Panoramafotografie: Virtuelle Touren mit Pano2VR

Transformationen im Überblick

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In einem Überblicksvideo sehen Sie zunächst verschiedene Projektionen von Panoramabildern und erfahren mehr über deren Eigenschaften.

Transkript

In diesem Video möchte ich drauf eingehen, welche Fähigkeiten Pano2VR im Bereich Transformationen hat, und hier erst mal ein paar Beispiele bringen, um ein Gefühl dafür zu kriegen, was das eigentlich bedeutet. Später schauen wir uns dann an, wie das im Detail funktioniert innerhalb von Pano2VR. Ich habe mal ein paar Panoramen hergerichtet und davon einige Transformationen produziert, um so ein bisschen Überblick zu kriegen, was da eigentlich alles passiert, auch für welche Motive das geeignet ist und was da ungefähr rauskommt, sodass man ein bisschen Einschätzungen dafür bekommt, was das Ganze kann. Dabei ist einmal der gestalterische Aspekt interessant, weil man da mit Geometrie spielt, aber auch der technische Aspekt, weil manche Transformationen haben auch rein technisch-praktische Gründe, warum man die verwendet. Ich fange einfach mal der Reihe nach hier oben an. Das ist einfach hier eine Gebirgslandschaft. Es ist die Rheinquelle in der Schweiz. Ein sphärisches Panorama, 360x180 Grad. Jetzt haben wir, zum Beispiel, eine Möglichkeit, das interaktiv darzustellen. Wir haben aber auch die Möglichkeit, das, zum Beispiel, für den Druck aufzubereiten. Beim Druck ist es oft das Problem, dass diese Bereiche hier unten, die sehr stark verzerrt sind, natürlich qualitativ erst mal durch das Strecken der Pixel ziemlich schlechter werden zum Rand hin. Bei einer interaktiven Darstellung ist es ja so, weil dass dieser Bereich ja dann wieder praktisch zusammengestaucht wird, am Fuß der Kugel und am Kopf, da fällt das nicht auf, das heißt, die Auflösung, [ist so]die gesamte Kugel gleich. Beim Print aber geht die Auflösung nach unten und nach oben, in den Keller sozusagen. Und deswegen ist es oft nicht interessant, den unteren und oberen Teil zu zeigen, und dann hat man statt der sphärischen Projektion hier als Nächstes die zylindrische Projektion. Das ist dann das typische Panoramaformat. Hier sind alle Bereiche relativ gleichmäßig aufgelöst. Es wird etwas in der Höhe gestreckt, und das ist, zum Beispiel, eine Geschichte, die für einen Print ziemlich interessant ist, oder aber auch eben für Panoramen, die gleich mal so herkommen, wo wir den Boden und den Himmel gar nicht aufgenommen haben. Dann ist da natürlich die zylindrische Projektion gefragt. Und dann gibt es weitere Dinge. Dann kann man eben die stereografische Projektion verwenden, den sogenannten Little Planet. Da ist der Punkt unter uns, wie bereits einführend mal erwähnt, der Punkt unter uns, also -90 Grad ist in der Bildmitte. Der Horizont ist auf einer Kreisform mehr oder weniger weit draußen. Je nachdem, welchen gesamten Blickwinkel man einstellt. Der Blickwinkel kann theoretisch bis 360 Grad gehen. In der Praxis ist es aber weniger. Und das können wir drehen, und dann gibt es wirklich so dieses planetenartige Aussehen. Das lohnt sich vor allen Dingen für Sachen, die einen relativ gleichmäßigen Horizont haben, worauf wirklich dann letzten Endes so eine Kugelform rauskommt. Da gibt es das Gegenstück dazu. Das ist der Tunnelblick. Das ist genau umgekehrt. Hier ist der Punkt +90 Grad genau in der Bildmitte. Der Horizont wieder auf der gleichen Kreisbahn, und der Punkt unter uns, der ist hier ins Unendliche außerhalb des Bildrandes gerückt. Da ist, zum Beispiel, mal eine grundlegende Geschichte, die Horizontdarstellung. Hier, zum Beispiel, bei diesem Panorama, wo man einen relativ geraden Horizont haben, zumindest über weitere Strecken des Bildes. Und so ein markantes Feature, wie hier dieser Sendemast. Das ist die Rigi in der Schweiz, einen Traum auf dem Aussichtsgipfel mit einem riesigen Sendeturm von Swisscom oben, der eben auch nachts hübsch beleuchtet ist. Und so was bietet sich natürlich überaus an für einen Little Planet, und daraus kann man natürlich ganz, ganz schicke Sachen machen. Hier sieht man übrigens sehr schön, wie die Auflösung zum Rand hin dann so langsam kaputt geht, weil hier die Sterne zwar schön massiv größer sind als hier und die werden auch leicht unscharf. Das sollte man, also wenn man hier viel [Fleisch] drumherum machen will, dann sollte man das auch eher machen mit Panoramen, die von Haus aus relativ hoch aufgelöst sind. Also ein ganz, ganz klassisches Beispiel für ein Little Planet. Hier also auch von einer Aufnahmesituation, die sich auch extrem dafür anbietet. Dann haben wir hier eine Möglichkeit, ein equirectangulares Panorama, wie das hier aus dem Kölner Dom, zu manipulieren. Das schaut jetzt ganz interessant aus. Es ist in erster Linie für die interaktive Darstellung gemacht. Aber dort kann man ganz reizvolle Dinge machen, indem man, zum Beispiel, die Projektion beibehält, weiter equirectangular bleibt, aber die Blickrichtung verändert. Jetzt haben wir nicht den Horizont in der Mitte, sondern wir haben hier den Punkt +90 Grad nach oben in der Mitte. Der Punkt -90 Grad, der genau unter uns, der ist jeweils am unteren und am oberen Bildrand. Also ich habe dieses Bild dann um 90 Grad gedreht. Also original schaut es so aus. Also das kommt raus, zum Beispiel, aus Pano2VR. Da ist also der Punkt +90 Grad, der ist in der Mitte. Und üblicherweise dreht man es dann aber um, also man nennt das auch ein Vertorama. Also das ist ein Kunstwort aus Vertical Panorama, wo also die Drehachse sozusagen horizontal ist, und nicht vertikal, wie üblich. Und wir schauen praktisch von unten nach vorne über oben nach hinten, wieder nach unten, und nicht vorne, rechts, hinten, links, die übliche Reihenfolge. Ganz interessante Geschichte. Man sieht schon, hier am Sujet. Bietet sich sehr an für Kirchen und Dinge, wo an der Decke viel passiert und wo man das ein bisschen in Vordergrund rückt. Oft ist es auch so, dass man das dann noch beschneidet, aber ich würde hier jetzt aus gestalterischen Gründen schon oberhalb der Bänke Schluss machen und eigentlich nur diesen Kernbereich nehmen, der einfach eine ganz, ganz interessante Geometrie hat. Wir haben hier oben die Little Planets gesehen. Die bieten sich sehr bei Landschaften an. Indoor sind sie mitunter nicht so toll. Kommt drauf an. Das hängt sehr stark von der Geometrie des Gebäudes ab, ob das reizvoll ist oder nicht. Also das ist, zum Beispiel, jetzt auch wieder der Kölner Dom als Little Planet. Hier schauen wir eben jetzt gerade nach oben, also +90 Grad in der Bildmitte. Horizont hier auf dieser Kreisbahn. Da ist der Blickwinkel relativ klein. Nicht so groß, wie zum Beispiel bei diesen Bildern hier. Und hier ist das Gleiche mal umgekehrt. Da schaut es eigentlich noch fast ein bisschen interessanter aus. Der ist der Punkt unter uns, also zwischen den Kirchenbänken, und dann schießen sie die ganzen Säulen so nach außen. Das kann ganz reizvoll sein, hängt aber, wie gesagt, sehr stark vom Motiv ab. Im Laufe der Zeit entwickelt man ein gewisses Gefühlt dafür schon in der Situation vor Ort, was da circa dabei rauskommen könnte. Eine weitere interessante Geschichte ist das Spielen mit Symmetrie bei der Projektion. Hier ist, zum Beispiel, ein Panorama. Dem sieht man jetzt auf den ersten Blick nicht unbedingt an, dass es sehr stark symmetrisch ist. Also diese beiden Altäre sind fast gleich. Ich stehe exakt in der Achse des Kirchenschiffs und auch ziemlich genau in der Achse dieser beiden Altäre. Da habe ich ein bisschen rumgeguckt, bis das wirklich passt, um mal zu versuchen, was man damit alles machen kann. Und wenn man davon, zum Beispiel, dann einen Little Planet macht beziehungsweise der schaut jetzt nicht aus wie Little Planet, sondern nehmen wir da mal den technischen Ausdruck. Das ist eben die stereografische Projektion. Diese stereografische Projektion bietet sich natürlich für stark symmetrische Objekte ziemlich gut an. Also, wie man hier sieht, dass sie genau in der Achse sind. Wir haben also wirklich ein Kreuz. Die sind genau im rechten Winkel. Das auch. Und das läuft alles auf diesem Punkt hier oben zu. Das kann für solche Sachen eine sehr, sehr reizvolle Geschichte sein. Das funktioniert hier auch, zum Beispiel, auch in einer anderen Projektion. Das ist die sogenannte Angular Map. Das ist so ähnlich wie die stereografische Projektion, sie ist aber zum Rand hin beschnitten. Und das heißt, hier laufen die 90 Grad wirklich auf diesen Rand zu. Das heißt also, der Rand ist exakt hier in diesem Fall -90 Grad, die Mitte ist +90 und der Horizont ist etwa hier auf dieser Höhe, also nicht ganz auf der Hälfte des Radius. Und das ist eine Angular Map. Die kann man ganz gut verwenden, weil man die nicht auch gleich freigestellt ausgeben kann. Eine andere Möglichkeit, so nennt man die übrigens auch nicht nur Vertorama, sondern auch transversale, equirectangulare Projektion. Das ist ein unglaubliches Wort, ist aber nichts anderes als ein equirectangulares Bild, was man einfach kippt. Und hier habe ich jetzt mal ein anderes Beispiel, eine Landschaft. Das ist auf einer Staumauer, auf der talseitigen Kante. Hier oben ist der See, hier unten ist der Vorraum. Und damit habe ich auch mal ein bisschen gespielt mit diesen Dingen, und da kann man also eine ganz schöne Geschichte machen, die also Landschaft und Geometrie zusammenbauen kann. Also hier ist das jetzt so, dass das auch eine transversale, equirectangulare Projektion ist. Wir haben also hier, das ist der Punkt -90 Grad. Das Stativ steht auf der Staumauer, auf der Kante, und wir sehen oben den See und unten den Vorraum. So was kann durchaus reizvoll sein. Oft ist es dann auch so, wenn man so extremes Hochformat macht, dass man diese Ränder auf der Seite noch wegschneidet, dann wirkt das noch geometrischer. Ein letztes Beispiel sei hier noch erwähnt, das auch schon von der Aufnahme her ganz interessant ist. Das ist hier einfach die Bühne der Wiener Staatsoper. Die stehe ich exakt in der Mitte, wo der eiserne Vorhang runterkommt. Das heißt, wir haben hier zwei wirklich fast identische Bögen, wo wir einmal in den Zuschauerraum schauen und einmal in den Bühnenraum schauen. Und das ist schon von vornherein so angelegt, dass das interessant ausschaut. Also in diesem Punkt hier habe ich ziemlich genau rausgefunden, wie das am besten ausschaut, sodass diese Bögen ziemlich gleich sind. Und daraus kann man also dann wirklich auch ein paar schöne Projektionen machen, indem man eben die equirectangulare Projektion ein bisschen durch die Mangel dreht und dort einfach verschiedene Winkel ansetzt. Also hier, zum Beispiel, ist jetzt mal der Blick nach oben, das heißt, in den eisernen Vorhang oben rein, und die Bühne ist rechts und links. Und hier ist es genau umgekehrt. Da ist die Bühne unten und der eiserne Vorhang über mir. Und gerade diese beiden unterschiedlichen Bildwelten, Zuschauerraum, Bühnenraum, die haben hier einfachen einen tollen Kontrast, und wenn man da jetzt Ausschnitte nimmt, da erkennt man eigentlich kaum, was das eigentlich sein soll. Zum Beispiel, dieser Ausschnitt, den nehme ich immer ganz gerne, das schaut einfach total technisch aus und das ist einfach ganz verziert und prunkvoll. Ganz spannender Kontrast. So viel mal zum Thema, wie man diese ganzen Geschichten von den Motiven her und von der Gestaltung her einsetzen kann. Diese verschiedenen Projektionen. Es gibt allerdings auch noch ein paar technische Sachen, die ganz interessant sind. Hier ist zum Beispiel eben das Cubic Cross. Das ist praktisch die Verteilung der Würfelseiten, also hier vorne, rechts, hinten, links, oben, unten. Und das ist eine technisch nicht ganz uninteressante Form, weil man hier, zum Beispiel, das Bild insgesamt bearbeiten kann, und es gibt aber keine verzerrten Bildbereiche, wie bei der equirectangularen Projektion. Das heißt, hier kann man relativ gut auch Bildbearbeitungen vornehmen, die sensitiv drauf reagieren, auf unterschiedliche Auflösungen im Bild, was wir hier beim equirectangularen Bild permanent haben. Da gibt es auch noch eine andere Möglichkeit. Das ist ziemlich ähnlich. Da ist das 3x2 Format, nennt sich das. Da ist es so, dass die sechs Würfelseiten in einer 3x2 Anordnung vorhanden sind. Also hier ist vorne, rechts, hinten, links, oben, unten. Und das ist zwar schon auch eine Möglichkeit, die technisch bei 360 Grad Video verwendet wird. Da ist das Ganze ein einziges Video mit diesem Format und die sechs Teile werden dann entsprechend angezeigt. Das ist sozusagen ein Format, was bei der Darstellung von 360 Grad Video ganz gut funktioniert, weil wir hier einen einzigen Videostream haben für das komplette Panorama. Dann gibt es auch die Möglichkeit, das Ganze als Streifen anzuordnen. Das gibt es einmal in horizontaler Form, also wieder beginnend mit vorne, dann rechts, hinten, links und oben, unten. Und das gibt es auch in vertikaler Form. Das war, zum Beispiel, zu Beginn der Phase, wo Facebook Panoramen darstellen konnte. War das immer ein vertikaler Streifen, in den die Bilder konvertiert wurden, die man hochgeladen hat, damit Facebook das in der Chronik als interaktives 360 Grad Panorama darstellen kann. Also so viel mal, etwas umfangreicherer Überblick über die grundsätzlichen Dinge, die mit Transformation, mit dem Wechsel und mit dem Ändern von Projektionen zu tun haben, was eben ein Teil der Ausgabefunktion von Pano2VR ist.

Panoramafotografie: Virtuelle Touren mit Pano2VR

Lernen Sie, wie Sie mit Pano2VR mehrere Panoramen zu einer interaktiven, begehbaren Besichtigungstour zusammenstellen und für das Web ausgeben.

9 Std. 51 min (103 Videos)
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