Photoshop ist einfach!

"Trickdenken"

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Auch Bildbearbeitungs-Profis kochen nur mit Wasser. Selbst die beeindruckendsten Hingucker stellen sich in der Praxis meist als geschickte Kombination von Photoshops Basiswerkzeugen dar.

Transkript

Viele Einsteiger in die Bildbearbeitung denken immer, die Profis, die verheimlichen irgendwas. Aber ich möchte euch eins sagen: Das ist nicht so. Es ist tatsächlich genau anders herum. Je fortgeschrittener oder je professioneller jemand arbeitet, umso einfacher werden die Methoden. Da gibt es natürlich den ein oder anderen Trick, den man verwenden kann, um schneller zum Ziel zu kommen, aber nach meiner Erfahrung ist das gerade bei den Profis, die wenig Zeit haben, sich fortzubilden und sich wenig mit neueren Techniken zu beschäftigen, eher nicht der Fall. Die arbeiten mit ganz grundlegenden Methoden und machen damit wirklich so tolle Bilder, dass man davor steht und sagt: "Mensch, das gibt es doch gar nicht. Das werde ich niemals schaffen." Aber da sollte man nicht verzagen, so sollte man nicht denken. Man sollte sich nur davon trennen, immer nach Tricks zu suchen, denn viele machen das. Viele suchen nach dem Zaubertrick, der aus unschönen Bildern hoch künstlerische Werke macht und dann passiert oft Folgendes: Man nimmt ein Bild, was eigentlich mehr oder weniger belanglos ist, schiebt dort einen Filter nach dem anderen drüber, man macht also so eine kleine Filterorgie. Das Bild selbst wird dadurch eigentlich nicht viel besser, sieht vielleicht interessanter aus, weil diese Filter darüber liegen, aber wirklich geholfen hat es nicht. Also das ist nicht der Weg. Und diese ewige Suche nach dem besten Trick, wenn das, was bei anderen vielleicht gut funktioniert bei einem selbst nicht so gut funktioniert, ist eigentlich nur eine Ausrede dafür, nicht an sich selbst zu arbeiten. Also ich habe es immer so gemacht, ich habe den Fehler immer bei mir gesucht und vielleicht solltet ihr das mal genauso tun und einfach lösungsorientiert denken. Also nicht lange suchen nach dem einen Zaubertrick, der jetzt mit purer Magie plötzlich die Haut so macht wie in der High-End-Retusche, die Ihr überall auf den Plakaten seht, sondern, dass Ihr wirklich einfach mal an euch arbeitet, im Internet natürlich immer weiter informiert, Bücher euch reinzieht, Videotutorials und dergleichen. Natürlich, lernen kann man immer dazu, aber ihr solltet nicht nach dem einen Zaubertrick suchen. Aber natürlich gibt es so kleine Tricks und Kniffe in Photoshop, gerade für Fortgeschrittene gibt es da eine ganze Menge, die versteckt sind, die viele eigentlich gar nicht kennen und die man oft auch gar nicht kennen kann weil die halt in Photoshop nur über Tastenkürzel bspw. erreichbar sind. Und deshalb ist ein kleiner Tipp für euch: Trial and Error. Probiert einfach spielerisch in Photoshop herum, wenn ihr hier mal durch die Optionen geht, einfach mal alles anklicken. Hier auch mal dieses Menü, oder vielleicht hier mal reinschauen, was man da noch einstellen kann. Hier kann man auch noch was ändern, Luminanz, dann kommen hier ganz andere Werte. Ich kann mir hier alles Mögliche anzeigen. Ein RGB-Histogramm, Farben, ich kann es hier auf eine kompakte Ansicht umstellen und wenn ich es dann umstelle auf "Erweiterte Ansicht", hab ich hier unten Werte und da könntet Ihr euch immer fragen: "Was bedeutet das eigentlich? Habe ich was davon? Kann ich damit was lernen?" Ein anderer Trick ist vielleicht mal die Zaubertaste, so hab ich sie mal irgendwann genannt, öfter mal auszuprobieren. Also hier und da mal einfach die Alt-Taste zusätzlich gedrückt halten und Ihr kennt vielleicht diesen Monster-Shortcut, mit dem Ihr mehrere Ebenen auf eine neue Ebene zusammenkopieren könnt. Das möchte ich euch mal zeigen, ich lege einfach mal eine Einstellungsebene an, ich nehme mal "Farbton/Sättigung", klicke hier auf "Färben" und nehme hier mal so einen blauen Ton, um hier eine plasmaartige Bildwirkung zu erzielen, dass es mehr elektrisch aussieht als wie Feuer. Und das hätte ich jetzt gerne auf einer eigenen Pixelebene. Da gibt es diesen Shortcut, den alle als den Fingerbrecher-Shortcut bezeichnen, der sich auf der Mac-Tastatur aber eigentlich ganz gut drücken lässt und zwar mit "Shift+Alt+Command" bzw. Shift+Alt+Strg auf Windows und dann die Taste "E". Dann haben wir hier eine neue Ebene über allen, die uns genau das anzeigt, was wir gesehen haben. Aber warum habe ich Euch das jetzt gezeigt? Das habe ich Euch gezeigt, weil dieser Shortcut auf der Zaubertaste basiert. Denn viele behaupten, diesen Befehl gibt es im Menü nicht; den gibt es aber dort, denn ich habe hier unter Ebene den Befehl "Sichtbare auf eine Ebene reduzieren". Jetzt schaut mal, das ist "Shift+Strg" bzw. "Command+E". Die Shortcuts stehen also immer dahinter. Wenn ich jetzt zusätzlich die "Alt"-Taste drücke, dann habe ich genau diesen Shortcut. Also könnte ich auch jetzt im Menü mit gehaltener "Alt"-Taste auf diesen Befehl drücken und ich erhalte genau das Gleiche. Ich erhalte eine zusammengefasste Kopie aller Ebenen. Also das ist ein Zaubertrick, diese Alt-Taste. Ein anderer wäre es bspw. wenn ich hier auf die Filter gehe und dort bei den Ränderfiltern den Wolkenfilter mal aufrufe. So, das mache ich mal, einfach so den Wolkenfilter, dann sieht das so aus. Und auch hier kann ich jetzt einfach mal die Zaubertaste gedrückt halten, also die Alt-Taste, dann gehe ich auf den Ränderfilter, halte die Alt-Taste und drücke "Wolken" und dann sieht das so aus. Ich habe also härtere Wolken erreicht. Solche kleinen Veränderungen kann man mit der Alt-Taste hier und da überall erreichen. Einen kleinen Trick möchte ich euch noch zeigen, und zwar das erneute Transformieren. Da gibt es einen Befehl und ich werde zunächst mal diese Ebene klein transformieren, also ich habe jetzt Strg+T gedrückt. Mit "Shift+Alt" verkleinere ich dann dieses Bild, sodass es die Proportionen erhält und auf den Mittelpunkt transformiert wird. Dann bestätige ich das hier und möchte jetzt gerne diese Ebene transformieren. So, das kennt Ihr, "Bearbeiten" und dann hier "Transformieren" und dann kann man "Frei transformieren" wählen, ich habe das hier ausgeblendet, weil ich immer den Shortcut benutze: "Strg+T". Und hier gibt es dann den Befehl "Erneut transformieren". Ich möchte Euch mal zeigen, was der macht, z.B. kann ich jetzt diese Ebene transformieren. Ich drücke also "Strg+T", dann gibt es hier diesen Mittelpunkt. Den kann ich mir hier an irgendeine Stelle setzen, indem ich ihn anfasse und an diese Stelle ziehe, oder indem ich die - ja, ihr ahnt es - die Zaubertaste drücke und einfach an die entsprechende Bildstelle klicke. Also z.B. jetzt hier hin und dann ist der Punkt sofort da. Jetzt kann ich hier mit dem Mauszeiger etwas rausgehen und das Bild drehen, sagen wir mal um so viel. Wenn ich jetzt "Enter" drücke, habe ich das Bild transformiert und jetzt kann ich über "Bearbeiten - Transformieren erneut", ihr seht der Shortcut ist "Shift+Strg+T", nochmal genau die gleiche Transformation anwenden. Und das kann ich jetzt ein paar Mal machen und so quasi wieder zum Ausgangspunkt zurück transformieren. Das möchte ich aber nicht, sondern ich möchte gerne Kopien haben und eine Kopie erzeugt ihr mit, richtig, mit der "Alt"-Taste. Und jetzt benutze ich den gleichen Shortcut wie hier, "Transformieren", erneut "Shift+Strg+T", nur zusätzlich mit der Alt-Taste. Schauen wir mal was dabei herauskommt, also "Shift+Alt+Strg" bzw. "Shift+Alt+Command" auf dem Mac und "T" und dann hab ich ruckizucki so eine Form erzeugt, indem ich einfach ein Objekt im Kreis mehrfach transformiert habe. Eine tolle Geschichte, wenn Ihr mich fragt und die ist möglich mit einem kleinen Trick und zwar mit der Zaubertaste. Solche kleinen Tricks, die gibt es, aber sucht nicht nach dem großen Trick, der Eure Bilder mit einem Fingerschnipsen in kleine Kunstwerke verwandelt. Da müsst Ihr schon selbst an Euch arbeiten, Euch die Bilder genau anschauen und diese dann versuchen nachzubauen und die Effekte zu verstehen und dabei wünsche ich euch viel Spaß.

Photoshop ist einfach!

Lassen Sie sich von den endlosen Möglichkeiten in Photoshop überraschen und lernen Sie Funktionsprinzipien, Werkzeuge und Arbeitstechniken für ein perfektes Bildergebnis kennen.

6 Std. 5 min (67 Videos)
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