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Rechtsgrundlagen für Blogger und Online-Redakteure

Überblick über und technische Grundlagen des Domainrechts

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Wie sehen die technischen Basics einer Domain aus und was genau kann juristisch problematisch werden?

Transkript

Manche müssen über den Namen für ihren Blog gar nicht lange nachdenken. Andere wiederum feilen Stunden, Tage oder gar Wochen lang an einer passenden Domain. In jedem Fall muss der Domainname letztlich zum Betreiber, zum Inhalt, zur Zielgruppe oder auch zum angestrebten Zweck des Blogs passen. Hat man erst einmal eine gute Idee, will man natürlich auch so schnell wie möglich zur Tat schreiten. Allerdings ist es viel besser, wenn man zuvor den juristischen Aspekten Beachtung schenkt. Eine Domain kann als Adresse eines Servers angesehen werden. Sie wird technisch als Uniform Resource Locator, kurz URL bezeichnet. Damit alle Anfragen im Internet auch tatsächlich beim richtigen Server landen, gibt es die sogenannte IP-Adresse. Diese besteht aus vier Ziffernblöcken, die jeweils durch Punkte getrennt sind. Zum Beispiel 37.157.252.24 IP-Adressen sind eindeutig einem Internetanschluss bzw. einem Server zugeordnet. Um die Eingabe etwa im Browser zu erleichtern, werden die IP-Adressen mit Hilfe der sogenannten Domain Name System Server kurz DNS-Server, in einfache, leichter zu merkende Bezeichnungen übersetzt. Das wiederum ergibt die Domains. Diese sind prinzipiell wie folgt aufgebaut: http://www.linkedin.com Die einzelnen Bestandteile werden dabei jeweils durch Punkte voneinander getrennt. "http", das ist die Abkürzung für das Hypertext Transfer Protocol, also eine Technik zur Darstellung von Internetseiten auf Computern. "://" ist ein technisch bedingtes Trennzeichen. "www", dabei handelt es sich um die Bezeichnung des Webservers, zum Beispiel eben "www" für World Wide Web, die sogenannte Third-Level-Domain. "Linkedin", das ist der eigentliche Domain Name, die sogenannte Second-Level-Domain. Und ".com", das ist die Domainendung, die sogenannte Top-Level-Domain. Aus juristischen Blickwinkel bestehen die meisten Probleme bei der Secnd-Level-Domain, also beim eigentlichen Domainnamen, sowie in manchen Fällen auch bei der Top-Level-Domain. In aller Regel geht es bei Domain-Streitigkeiten letztlich um den Bereich des Namens- oder auch des Markenrechts. Bisweilen spielt das Wettbewerbsrecht ebenfalls eine Rolle. Während rein private Blogs weder das Marken- noch das Wettbewerbsrecht beachten müssen, gilt für sie jedenfalls auch das Namensrecht. Im Domainrecht gilt der sogenannte Prioritätsgrundsatz: "first come, first serve". Wer also zuerst kommt, mahlt zuerst. In Ausnahmefällen hat der "Verlierer" des Rennens um eine Domain eine bessere Rechtposition als derjenige, der die betreffende Domain registrieren konnte. dies hat der Bundesgerichtshof, kurz BGH, in seinem fast schon berühmten shell.de-Urteil festgelegt. Denn nach Auffassung der BGH-Richter kommt es neben dem Prioritätsgrundsatz auch auf etwaige Namens- oder Markenrechte sowie auf die Erwartungshaltung potenzieller Website-Besucher an. Beim Ansteuern der Internetseite www.shell.de erwartet die überwiegende Mehrzahl der Besucher den Auftritt des internationalen Großkonzerns Shell, und nicht den irgendeiner Privatperson vorzufinden. Bei dem BGH-Urteil handelt sich jedoch um eine ganz klare Ausnahmeentscheidung. Vorrang hat regelmäßig das Prinzip "first come, first serve".

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Machen Sie sich mit den wichtigsten juristischen Eckpunkten im Redaktionsalltag vertraut.

1 Std. 25 min (30 Videos)
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Erscheinungsdatum:22.02.2017

Dieses Video-Training berücksichtigt die Rechtslage in Deutschland und an gekennzeichneten Stellen in der Schweiz und in Österreich bis einschließlich September 2016. Es soll für die angesprochenen Rechtsbereiche sensibilisieren und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen. Eine Einzelfall-bezogene ausführliche Beratung durch einen hierauf spezialisierten Anwalt wird hierdurch nicht ersetzt.

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