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Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

Tiefen/Lichter – in Camera Raw oder in Photoshop?

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Zum Ausgleich der Lichter und der Tiefen haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Zum einen können Sie das in Camera Raw machen oder in Lightroom, mit dem Tiefen- oder dem Lichter-Regler und zum anderen gibt es aber auch noch den Dialog "Tiefen/Lichter" in Photoshop. Und haben Sie sich vielleicht schon mal gefragt, wann welche Regler besser geeignet sind oder wann Sie zum "Tiefen/Lichter"-Dialog greifen sollten und nicht die Regler in Camera Raw oder Lightroom benutzen. Wenn das der Fall ist, dann schauen Sie sich doch mal dieses Video an. Und ich erkläre Ihnen, wann Sie welchen Dialog bevorzugen sollten. Viel Spaß dabei. Hier befinde ich mich in Camera Raw und habe hier diese Datei geöffnet, und natürlich sollten Sie immer bevorzugen so weit wie möglich das Bild in Camera Raw zu optimieren, das heißt, greifen Sie auf die Raw-Daten zurück. Denn wenn Sie den Row-Converter verlassen, dann werden diese Raw-Daten in Pixeldaten umgerechnet, ja und dann haben Sie nicht mehr den vollen Dynamikumfang zur Verfügung, das könnte also die Qualität des Bildes mindern, wenn Sie starke, weitere Veränderungen durchführen wollen. Also wenn Sie den Raw-Converter verlassen und dann noch große Änderungen weiter anwenden möchten, dann sollten Sie hier unten sicherstellen, dass Sie hier draufklicken und dann hier wählen, dass Sie mit 16 Bit pro Kanal das Bild an Photoshop übergeben. So viel mal nur am Rande, denn es geht ja eigentlich um diese Regler hier, um den Lichter-und den Tiefen-Regler. Ja und damit machen Sie nichts anderes, wie ich es bereits in der Einleitung erwähnt hatte, dass Sie die Tiefen in die Richtung der Mitteltöne verschieben und die Lichter in die Richtung der Mitteltöne ebenfalls. Jedenfalls dann, wenn Sie diese Regler nach links beziehungsweise nach rechts ziehen. Ja und das haben Sie oben gesehen. Wenn ich hier mal den Regler für die Lichter wieder nach rechts ziehe und dann nach links gehe, wie hier der Tonwert-Berg enger zusammengeschoben wird. Und das sehen Sie auch am Bild, insgesamt verlieren wir hier an Kontrast, der Vorteil von Lichter und Tiefen gegenüber zum Beispiel einer Gradationskurve ist aber, dass Sie dabei die Formen im Bild nicht verlieren. Das heißt, hier handelt es sich nicht einfach um eine Tonwert-Änderung, sondern das ist wirklich eine lokale Korrektur, denn dabei werden die Lokalkontraste verändert. Wenn das nicht der Fall wäre, würden Sie sehr flache Bilder erhalten. Ich kann Ihnen das mal zeigen, man könnte ja theoretisch das Gleiche mit einer Gradationskurve versuchen, also die Tiefen hier so ein bisschen aufhellen, natürlich muss ich dazu mal ändern in Punktkurve, damit ich diese Slider nicht benutzen muss. So und wenn ich jetzt hier mal einfach die Tiefen aufhelle und die Lichter abdunkle, na ja, dann dunkle ich die Lichter zwar ab und helle die Tiefen auf, aber wir erhalten so ein sehr flaches Bild. Ja und das könnte man in Photoshop jetzt wiederum lösen mit Luminanzmasken, die man dann weichzeichnet und dann einmal für die Tiefen und einmal für die Lichter das Ganze macht, dann würde man zu einem ähnlichen Ergebnis kommen, wie mit dem Tiefen- und dem Lichter-Regler. Aber warum soll man sich das Leben so schwer machen, wenn es mit dem Tiefen- und dem Lichter-Regler deutlich einfacher geht. Und genau das ist das Problem, dass Sie also die Form im Bild bewahren möchten, obwohl Sie hier zum Beispiel die Tiefen aufhellen und die Lichter abdunkeln. Und das ist immer ein guter Move, sage ich mal, also eine gute Idee, die Regler so einzustellen, wenn Sie hinterher die Lokalkontraste nochmal kräftig erhöhen wollen. Denn wenn diese Lichter bereits sehr hell sind und die Tiefen bereits sehr dunkel und wenn Sie das jetzt schärfen oder mit Filtern, wie Ton und Kontrast von Nik Software bearbeiten, dann würden Sie sehr schnell einige Stellen ohne Zeichnung habe, weil der Kontrast durch solche Technik eben weiter erhöht wird. Generell funktionieren diese Regler hier im Camera Raw sehr gut, damit können Sie im Prinzip nichts verkehrt machen. Man sieht natürlich sofort, dass hier das nicht mehr die originalen Kontrastverhältnisse des Fotos wiedergibt, aber, wie gesagt, Sie können hier im Prinzip die Regler auf Anschlag nach rechts und nach links ziehen und das Bild bleibt im Prinzip benutzbar. Jetzt schauen wir uns mal an, wie das Ganze aussieht im "Tiefen/Lichter"-Dialog, und zwar in Photoshop. Deshalb breche ich hier mal ab, denn ich habe diese Datei hier schon geöffnet und hier mal als Smartobjekt nicht entwickelt, dupliziert, also das ist ein Duplikat dieses Original-Smartobjekts, indem ich die Camera Raw-Voreinstellungen zurückgesetzt habe. So, jetzt habe ich hier bereits Tiefen, Lichter dranhängen, ich lösche das einfach mal und rufe mal den entsprechenden Filter auf und den finden Sie unter "Bild" "Korrekturen" "Tiefen/Lichter". Und der öffnet sich standardmäßig so. Das heißt, hier haben Sie auch nur zwei Regler und Sie können jetzt hier genau das Gleiche machen, nur funktioniert das hier anders, Sie können diese Regler nur nach rechts ziehen. Das heißt, Sie haben hier nicht die Möglichkeit, die Tiefen abzudunkeln und die Lichter aufzuhellen, sondern eben nur den Tonwertumfang zu komprimieren, also die Tiefen in Richtung der Mitteltöne zu verschieben und die Lichter ebenfalls. Ja und wenn Sie jetzt einfach nur diese Regler so benutzen, wie sie hier sind, dann erhalten Sie im Prinzip einen ähnlichen Effekt, wie den in Camera Raw, nur Sie müssen aufpassen, wenn Sie hier das Ganze auf Anschlag nach rechts ziehen, dann erhalten Sie solche gruseligen Ergebnisse und damit kann man natürlich nichts anfangen. Und ich würde Ihnen auch raten, lassen Sie die Finger von diesem Dialog, wenn Sie den so benutzen, wie er jetzt hier angezeigt wird, denn dann ist er nicht wirklich nützlich. Nützlich wird er, wenn Sie bestimmte Effekte erzielen wollen, die Sie allen mit dem Tiefen- und Lichter-Regler in Camera Raw so nicht erhalten können. Also zum Beispiel stark ge-tonemap-te Ergebnisse erhalten, die aber nicht so flach aussehen, wie dieses Ergebnis hier. Und deshalb würde ich Ihnen empfehlen, immer hier die weiteren Optionen einzublenden. Denn hier haben Sie die Möglichkeit, diese beiden Regler, also den für die Tiefen und die Lichter nochmal fein zu justieren. Also Sie können hier die Tonbreite einstellen und den Radius. Und dass hier ein Radiusregler vorliegt, das deutet schon darauf hin, dass es sich hier um eine lokale Korrektur handelt. Das heißt, hier wird nicht einfach global ein Tonwert aufgehellt oder abgedunkelt, sondern hier werden sich wirklich die Konturen angeschaut und entlang dieser Konturen erhöhen Sie dann den Kontrast mit diesem Regler, und zwar müssen Sie sich das so vorstellen, das der Radius, die Entfernung von einem bestimmten Kontrastssprung festlegt. So und das kann ich Ihnen mal zeigen, wir nehmen mal hier die Lichterkorrektur zunächst raus und schauen uns mal nur hier die Tiefen-Korrektur an. Ich habe das jetzt auf dem Maximum und das können Sie immer so machen, erstmal das Ganze auf das Maximum nach rechts ziehen und dann die anderen beiden Regler optimieren und dann wiederum die Stärke zurück regulieren, bis Sie hier das gewünschte Ergebnis erhalten. So, wenn ich jetzt hier mal den Ton nach rechts ziehe, dann sehen Sie, dass wir auch die Mitteltöne erwischen. das heißt, hiermit legen Sie fest, welche Tonwerte von dieser Korrektur betroffen sein sollen. Wenn ich den Regler ganz nach links ziehe, also in diesen Bereich, dann habe ich wirklich nur die dunkelsten Tonwerte erwischt. Das sehen Sie, wenn ich hier mal die Vorschau ausschalte, dass sich hier wirklich nur die sehr, sehr dunklen Bereiche verändern. Wenn ich den Regler mal in die Mitte ziehe, dann kommt immer mehr dazu, bis wir auch die Mitteltöne aufhellen. Also hier müssen Sie auch aufpassen, was Sie abstimmen möchten. Wenn Sie wirklich nur hier den Blick ein wenig in den Motorraum beispielsweise öffnen möchten, dann nehmen Sie eine kleine Tonbreite und dann haben Sie hier auch das Ergebnis schon erreicht und können dann hier abstimmen, wie hell das Ganze an diesen Stellen werden soll. Und dann kommt aber noch der Radius hinzu. Und da schauen Sie mal, wie sich das Erscheinungsbild verändert, wenn ich den Radius hier verändere. Bei einem sehr kleinen Radius erhalte ich ein sehr flaches Ergebnis. Das können Sie beispielsweise nutzen, um grafische Effekte zu erzeugen, beispielsweise wenn das Ganze wirken soll wie gemalt, dann können Sie hinterher noch die Konturen nachziehen, auch mit verschiedenen Photoshop-Techniken und Filtern, das mal nur am Rande Und wenn ich diesen Regler mal nach rechts ziehe, dann sehen Sie, wie das immer plastischer wird, als wenn Sie mit einem "Unscharf maskieren" Filter hier arbeiten, und wenn sie den ganz weit nach rechts ziehen, ja dann verlieren Sie fast diesen Effekt schon wieder. Und wenn Sie die Form im Bild betonen möchten, dann sollten Sie den Radius so wählen, ja, dass diese Formen besonders plastisch hervortreten. Also mit einem sehr hohen Radius fällt diese Korrektur gar nicht mehr so kräftig auf, dann haben Sie so einen subtilen Aufhellungseffekt, und wenn Sie die Form betonen möchten, wie gesagt, dann müssen Sie einen Radius wählen, der sich an den Formen im Bild orientiert. Also nehmen wir mal hier diesen dicken Reifen, den möchte ich etwas plastischer hervortreten lassen, dann müsste ich jetzt hier einen Radius wählen, der ungefähr dieser Strecke entspricht und die messe ich jetzt nicht aus, sondern ich mache das unter Sichtkontrolle, wiederum bei maximaler Stärke und ziehe jetzt einfach mal den Regler so, dass ich hier diesen Bereich so aufhelle, dass hier Schatten bestehen bleiben und dass hier schön plastisch wird. So und dann kann ich hier mit der Tonbreite bestimmen, wie kräftig das ausfallen soll, sagen wir mal so und habe jetzt hier mein erstes Ergebnis für den Tiefen-Regler. Und genau so machen Sie das dann eben auch für die Lichter, nur da müssen Sie aufpassen, da wird das Ganze sehr schnell sehr flach, gerade bei kleinen Radien und wenn Sie hier bis in die Mitteltöne gehen, dann erhalten Sie solche lustigen Ergebnisse. Also hier nehmen Sie lieber eine geringe Tonbreite, so nenne ich das mal, also dass Sie hauptsächlich die Lichter erwischen und dann wählen Sie vor allem einen größeren Radius, und wenn wir dann mal schauen, dann sieht das Ganze schon deutlich gefälliger aus. Und die Tiefen, die würde ich hier auch noch etwas zurücknehmen, dann diese Korrektur, und dann hätten wir ein sehr plastisches Ergebnis in wenigen Schritten erreicht. Sie können dann hier noch spielen mit dem Mittelton-Kontrast. Also hier die Kontraste noch erhöhen, aber in der Regel kommen Sie damit auch nicht zu viel besseren Ergebnissen, Sie können hier nur im Prinzip den Kontrast etwas retten, indem Sie das senken oder etwas erhöhen für einige Töne, indem Sie den Regler nach rechts ziehen. So eine kleine Erhöhung tut dem Ganzen ganz gut. Die Farbkorrektur, die sorgt dafür, dass die sehr dunklen, aufgehellten Bereiche etwas Farbe erhalten. Achten Sie mal hier auf diesen Schatten. wenn ich diesen Regler mal auf Minuswerte setze, dann ist er ziemlich entsättigt, und ja das sorgt einfach dafür, dass diese Bereiche die natürliche Farbigkeit wieder zurückerhalten. So und ich würde sagen, ich lasse das jetzt mal so. Ja und dieses Ergebnis können Sie jetzt noch plastischer gestalten, indem Sie nochmal ein "Unscharf maskieren"-Filter hinterherschicken, also "Filter" "Scharfzeichnungsfilter" "Unscharf maskieren" und da nehmen Sie jetzt ebenfalls einen eher größeren Radius, und einen kleineren Wert für die Stärke und dann haben Sie so ein sehr plastisches Ergebnis erreicht, und zwar nur mit zwei Dialogen, also das war vorher, das ist nachher und wenn Sie so ein sehr plastisches Ergebnis haben möchten, dann greifen Sie zum "Tiefen/Lichter"-Filter, denn hier haben Sie die volle Kontrolle über die beiden Regler Lichter und Tiefen. Wenn Sie ein eher realistisches Ergebnis erhalten möchten und hier nur das Ganze subtil aufhellen möchten, also die Tonwerte hier ein wenig abstimmen, um etwas mehr Zeichnung in die Tiefen und die Lichter zu bringen, dann würde ich Ihnen immer empfehlen, nutzen Sie diese beiden Regler im Camera Raw-Dialog, denn mit denen können Sie im Prinzip nichts verkehrt machen. Ich hoffe dieses Video war hilfreich für Sie, diese ganze Thematik zu verstehen, natürlich können Sie diese beiden Filter auch kombinieren. Also Sie können hier bereits das Ganze etwas vorbereiten, also die Lichter etwas abdunkeln, die Tiefen etwas aufhellen und jetzt hierauf nochmal den "Tiefen/Lichter"-Dialog anwenden in Photoshop. Aber das ist dann natürlich eine Sache des Ausprobierens und hängt auch vom jeweiligen Bild ab und ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei, diese Möglichkeiten zu entdecken.