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Foodfotografie: Grundlagen

Tomate fotografieren

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Eine Tomate bietet ein optimales Objekt, um die Auswirkungen verschiedener Licht-Setups miteinander zu vergleichen und das passende auszuwählen.
03:34

Transkript

Um sich die verschiedenen Lichtsetups anzuschauen und die Unterschiede in den Fotos zu beurteilen, eignet sich ein sehr einfaches Setup. Nämlich diese Tomate. Die Tomate als solches ist eine sehr schöne, farbenfrohe Frucht als Hintergrund lassen wir rein weiß, wir werden von nichts abgelenkt und können uns darauf konzentrieren, wie Licht und Schatten und Reflexe auf diesem Foto wirken. Das erste Setup, das wir verwenden werden, ist ein Frontlight-Setup. D.h., das Licht kommt von vorne, wir blitzen die Tomate frontal an und schauen uns an, wie das auf dem Foto aussieht. Wie man in dem Foto sieht, sind am oberen Rand der Tomate schöne Glanzlichter und die Tomate ist gut ausgeleuchtet. Man sieht, das Rot der Tomate sehr schön. Nur: Sie hebt sich sehr wenig vom Hintergrund ab. Das heißt: Bild als Ganzes wirkt nicht sehr spektakulär. Man erkennt es als schönes Foto einer Tomate, aber kein Produktfoto, wo ich sagen kann: Das ist wirklich ein sehr, sehr schönes Foto einer Tomate. Dazu würden wir ein anderes Lichtersetup verwenden. Um das anzuschauen, wechseln wir einfach die Perspektive und stellen uns so hin, dass der Blitz von hinten kommt. Wir arbeiten also jetzt mit Backlight. Machen dasselbe Foto nochmal und vergleichen das Resultat. Wie wir jetzt auf diesem Foto sehen, hebt sich die Tomate besser vom Hintergrund ab. Das Bild schaut schon dynamischer und spannender aus, weil die Schatten besser fallen. Die Farbe oben und die Glanzlichter am oberen Ende der Tomate kommen gut zur Geltung. Das Einzige, was stört, ist, dass vorne ein sehr prominenter Schatten fällt und, dass die Vorderseite der Tomate zu dunkel geraten ist. Um dem entgegenzuwirken werden wir jetzt noch einen Reflektor ins Spiel bringen. Diesen bauen wir so auf, dass er das Licht vom Backlight reflektiert um hier unten die Schatten um die Tomate aufzuhellen. Jetzt machen wir dasselbe Foto noch einmal. Und wie man jetzt sieht, hat man ein wunderschönes Foto von einer Tomate, die komplett gut ausgeleuchtet ist. Hinten die ganzen Strukturen, heben sich gut vom Hintergrund ab, das Grün kommt oben gut zur Geltung, man hat schöne Glanzlichter am oberen Ende und dank Reflektor ist die Tomate vorne gut aufgehellt und die Schatten nicht zu dominant. Wir werden uns jetzt noch das letzte Setup anschauen, und zwar ein Toplight. Dazu werden wir kurz umbauen, und wir sehen uns gleich wieder. Wir sind jetzt nach einem kleinen Umbau wieder zurück. Wir haben den Blitz jetzt mittels Galgenstativ direkt über die Tomate gebracht und werden jetzt sogenanntes "Toplight" produzieren. Das heißt, das Licht kommt frontal von oben, beleuchtet die Tomate schön, sorgt dafür, dass oben die Blätter schön grün leuchten und dass es auch schöne Glanzlichter oben gibt. Wir haben links und rechts jeweils einen Styroporreflektor aufgestellt, um mehr Licht auf die Tomate zu bringen, damit sie besser leuchtet und um die Schatten zu minimieren. Vor dem Foto werde ich jetzt ein paar Wassertropfen aufbringen mittels eines Wassersprays. Wasserspray gibt es in jedem Drogeriemarkt, beziehungsweise man kann das auch mit dem Handzerstäuber machen. Gelegentlich nutzt man dazu auch nicht nur reines Wasser, sondern eine Mischung aus Glycerin und Wasser. Glycerin gibt es in jeder Apotheke zu kaufen - das Mischverhältnis wäre 50:50 - das führt dazu, dass die Tropfen stabiler sind. Sie würden nicht so schnell abperlen, nicht so schnell verrennen. Je nachdem, wie kompliziert das Setup ist, wie lange das hier stehen muss oder ob man es eventuell bewegen muss, würde man so etwas wählen. Für uns reicht normales Wasser vollkommen aus, weil das hält auch einige Minuten, ohne dass es davonrennt. So. Wir sprühen jetzt die Tomate ein wenig ein, damit sie noch frischer und schöner wirkt, und dann machen wir tatsächlich noch das letzte Foto von hinten. Und wenn wir das Foto uns jetzt anschauen, schaut es nach einem guten Produktfoto aus. Die Tomate ist perfekt ausgeleuchtet, sie wirkt hell, frisch und fröhlich. Die Perlen der Wassertropfen kommen gut zur Geltung und man hat ein gutes Foto, was man als Produktfoto verwenden könnte.

Foodfotografie: Grundlagen

Lernen Sie, wie Sie Essen gekonnt in Szene setzen und fotografieren, sodass dem Betrachter das Wasser im Mund zusammenläuft.

1 Std. 19 min (31 Videos)
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