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Grundlagen der Video-Farbkorrektur

Überbelichtete Aufnahmen

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Wie Sie bei überbelichteten Aufnahmen korrigierend eingreifen und diese verbessern, sehen Sie hier.

Transkript

Hier bekommt unsere Lena ein bisschen zu viel Sonne ab und da wir nicht möchten, dass sie einen Sonnenbrand bekommt, müssen wir den Fehler, dass die Kamera beim Dreh nicht richtig eingestellt war, leider wie so oft, nachträglich korrigieren. Wenn ich auf das Y-Wellenform-Messgerät schaue, sehe ich, dass einige Bereiche oben abgeschnitten sind und wir da wahrscheinlich kaum mehr etwas retten können, weil die Informationen mit ziemlicher Sicherheit verloren sind. Um eine korrekte Aussage zu machen, müssen wir uns das allerdings noch etwas genauer anschauen. Wir müssen also wie immer als Erstes die Helligkeit reduzieren und den Kontrastumfang entsprechend einstellen. Dafür gehe ich diesmal in die Gradationskurven und ziehe erst mal die Helligkeit etwas nach unten. Und hier sehen wir schon, da ist noch etwas da, man sieht es auf ihrem Hemd, keine Zeichnung, doch ein bisschen Zeichnung ist noch da. Gut, wir ziehen das entsprechend so weit herunter, dass die meiste Information noch da ist und stellen die ganze Kurve hier unten etwas steiler, dadurch kommen die ganzen Schwärzen nach unten. Man kann jetzt selbst entscheiden, wie weit man das treiben möchte, ob man die Schwärzen unten nur aufsetzt oder ob man sie sogar etwas zusammenstaucht. Ich glaube, das sieht eigentlich ganz gut aus so. Schauen wir uns das Messgerät noch mal etwas genauer an und dann erkennen wir, dass zum Beispiel hier in diesem Bereich die Hauttöne liegen und die sitzen zwischen 60 und 80 Prozent, was eigentlich gar nicht so schlecht ist vielleicht ein bisschen zu hoch, da könnten wir noch überlegen, inwieweit wir da ein bisschen rein gehen, das heißt, in den oberen Mitteltönen. Wir ziehen das noch ein bisschen runter und dann sehen wir, genau, da kommen wir dann schon mit den Hauttönen in den richtigen Bereich hinein. Bei überbelichteten Material gibt es allerdings immer auch ein kleines Problem, das wir mit der Farbkorrektur leider nicht beheben können, denn Menschen, denen es zu hell ist, die kneifen immer automatisch die Augen zusammen und egal, wie gut ich das Bild korrigiere und die Überbelichtung repariere, das Zusammenkneifen der Augen kann ich nicht beheben. Also das immer im Hinterkopf behalten, wenn Sie es mit überbelichtetem Material zu tun haben. Glücklicherweise kneift unsere Lena ihre Augen kaum zusammen, das bedeutet, wir können aus dem Bild noch eine ganze Menge rausholen. Dafür schalte ich wieder um in die RGB-Parade und wir sehen, dass wir relativ neutrale Farben haben, die ziemlich auf einer gleichen Linie liegen. Trotzdem mache ich ein paar kleine Änderungen im Blau-Kanal, um das Ganze etwas wärmer zu machen. Ja, nicht zu viel. Man könnte auch sagen, wenn ich blau reduziere, füge ich gleichzeitig gelb hinzu und dann schalte ich noch um auf das Vectorscope, um den Rest zu prüfen. In diesem Fall sehe ich hier, dass die Hauttöne doch relativ gut auf der Linie liegen. Wir haben hier einen deutlichen Überschuss an gelb und ein bisschen grün, das ist natürlich hinten der Hintergrund, den ich insgesamt aber so ganz schön finde. Wenn ich jetzt ihre Hauttöne noch etwas verstärken möchte, kann ich das auf zwei Arten tun. Die einfachste wäre jetzt hier einmal die Rottöne zu selektieren und die etwas zu erwärmen, beziehungsweise stärker zu sättigen oder weniger zu sättigen, wobei das aber schnell unnatürlich aussieht, deswegen lasse ich das hier stehen und gehe ganz klar wieder noch mal in unsere Gradationskurven. Auch hier sehe ich, wenn ich das erhöhe oder reduziere, wirkt sich das auf das ganze Bild aus. Das heißt, ich müsste entweder eine sehr feine Korrektur machen, was aber auch wieder sehr schnell unnatürlich aussieht, ich könnte aber auch ganz einfach Folgendes tun, ich könnte wieder in eine sekundäre Farbkorrektur gehen und darüber nur ihre Hauttöne angreifen. Ich schaue mal, ob ich Ihre Hauttöne erwischt habe, gucken wir mal, wir müssen natürlich von der Luminanz deutlich nach oben gehen, da sind Ihre Hauttöne, wir öffnen das Ganze noch mal ein bisschen, dann brauchen wir einen anderen Farbtonbereich. Schauen wir mal, dass wir sie kriegen, bisschen mehr, da kommen die falschen Stellen in das Bild. Das ist nicht ganz so einfach, das reagiert ein bisschen anders, als ich möchte. Schauen wir mal, dass wir sie kriegen. Na komm... das ist viel zu viel. So, damit hätten wir den Bereich eingegrenzt. Jetzt holen wir uns den Sättigungsbereich hinzu und dann schauen wir, dass wir hauptsächlich ihr Gesicht erwischen. Gut, ich zeichne das noch etwas weicher, damit die Übergänge nicht so hart abgegrenzt sind. Dann habe ich die Möglichkeit in ihrem Gesicht die Farbe ganz gezielt zu verstärken, entweder global oder auch hier speziell in den Mitteltönen, also die Mitteltöne dieses Bereichs und die dunklen Töne sind die Schatten dieses Bereichs und die Glanzlichter, natürlich auch die hellen Stellen und dann gucken wir mal, was sich da so tut. Sieht nicht so schlecht aus, wobei da, bleiben wir wahrscheinlich auf der Hauttonlinie, so. Und dann überlegen wir noch mal, wie sich global eine Helligkeitsänderung auswirken würde, wir sehen es hier, dunkel und hell, wenn man jetzt genau hinschaut. Ich glaube, dunkel gefällt mir fast besser. Vielleicht gehen wir mal ganz groß drauf. Wir schauen mal, wie sich das auswirkt. Hell und dunkel. Ich glaube dunkler ist besser, da sie kein heller Hauttyp ist, sondern in echt eine schöne goldbraune Farbe hat, entspricht das sehr viel mehr ihrer natürlichen Hautfarbe. Schauen wir uns das Bild noch mal im Vergleich an, ohne die sekundäre Farbkorrektur. Vielleicht müssen wir auch da die Maske noch ein bisschen anpassen. Und dann im Vergleich nochmal das völlig unkorrigierte Bild, ohne sekundäre und mit sekundärer Farbkorrektur. Mal 50 Prozent. Auf dieser Basis kann man jetzt einen eigenen Look entwickeln und auf diese Weise können Sie grundsätzlich immer vorgehen, um überbelichtetes Material zu retten, sofern Sie in den Lichtern noch genügend Informationen haben, die Sie auch anpassen können. Je nach Material müssen Sie aber logischerweise die Werte ganz anders einstellen.

Grundlagen der Video-Farbkorrektur

Sehen Sie, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Farbe im Film korrigieren oder stimmungsvolle Looks gestalten.

2 Std. 21 min (18 Videos)
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