E-Mail-Marketing – Grundlagen

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Eines, der in Beratungsgesprächen am häufigsten genannten Probleme, ist die Frage nach den Inhalten eines Newsletters. Tatsächlich kann man es sich einfach machen und die Nutzer entscheiden lassen, was gefällt, indem man deren Klickraten vergleicht.
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Transkript

Worüber schreibe ich in einem regelmäßig erscheinenden Newsletter? Diese Frage stellen sich vor allem kleine und mittelständische Unternehmen. Viele Kunden, mit denen ich in Beratungsgesprächen zusammengesessen habe, waren immer wieder der Meinung, dass die Inhalte, über die sie etwas sagen können, den User nicht interessieren. Ich habe ein anderes Beispiel erlebt. Bei der Beratung einer Zahnradfirma kamen wir auf die Idee, spannende Fotos vom Produktionsprozess und von den Zahnrädern selbst zu machen durch professionelle Fotografen. Und tatsächlich hat sich herausgestellt, dass genau in der Zielgruppe, nämlich der Verwender dieser Maschinen oder Zahnräder, sich sehr viele interessierte Abnehmer für diese Fotos fanden, die diese dann auch über Social Media weitergeleitet haben. Also: Themen gibt es jede Menge! Zum Beispiel interne Themen über Ihr Unternehmen, natürlich alles rund um das Produkt, Hintergründe, wie werden Produkte produziert. Dann, ein ganz besonderer Ansatz ist es, die Mitarbeiter in den Mittelpunkt der Kommunikation zu stellen. Wie wäre es, wenn einer Ihrer Mitarbeiter einmal pro Woche seine Lieblingsprodukte dem User mitteilt? Wofür steht ein Unternehmen? Woran arbeitet es? Das Unternehmen wäre nicht erfolgreich am Markt, wenn nicht auch geforscht würde, wenn nicht auch Trends geprüft werden. Was macht Ihr Unternehmen heute schon? Dann gibt es natürlich besondere Anlässe, wie Gewinnspiele, die eingerichtet werden als Kampagnen, natürlich Firmenjubiläum oder ein Jubiläum eines Mitarbeiters, oder regelmäßig wiederkehrende Ereignisse wie beispielsweise Monatsbestsellerlisten. Was viele Unternehmen übersehen, ist die Möglichkeit, auch über externe Themen zu kommunizieren, die mit ihren eigenen Unternehmen nicht direkt etwas zu tun haben. Wir gucken auf populäre Events, wie Messen, oder große Ereignisse wie die Olympischen Spiele. Natürlich werden Sie nicht in der Lage sein, als Sponsor einer Olympiade aufzutreten, und deswegen werden Sie auch mit den offiziellen Werbemitteln nicht arbeiten können, aber natürlich können Sie trotzdem das Event in den Mittelpunkt ihrer Kommunikation stellen. Nachrichtenthemen, auch die eignen sich für Kommunikation mit Usern. Zum Beispiel, wenn es um Streiks geht, wie bei der deutschen Bahn. Trendthemen interessieren jeden User, wenn Sie etwas zu sagen haben zu einem Thema wie Wearables. Was ebenfalls interessant ist, ist der Ansatz der Kuratierung. Es geht nicht immer nur um die Themen, die Sie selbst produzieren, sondern wie wäre es, wenn Sie sich hinsetzen und zum Beispiel einmal in der Woche die Themen sammeln, die Sie gefunden haben, die Sie spannend finden, auf Seiten von anderen. Hier nun ein paar Beispiele. Der Klassiker ist die Produktkommunikation. Sie haben neue Produkte, neue Kollektionen, berichten über diese. Dann die Hintergründe der Produktion. Hier sehen Sie einen Screenshot von LizForBliss: Eliza Jaden MacDonald macht Schokolade. Und zwar eine ganz besondere Form der Schokolade, die nicht gekocht wird bei der Produktion. Und sie gibt immer wieder Hintergrunderklärungen ab zur Entstehung der Schokolade, aber auch zur Idee der aufgeklärten Ernährung. Was nehmen wir tagtäglich zu uns? Beststeller. Das lässt sich immer generieren. Ihr Shop, Ihr Onlinesystem, kann das immer ausweisen, und Sie können das auch segmentieren. Sie können sagen, das sind die Bestseller im Herrenbereich, im Damenbereich, das sind die Bestseller des Monats. Persönliche Anlässe sind immer eine direkte Form der Kommunikation. Der User gibt Ihnen eine handvoll Anlässe, die Sie nutzen können. Entweder haben Sie das Geburtsdatum abgefragt und Sie können zum Geburtstag gratulieren. Sie können aber auch den Tag der Registrierung als sozusagen den persönlichen Geburtstag im Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen identifizieren. Oder Sie können das Jubiläum eines letzten Kaufes feiern. Vor einem Jahr hast du das letzte Mal bei uns gekauft. Herzlichen Glückwunsch. Ein weiterer persönlicher Anlass wäre tatsächlich der Fortschritt in der Profilbildung. Hier ist ein "Gamification"-Ansatz enthalten, das heißt, man stellt dem User dar, dass das Profil, das er bei Ihnen erstellt hat, noch nicht vollständig ist, und man kann es Stück für Stück ergänzen. Eventuell in diesem Zusammenhang verbunden mit einer Incentivierung für den ersten Kauf. Verkaufsanlässe sind sowieso ein immer wiederkehrendes Instrument der Kommunikation, sei es der Sommerschlussverkauf, oder sei es ein besonderer Sale zu einem bestimmten Anlass. Diese Inszenierung von "Elektronik Conrad" arbeitet mit Elementen des Neuromarketings. Rechts oben sehen Sie ein Ablaufdatum für eine Salesaktion. Hier wird also nicht nur der Salestermin als solcher festgelegt, sondern auch das Ende, und das soll an dieser Stelle Kaufdruck erzeugen. Der User soll möglichst schnell zum Abschluss kommen. Externe Anlässe und Themen: Natürlich Ostern, Weihnachten, natürlich der Sommeranfang -- das sind die Klassiker, die jeder in der Kommunikation beherrscht. Aber wie sieht es aus mit ganz anderen externen Anlässen? Hier sehen Sie einen Tweet von Adidas, der ausgelöst wurde, als es in London zum U-Bahn-Streik kam. Adidas hat das benutzt, und dem User gesagt: "Wie wär's mit Laufen?", und zwar natürlich mit Adidas-Schuhen. Was Adidas an dieser Stelle falsch gemacht hat, ist, sie haben den offiziellen Hashtag nicht benutzt. Der offizielle Hashtag lautete #TubeStrike. Um vollständig von dem Nachrichtenaufkommen zu profitieren, hätte man nicht nur #boostlondon, sondern #TubeStrike mit dazu ergänzen sollen. Das funktioniert per E-Mail genau so. Hier sehen Sie ein Beispiel im Zusammenhang mit der Deutschen Bahn und dem GDL Streik. Jochen Schweizer, der Eventveranstalter, geht mit der These heraus: "Sind Sie frustiert?", -- durch den GDL-Streik oder durch welches externe Ereignis auch immer -- "dann lassen Sie Dampf ab und geben Sie Gas!" Unten sehen Sie übrigens "Hallo Herr Mustermann", das wäre eine unzulässige Ansprache in einer E-Mail. Woher finden Sie solche Trends? Nun, Streiks kündigen sich an, das wäre die allgemeine Nachrichtenlage, aber Sie können auch mal gucken, was Google Trends für Sie bereit hält. Wenn Sie bei Google Trends in die aktuellen Trends hineinschauen, dann sehen Sie, was derzeit gesucht wird. Zum Beispiel in diesem Screenshot sehen Sie ganz unten den Blitzmarathon -- das wäre durchaus ein Anlass, zu dem man per E-Mail aktiv werden könnte.

E-Mail-Marketing – Grundlagen

Lernen Sie die Grundlagen des E-Mail-Marketings und des Newsletters und erfahren Sie, wie Sie sie am sinnvollsten einsetzen, um effiziente Mittel zur Kundenbindung zu erhalten.

2 Std. 16 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:23.07.2015

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