht, mit "a++" wird das Ganze um eins erhöht auf sechs, und das lassen wir uns ausgeben. Ich speichere diese Datei mal ab. Und dann schauen wir uns das Ganze im Container an. Und hier haben wir genau diese sechs, die wir erwarten. Und wenn wir jetzt hier zwischenrein ein Leerzeichen machen, dann werden wir hier ein unerwartetes Verhalten haben. "Sichern", dann nehmen wir den Container, und wir sehen hier gar nichts mehr. Warum? Weil JavaScript damit gar nichts anfangen kann, mit einem Fehler das gesamte Programm eben abbricht. Deswegen sind hier eben keine Leerzeichen erlaubt innerhalb dieses "++"-Statements. Wo Leerzeichen natürlich auch etwas ganz Besonderes machen, das ist innerhalb von Zeichenketten. Das haben wir hier unten. Wenn ich hier reinschreibe "Wie ist Ihr Name?" und ich mache hier mehrere Leerzeichen rein, dann wird natürlich diese komplette Zeichenkette, die hier innerhalb dieser Anführungszeichen steht, natürlich auch so dargestellt werden, wie ich das haben möchte, mit dieser entsprechenden Anzahl an Leerzeichen. D.h., hier kann ich das nicht machen, dass ich einfach hier Leerzeichen einfüge, wie ich das für richtig halte, oder für besser lesbar halte. Was mache ich denn, wenn ich hier mehrere Zeilen schreiben möchte, also "Wie ist", und "ihr Name?" in eine neue Zeile? Dann würde man normalerweise erwarten, dass das kein Problem ist, denn ein Statement hört ja erst bei einem Strich-Punkt auf, und Leerzeilen dazwischen ist gar kein Problem. Das funktioniert aber so leider dennoch nicht. Ich muss eine neue Zeile anders schreiben. Das mache ich, indem ich innerhalb dieser Zeichenkette einen Rückwärtsschrägstrich schreibe, und dahinter ein "n" setze. Dieses "n" ist die Abkürzung für das englische Wort "newline", also eine neue Zeile möchte ich beginnen. Und mit diesem Rückwärtsschrägstrich da habe ich diesen Buchstaben "n" maskiert. Das bedeutet, ich möchte an dieser Stelle gar nicht, dass der Buchstabe "n" gezeigt wird, sondern - Achtung - nach diesem Rückwärtsschrägstrich, da folgt ein ganz besonderer Character, ein besonderer Buchstabe, der eben nicht als Buchstabe interpretiert werden soll, sondern als besonderer Befehl. In dem Fall eben, hier eine neue Zeile zu schreiben. Schauen wir uns das Ganze mal an. Das Leerzeichen mache ich weg, am Ende einer Zeile brauche ich es nicht. Dann habe ich hier dieses zusammengehörige Zeichen, dieses "newline"-Zeichen, und das Ganze soll in einem Fenster ausgegeben werden. Ich speichere das Ganze mal ab und dann schauen wir uns das an, was da passiert. Und dann sehen Sie: "Wie ist" "Ihr Name?". Schreibe ich hier mal "Thomas" hinein, klicke auf "OK", und dann habe ich das hier direkt stehen: "HalloThomas", ohne Leerzeichen dazwischen. Warum ist das so? Wenn wir uns den Quelltext hier genauer anschauen, dann sehen Sie, dann wird der Name, den der Benutzer hier mit Prompt eingibt, in die Variable gespeichert mit dem Wort "Name". Dann wird hier eine neue Variable erzeugt, die heißt "message". Und die bekommt gleich diesen Zeichenkettenwert "Hallo", und mit "alert" wird dann "message" direkt an "Name" ausgegeben. Diese Leerzeichen zwischen diesen einzelnen Statements, also zwischen "message" als Variablennamen, dem Pluszeichen, das dafür sorgt, das beide Zeichenketten einfach verbunden werden, die interessiert ja JavaScript gar nicht, das heißt die existieren auch später in der Ausgabe nicht. Wenn ich also nach diesem "Hallo" ein Leerzeichen haben möchte, dann muss ich es als Teil dieser Zeichenkette hier eintragen, also "Hallo ". Und wie viele Leerzeichen ich hier unten mache, das ist völlig zweitrangig. Ich speichere das Ganze. Und wenn ich jetzt noch einmal meinen Namen hier eingebe, auf "OK" klicke, dann sehen Sie eben "Hallo" und ein Leerzeichen und "Thomas". Sie haben also gesehen, wie JavaScript mit Leerzeichen umgeht, mit neuen Zeilen, mit Tabulatoren. Und bei großen Programmierprojekten, da lohnt es sich, einzelne, sinnvolle Blöcke voneinander durch Leerzeichen z.B. zu trennen, oder auch, wenn Sie manche Bereiche haben, die Sie mit einem Tabulator einrücken möchten, einfach um als menschlicher Programmierer, als Mann oder als Frau eben, hier diesen Quelltext besser lesen zu können.

Grundlagen der Programmierung: Basiswissen

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5 Std. 38 min (64 Videos)
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