Calvinize V

Umfärben von kräftigen Farben

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Haben Sie bereits eine kräftige Farbe als Ausgangspunkt, lässt sich diese auch leicht in einer anderen Farbe färben. Sehen Sie Calvin Hollywood zu, wie er diese Technik einsetzt.

Transkript

Nun möchte ich euch zeigen, wie man aus einer Farbe eine andere Farbe machen kann, also wie man quasi etwas umfärbt. Die Voraussetzung dafür ist, dass ihr schon eine kräftige Farbe habt, es geht also jetzt nicht darum, wie man Grau zu Rot macht, sondern eher eine kräftige Farbe zu einer anderen kräftigen Farbe. Und ich werde das jetzt zweimal zeigen. Im ersten Beispiel etwas theoretischer, und im zweiten Beispiel etwas mehr praxisbezogener. Wir fangen nun bei der Dame hier unten an, indem wir uns einfach mal als Ziel uns setzen, das sie einfach ein anderes Oberteil hat, also quasi eine andere Farbe. Das Blau sieht ganz schön aus, aber wir hätten vielleicht gern ein Rot. Und die folgenden Schritte, die ihr machen müsst, sind diese. Schritt Nr. 1. Ihr braucht eine Auswahl von dem Bereich, den ihr verändern wollt. Ihr könnt natürlich jetzt schon ein Werkzeug nehmen und dann versuchen, ins Bild zu klicken, und dann diesen Farbton zu verändern. Das kann funktionieren. Ich selbst mach zuerst eine grobe Auswahl. Und sag dann Photoshop in dieser groben Auswahl „Bitte nur folgenden Farbton ändern“. So das ist das Prinzip, das quasi dahinter steht. Ich habe jetzt quasi eine Auswahl erstellt. Und wenn ich jetzt eine Einstellungsebene hier anwende, dann wird sich diese automatisch nur auf diese Auswahl auswirken. Ich klicke mal auf diese Einstellungsebene, dann seht ihr, es wurde eine Maske erstellt, und diese Maske besagt eben: OK, Kelvin, ich habe gesehen, du hast eine Auswahl erstellt, und darauf wird es nun angewandt. Wenn ich jetzt also in diese Einstellungsebene reingehe, und z.B. alle Farbtöne verändere, dann wird sich natürlich auch der Hintergrund verändern, die Hauttöne und vieles mehr. Wie bereits erwähnt, möchte ich nicht alle Farbtöne verändern in dieser Auswahl, sondern nur einen speziellen, nur diesen Blauton. So klicke ich jetzt auf die Blautöne. Wenn ich jetzt diesen Regler verändere, dann bekomme ich ein schon viel besseres Ergebnis. Ein noch besseres Ergebnis bekommen wir, wenn wir Photoshop ganz klar zu erkennen geben, wie Blau aussieht. In diesem Fall haben wir ein Oberteil, und ich denke mal, ihr seht hier, wie Photoshop unter Blau versteht, das ist zwischen diesen zwei Balken, das kommt schon ganz gut hin. Wenn ihr 100% sicher gehen wollt, klickt hier diese Pipette an und klickt einmal auf diesen Blauton. Und dann sehr ihr gleich, wie dieser Balken sich leicht verschiebt. Ich habe geklickt, und jetzt ist Photoshop ein bisschen nach links gegangen, er hat erkannt: Ach so, Kelvin, so sieht Blau für dich aus, kein Problem. Das macht immer dann Sinn, wenn man mal nicht den exakten Farbton trifft, der hier vielleicht schon vorgegeben ist. Das nehmen wir gleich im zweiten Beispiel. Ja, und jetzt kann ich den Farbton verschieben, ich nehme jetzt z.B. mal ja so rotes Oberteil, und dann merken wir ja, dass sich der Hintergrund auch verändert hat, weil das eben auch in diesem ausgewähltem Bereich drin ist, und weil der Hintergrund auch ein Paar Blautöne enthält. Das können wir jetzt korrigieren, indem wir einen dieser beiden Regler rechts oder links hier ranziehen, denn dieser Regler und dieser Regler – das ist die sogenannte Toleranz. Also da sagt Photoshop: OK, Kelvin, du willst zwar Blautöne umfärben, aber ich gebe dir noch ein bisschen Toleranz mit, ein bisschen Farbabweichungen, damit das Ergebnis besser wird. Und jetzt sehen wir, dass der Hintergrund, diese Hintergrundfarbe in dieser Toleranz drin liegt. Also alles, was wir jetzt machen müssen – wir müssen nur diesen Regler heranschieben, bis die Konturen hier quasi sauber sind. Und dann hat man quasi das Oberteil umgefärbt, und das eigentlich relativ gut und vor allen Dingen auch relativ schnell. Soviel erst einmal zur Theorie. Wir machen das Gleiche noch mal bei dem hier ober, indem wir sein Oberteil auch umfärben, und dabei gehe ich etwas mehr in die Praxis. Ja, ihr habt gerade in der Theorie gesehen, wie einfach das Ganze sein kann, wenn man mal weiß, an welchem Regler man ziehen muss. Ich will euch nun ein Paar Praxistipps geben. Und da werde ich nun einmal sein Oberteil noch mal umfärben. Und ich beginne wieder mit der Auswahl. Hier ist mein erster Tipp, dass ihr dann doch schon versucht, eine möglichst genaue Auswahl zu erstellen, indem ihr wirklich mal die Finger entlang geht. Und – ja, man braucht ja nicht mit dem Schnellauswahlwerkzeug nur das Oberteil auszuwählen. Kann man auch machen, aber dann würde ich die Auswahl noch ein bisschen vergrößern um etwa 10 bis 20 Pixel. So, nach der Auswahl kommt die neue Einstellungsebene, wir gehen als erstes in meinen Farbton. Und ihr könnt jetzt theoretisch auch jetzt sagen, ihr möchtet die Grüntöne. Und dann – und dann einfach mit der Pipette ins Bild klicken und sagen: Photoshop, so sieht Grün aus. Ich empfehle euch dennoch erst einmal zu schauen, welche Farbtöne sehr ähnlich sind, also wenn wir die Rottöne nehmen, und den inneren Bereich mal mit dem Oberteil vergleichen, dann sehen wir: na ja, es ist nicht genau das gleiche, jetzt geben wir mal die Magentatöne, das sieht auch schon besser aus, ist aber noch nicht perfekt. Daher nehme ich jetzt die Pipette. Jetzt müssen wir schauen, wo wir den Bereich aufnehmen. Und hier empfehle ich euch, dass ihr im Aufnahmebereich nicht nur einen Pixel nehmt. Denn wenn ihr genau auf einen Pixel klickt, der vielleicht nicht dieser Farbe entspricht, weil da vielleicht ein kleiner Fleck war, dann kann es sein, dass ihr nicht zu den besten Ergebnissen kommt. Daher nehmt beim Aufnahmebereich zumindest mal mindestens fünf Pixel. Und da klicke ich nun mal hin und da sehe ich es gleich, dass es sich verändern wird. So, jetzt haben wir schon die perfekte Farbe und können den Farbton problemlos ändern, vielleicht in so einen Blauton. Und auch hier seht ihr wieder, dass die Hände mit umgefärbt wurden. Und jetzt einfach wieder prüfen, rechter Toleranzregler, linker Toleranzregler am linken Sedia. Das ist nicht der Hautton, der mit umgefärbt wurde, der Hautton steckt irgendwo hier in den Rot- bzw. Orangetönen. Und jetzt kommt der nächste Tipp in der praktischen Anwendung. Wenn ihr diesen Toleranzregler ran schiebt, berührt nicht diesen Balken und schiebt den dann weiter. Dann kann das Ergebnis schlechter werden, also geht wirklich ganz langsam und vorsichtig ran, bis ihr seht, dass dieser Hautton relativ sauber ist. Ihr werdet nun mal merken, dass es ganz perfekt nicht immer geht. Wenn wir uns jetzt näher ran zoomen, dann sieht man auch, dass das Kaugummi vielleicht noch leichte Reflexion beinhaltet, und gerade hier am Daumen und an der Hand – da müsste man jetzt noch etwas nachbessern. Also diese Technik ist wirklich super. Und bevor ich hier eine perfekte Auswahl erstelle, bessere ich lieber nachträglich noch ein-zwei Minuten nach. Dennoch würde ich nicht schlampig arbeiten und würde mir die Zeit auch wirklich nehmen, auch wenn es vielleicht ein anderer nicht erkennen würde, wenn ich hier dann mit dem Pinsel rangehe und einfach da noch ein bisschen nachbessere. Mit schwarzer Vordergrundfarbe male ich jetzt und die kann da ruhig hier etwas härter, dass ich etwas näher an die Kante rangehen kann. Und hier kann ich noch problemlos korrigieren, ihr seht, da habe ich mich etwas darüber hinaus gemalt- Also muss man schon ein bisschen vorsichtig sein. Da kommt es natürlich auch ein bisschen drauf an, für was ist dieses Bild. Ist es für ein Web, sieht man es später überhaupt, aber ich sag ja, diese kleinen Korrekturen, die kann man problemlos in Kauf nehmen. Was können wir jetzt noch machen? Da hat man eigentlich schon ein relativ gutes Ergebnis. So. Dann zoomen wir uns mal wieder heraus, wenn man jetzt sagt, man möchte dieses Kaugummi jetzt auch umfärben. Da muss man eben wirklich ganz nah rangehen. Und vielleicht wirklich hier auf den Pixel rangehen und dieses Kaugummi dann ein bisschen von diesen blauen Reflexionen befreien. Ich finde das jetzt nicht notwendig, das wird später kein Mensch feststellen. Ich nutze diese Technik auch meistens nie, um etwas komplett umzufärben, meistens mutze ich sie dann doch dafür, dass ich einen Farbton habe und den vielleicht so ein bisschen „fine tune“. Man könnte ihn theoretisch umfärben, aber ich empfehle eher, dass man so ein bisschen die Farbigkeit anpasst. Was ihr übrigens auch machen könnt, falls ihr es mal braucht, könnt ihr auch die Sättigung reduzieren. Und ihr könnt hier auch die Helligkeit runternehmen, da habt ihr nun ein schwarzes Oberteil. Mit Weiß geht es leider nicht, das seht ihr schon, es geht allerhöchstens Hellgrau, aber, ja der Bereich mit dem schwarzen Oberteil ist vielleicht auch manchmal ganz interessant. Und so empfehle ich euch eine Praxis, wenn ihr mal ein kräftiges Oberteil habt, selbst wenn ihr es nicht umfärben wollt, testet es doch einfach mal, wie es aussehen würde mit einer anderen Farbe. Und achtet da auch ein bisschen auf die Stimmigkeit in Bildern. Also das mache ich genau so, ich achte immer darauf, ja, könnte dieses Oberteil vielleicht mal auch in Gelb, Grün gut aussehen, hat er vielleicht eine grüne Augenfarbe, grüne Schuhe wo es dazu passt, und so bringe ich eine Farbharmonie in meine Bilder.

Calvinize V

Lassen Sie sich die 50 besten Tipps und Photoshop-Techniken von Calvin Hollywood rund um die Themen Body- und Porträtretusche, Looks, Lichteffekte, Farbspiele uvm. erklären.

6 Std. 57 min (50 Videos)
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