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Kanban – Grundlagen

Überblick über einen Kanban-Prozess

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Ein vollständiger Kanban-Prozess wird auf dem Board im Schnelldurchlauf gezeigt.

Transkript

In diesem Film wollen wir uns Kanban einmal im Schnelldurchlauf nähern. Das heißt, wir wollen uns einmal anschauen, wie so ein Kanban Prozess funktioniert und welche Elemente er hat. Wir brauchen am Anfang gemäß dem ersten Kanban Prinzip 'Workflow visualisieren' ein Board, auf dem wir den Workflow von links nach rechts visualisieren können. Das heißt, wir brauchen dort beispielsweise Spalten für den Prozessschritt Backlog, das ist der erste Schritt. wo ich Aufgeben hinein tun kann, die ich dann später in einen weiteren Prozessschritt gebe, damit ihn Arbeiter abarbeiten können. Der zweite Prozesschritt, der dritte, der vierte und der fünfte. Wir haben dort das Backlog am Anfang, dann beispielsweise ein ToDo im nächsten Schritt kommt das Development dann vielleicht Testing und am Ende verdienen wir Geld mit unserer Arbeit. Nun können wir Aufgaben in unser System geben. Beispielsweise haben wir fünf Aufgaben, die in diesem System enthalten sein können Aufgabe 1, 2, 3, 4 und 5. Ein Projektmanager kommt nun zu diesem Board und entscheidet: Wunderbar, ich möchte bitte die Aufgaben 1 und 2 so in die ToDo Spalte geben, dass Arbeiter sie abarbeiten können. Das heißt, er wird einfach hierüber die Karten geben und dann entscheiden: Die zwei Karten können abgearbeitet werden. Die Entwickler können sich nun diese Karten ziehen und an den Aufgaben entwickeln. Der Projektleiter kommt wieder zur ToDo Spalte, stellt dort neue Aufgaben ein, Und so werden am Ende alle Aufgaben durch das System geschleust. Nun stellen wir hier relativ schnell fest: Wir haben ein Problem. Einerseits ist in der Development Spalte noch ein ganz altes Ticket vom Anfang, also geht dort irgendetwas nicht weiter, es scheint da ein Problem zu geben. Und die Testspalte quillt über. Das heißt, die Tester haben viel zu tun, kommen aber auch nicht richtig voran. Kommen wir aber nun zum zweiten Kanban Prinzip: Ein Pull-System etablieren und die Menge an paralleler Arbeit begrenzen. Was ist aber nun der Unterschied zwischen Push und Pull? In einen Push System wird ein Manager einem Arbeiter eine Arbeit zuweisen. Unabhängig davon, ob dieser gerade die Arbeit bearbeiten kann oder vielleicht sogar überlastet ist, oder sich gar nicht dafür eignet. In einem Pull System zieht sich der Arbeiter die Arbeit selbst zu dem Zeitpunkt, wo er sie gerade gebrauchen kann, auch die Arbeit, die er bearbeiten kann, selbständig. Um überhaupt festzustellen, wann kann ich eine Arbeit ziehen, muss ich ein Signal an das Board geben. Beispielsweise könnte ich die Spalte Dev, also Entwicklung, mit einer Subspalte ergänzen, wo ich sehe Doing auf der linken Seite ist der Zustand,dass ich mich gerade darin befinde, d.h. ich entwickele gerade, und Done heißt, ich bin damit fertig. Sobald ich hier ein Done rüber schiebe, weiß der nachgelagerte Prozesschritt OK, dieses Ticket ist fertig, ich kann mir dieses Ticket ziehen. Das Selbe könnten wir beispielsweise auch für Test machen. Und wenn wir nun, beispielsweise hier, die Aufteilung haben, dass wir drei machen wir sie hier hin... drei Tickets in Done haben, dann könnten die Tester sich weitere drei Tickets in ihre Spalte ziehen Das zweite Prinzip hier sagt aber, wir müssen die Arbeit begrenzen. Das heißt, ich sage zum Beispiel in der Todo Spalte habe ich die Möglichkeit, 4 Tickets zu hinterlegen, in der Development Spalte vielleicht nur 3 in der Testspalte 2 und hier hinten unendlich, weil wir ja unendlich viel Geld verdienen wollen. Nun habe ich aber ein Problem. Das ist jetzt mein Limit. Diese Spalte darf höchstens 3 beinhalten. Und diese Spalte nur zwei. Das heißt, die Tester dürfen sich überhaupt kein neues Tickt mehr ziehen, sondern müssen warten, bis sie selbst eins abgearbeitet haben, Somit werden Engpässe aufgelöst. Kommen wir nun zum dritten Kanban Prinzip. Es besagt: Eine Kultur der kontinuier- lichen Verbesserung, Kaizen schaffen. Um sich zu verbessern, ist ständiges und regelmäßiges Feedback notwendig. Das Board alleine ist schon der größte Feedback-Geber. Das Board ist immer Spiegel meines Prozesses. Läuft der Prozess schlecht, sehe ich es am Board und genau anders herum. Es gibt weiterhin ein Standup-Meeting. Das wird jeden Tag durchgeführt, um herauszufinden, was gibt es für Probleme am Board. Gibt es Blocker? Oder gibt es irgendwelche Blockaden. Weiterhin gibt es das Operations Reviews Meeting, in dem die ganze Organisation zusammenkommt, um darüber zu entscheiden, Welche Fortschritte macht Kanban und wie laufen die Prozesse dort? Dann gibt es am Ende noch die so genannte Retrospektive. Diese dient zur Reflektion von Prozessverbesserungen. D.h. dort schaue ich mir an, wie der Prozess gelaufen ist in der Vergangenheit und optimiere ihn. Weiterhin brauche ich ein Tracking. Ein Kanban System ohne ausführliches Tracking ist letztlich nichts wert. Beispielsweise gibt es dort das Cumulative Flow Diagram also wie viele Tickets werden an den verschiedenen Prozessschritten bearbeitet und wie ändert sich die Menge an paralleler Arbeit in meinem System. Die Durchlaufzeit ist ein Thema, also wann kann ein neues Produkt am Markt sein, und natürlich auch der Durchsatz. Wie viele Tickets sind rechtzeitig und wie viele sind zu spät geliefert worden. Weiterhin gilt die Selbstorganisation. Jedes Team ist mit seiner Meinung und seinen Verbesserungsvorschlägen stets willkommen in Kanban. Das Team entscheidet selbst, wie es die Arbeit am besten verrichtet, und das Team entscheidet auch, wie es das Kanban Board aufbaut, welche Elemente es hat, welche Prozessschritte und welche Abläufe. Das Team wird ermutigt, selbständig Probleme zu erkennen und zu lösen. Das ist das so genannte Swarming. Und es gibt natürlich noch deutlich mehr. Beispielsweise das Board Design. Boards können unterschiedliche Größen haben, unterschiedliche Spalten haben, beispielsweise Swim Lanes, verschiedene Markierungen und Elemente. Das schauen wir uns natürlich noch genauer an. Welche Informationen sollten sich auf einer Kanban Karte befinden? Ist auch eine spannende Frage. Wann und wie erfolgt eine neue Befüllung? Wir sehen hier drüben, die Spalten sind leer, das heißt, die Arbeit wird bald ausgehen. Wann und wie oft sollte released werden? Das betrifft diesen Bereich. Und wie sehen insbesondere Service Level Agreements aus?

Kanban – Grundlagen

Visualisieren und optimieren Sie Ihre besteheneden Produktionsprozesse in der Softwareentwicklung.

2 Std. 16 min (34 Videos)
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Erscheinungsdatum:18.02.2015

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