VMware vSphere 5.5 Grundkurs

Überblick über VMware vSphere 5.5

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Dieses Video-Training dreht sich um VMware vSphere und VMware vCenter Suite. Diese Produkte bilden den Kern der Betrachtung.
10:12

Transkript

In unserem Seminar werden wir uns den Produkten VMware vSphere und VMware vCenter Suite nähern. Diese Produkte bilden den Kern unserer Betrachtungen. VMware vSphere ist unser Hypervisor System, während VMware vCenter das System ist, das unser Hypervisor System bzw. unsere Hypervisor Systeme steuert. Auf einige Begriffe, welche in dieser Folie genannt sind, werde ich eingehen, weil diese uns im Laufe des Seminars immer wieder begegnen werden. Folgendes sei erwähnt: Infrastructure Services: ESX und ESXi Wir werden uns nur mit dem ESXi Server befassen. Der ESX Server ist abgekündigt worden und wurde nur bis Version 4.1 entwickelt. Ab der Version 5.0 steht für VMware nur noch der Hypervisor ESXi zur Verfügung. DRS und DPM Es handelt sich um Ressourcenverwaltungskomponenten, welche unter anderem für Lastenausgleich (DRS) und Power Management (DPM) sorgen. Memory overcommit vSphere ermöglicht es, dass die virtuellen Systeme mehr Ressourcen belegen können als von der Hardware tatsächlich zur Verfügung gestellt wird. Fakt ist, dass die Systeme nicht immer Ihre zugewiesenen Ressourcen, wie Storage, CPU oder Arbeitsspeicher voll auslasten. Somit können auf einem vSphere Hypervisor mehr virtuelle Systeme existieren, das heißt gehostet sein, als diese in Summe zugewiesen bekommen haben. VMFS (VMware File System) Dieses Dateisystem sorgt für eine sinnvolle und auch wirtschaftliche Auslastung des zur Verfügung stehenden Plattenplatzes, das heißt - des Storages. Durch Thin Provisioning wird vorhandener Plattenplatz sinnvoll genutzt und nicht unnötig verschwendet. Thin Provisioning ermöglicht es nur den Platz zur Verfügung zu stellen, der auch wirklich gebraucht wird. Auch wenn tatsächlich deutlich mehr Platz der virtuellen Maschine zugewiesen worden ist. Aus der Praxis weiß man, dass der Plattenplatz nie vollständig belegt ist. Wenn also eine virtuelle Festplatte mit einer Größe von 200 GB bereitgestellt wird, aber der Betreiber der virtuellen Maschine davon nur 20 GB tatsächlich nutzt, so sorgt Thin Provisioning dafür, dass die virtuelle Platte tatsächlich auch nur 20 GB auf dem Storage System belegt. Die virtuelle Platte kann aber bis zu Ihrem gebuchten, das heißt provisionierten Wert von 200 GB anwachsen. In diesem Fall ist aber auch Vorsicht geboten. Dort wo Thin Provisioning eingesetzt wird, muss die Auslastung und Überprovisionierung überwacht werden. Storage I/O Control Mit Storage I/O Control werden Input/Output-Vorgänge für virtuelle Maschinen auf Storage-Ebene priorisiert. Die Lösung erweitert die bekannten Freigaben und Beschränkungen für die CPU und den Arbeitsspeicher, um eine optimale Storage-Auslastung durch die dynamische Zuweisung der Input/Output-Kapazität in Anubis für Host Cluster zu erreichen. Storage I/O Control kann die Überwachung der Geräte-Latenz aktivieren, die Hosts bei der Kommunikation mit diesem Data Store erhalten. Wenn die Latenz einen festgelegten Schwellwert überschreitet, wird die Funktion aktiviert, um die Überlastung zu beheben. Jeder virtuellen Maschine, die auf den Data Store zugreift, werden dann je nach ihrem Anteil Input/Output-Ressourcen zugewiesen. Network I/O Control Konfigurieren Sie mit Network I/O Control Regeln und Richtlinien auf der Ebene von einzelnen virtuellen Maschinen. Und sorgen Sie dafür, dass geschäftskritischen Anwendungen stets Eingabe/ Ausgabe-Ressourcen zur Verfügung stehen. Network I/O Control überwacht das Netzwerk. Wenn Engpässe festgestellt werden, werden Ressourcen automatisch den Anwendungen mit höchster Priorität zugeteilt, wie in Ihren Geschäftsregeln festgelegt. Der vSphere Distributed Switch bietet eine zentrale Oberfläche, über die Sie Zugriffswechsel für virtuelle Maschinen für das gesamte Rechenzentrum konfigurieren können, diese auch überwachen und verwalten. Der vSphere Distributed Switch wird im vCenter verwaltet. Und nun zu den Application Services. Kommen wir zu vMotion. vMotion ist die Live-Migrationsfunktion. Diese Funktion von vSphere ermöglicht die Migration virtueller Maschinen im laufenden Betrieb von einem physischen ESXi Server auf einen anderen ESXi Server ohne Ausfallzeiten. Die virtuelle Maschine behält Ihre Netzwerkkennung und Ihre Verbindungen bei, sodass ein nahtloser Migrationsvorgang gewährleistet ist. Der aktive Speicher und der exakte Ausführungszustand der virtuellen Maschine werden über ein Hochgeschwindigkeitsnetzwerk übertragen. Die Minimalvoraussetzung für ein vMotion-Netzwerk sind Ein-Gigabit-Full-Duplex, was einen schnellen Wechsel von der Ausführung der virtuellen Maschine auf dem vSphere-Quellhost zur Ausführung auf dem vSphere-Zielhost gestattet. Die Optimierung der virtuellen Maschinen in den Ressourcenpools erfolgt automatisch. Hardwarewartung ist ohne Ausfallzeiten und Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs möglich. Virtuelle Maschinen können von Servern mit Fehlfunktion oder mangelhafter Performance verschoben werden. Storage vMotion Live-Migration der Festplattendateien virtueller Maschinen ohne Unterbrechung. Die unterbrechungsfreie Migration der Festplattendateien virtueller Maschinen zu unterschiedlichen Storage-Klassen sorgt für ein kosteneffektives Management der VM-Festplatten. Führen Sie Storage-Migration ohne Ausfallzeit bei vollständiger Transaktionsintegrität durch. Migrieren Sie die Festplattendateien virtueller Maschinen, die unter einem beliebigen unterstützten Betriebssystem ausgeführt werden, auf beliebige unterstützte Serverhardware. Führen Sie die Live-Migration der Festplattendateien virtueller Maschinen in jedem von vSphere unterstützten Fibre Channel-SAN-, iSCSI-SAN- und NFS-Storage-System durch. HA oder auch genannt High Availability HA ermöglicht die Minimierung von Ausfallzeiten aufgrund von Server- und Hypervisor-Systemausfällen. Primär werden vSphere-Hosts und virtuelle Maschinen überwacht, damit Hardwareausfälle bei ESXi Servern und Betriebssystemausfälle der virtuellen Maschinen rechtzeitig erkannt werden. HA ermöglicht den Neustart von virtuellen Maschinen auf anderen vSphere-Hosts im Cluster ohne manuelles Eingreifen bei einem ESXs Server-Ausfall. Somit reduzieren sich die Ausfallzeiten für Anwendungen durch automatischen Neustart von virtuellen Maschinen bei Erkennung eines Betriebssystemausfalls. In diesem Fall der Ausfall eines Hypervisor Systems. Auch ist es möglich Anwendungen zu schützen, die sonst über keinen anderen Failover-Mechanismus verfügen und anderenfalls möglicherweise ungeschützt werden. Fault Tolerance Fault Tolerance bietet die kontinuierliche Verfügbarkeit für Anwendungen ohne Datenverlust bei Serverausfall. Es gibt jedoch Einschränkungen bei Systemen, welche durch Fault Tolerance abgesichert werden. Zum Beispiel kann eine virtuelle Maschine, welche durch Fault Tolerance gesichert wird, nur über eine virtuelle CPU verfügen. Ausgerechnet Maschinen, wo die Störungen durch Fault Tolerance sinnvoll minimiert werden können, sind in der Regel kritische Systeme mit ressourcen-hungrigen Applikationen, wo unter anderem mehrere virtuelle CPUs ein Muss sind. Somit ist dieses Feature meiner Ansicht nach wenig praxisrelevant. VMware hat angekündigt, dass in der Version vSphere 6.0 bis zu vier virtuelle CPUs durch Fault Tolerance unterstützt werden. Data Recovery oder Data Protection Dieses Produkt sichert ganze virtuelle Systeme oder einzelne Platten und stellt diese wieder her. Gesichert wird in diesem Fall auf Platten, auf Bändern ist nicht möglich. vShield Zones bzw. vShield and Point oder auch VMSafe Mit diesem Feature werden Antiviren- und Anti-Malware-Funktionen in eine sichere Virtual Appliance ausgelagert, welche die Aufgabe haben, die virtuellen Maschinen zu schützen. Auf den virtuellen Systemen selber müssen keine Virenscanner mehr installiert werden. Sobald eine neue virtuelle Maschine von vShield and Point erkannt wird, ist diese geschützt. Da es in der VM keinen Virenscanner mehr gibt, der erst einmal auf den aktuellen Stand gebracht werden muss, haben sogenannte Zero-Day-Exploits keine Chance mehr. DRS: Distributed Resource Scheduler Diese Eigenschaft ermöglicht den Lastenausgleich innerhalb von vSphere-Clustern. DRS sorgt für eine optimale Versorgung der virtuellen Systeme mit Prozessorressourcen und Systemspeicherressourcen, welche in Form von Ressourcenpools priorisiert werden können. Gekoppelt an der Eigenschaft vMotion ist die Bereitstellung neuer Kapazitäten für einen Cluster ohne Serviceunterbrechung möglich. Das heißt, die automatische Migration virtueller Maschinen von einem ESXi Host zu einem anderen ESXi Host während der Wartung ist ohne Serviceunterbrechung zu schaffen. Etwaige aufwendige Wartungsfenster an den ESXi Servern können somit während der normalen Geschäftszeit durchgeführt werden. Soviel zur Begriffsklärung und Übersicht über das Produkt VMware vSphere 5.5.

VMware vSphere 5.5 Grundkurs

Lernen Sie, eine VMware vSphere-Infrastruktur aufzubauen und die zahlreichen Komponenten (z.B. ESXi-Server, vCenter, Storage) zu installieren, zu konfigurieren und zu betreiben.

4 Std. 5 min (51 Videos)
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Erscheinungsdatum:12.02.2015

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