Calvinize V

Texturmontage mit der Füllmethode "Weiches Licht"

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Die Arbeit mit der Füllmethode "Weiches Licht" gehört schon zu den Klassikern bei Fotomontagen. Lernen Sie, welche Voraussetzungen für das Ausgangsbild gelten und wie Sie dann Texturen mit einer Füllmethode überlagern.

Transkript

Ja, und wir kommen jetzt zu einem wahren Klassiker, und das ist die Fotomontage in Einführungszeichen mit der Füllmethode "Weiches Licht". Für all diejenigen, dies sie nicht kennen, ist jetzt spätestens Zeit. Ja, beginnen wir ganz einfach wieder mit der Theorie. Und dann werde ich noch ein bisschen was in der Praxis erklären, wo vielleicht der eine oder der andre Fortgeschrittene noch etwas abgreifen kann. Die Theorie sieht so aus, dass man ein Modell oder eine Person oder ein Motiv vor einem dunkelgrauen Hintergrund fotografiert. Das habe ich in diesem Fall schon gemacht, die Aufnahme wurde auch schon ein klein wenig bearbeitet, die Kontraste herausgearbeitet, im Hintergrund sehen wir so ein kleines Lichtmuster. Aber der Hintergrund ist immer noch nach wie vor dunkelgrau. Und das ist, wie gesagt, ganz, ganz wichtig, dass ihr hier keinen hellen Hintergrund habt oder einen schwarzen Hintergrund. Sondern ihr müsst, rein visuell gesehen, dieses dunklere Grau haben. Und der 2.Punkt ist der, dass man irgend eine Textur nimmt, also spreche ich hier nicht von einer Landschaft, sondern von einer Textur. Ob das nun eine Holztextur ist oder eine Steintextur, es spielt erst mal keine Rolle. Optimal ist, wenn diese Textur farblos ist, grau, in diesem Fall ist meistens so eine Steintextur oder eine Metalltextur am besten. Und die kann man dann problemlos einfügen. Ich zeige euch auch später noch, wie man farblich Texturen einfügt. Doch jetzt ist erst mal für die Theorie eine graue Wand, eine Felswand, die eigentlich zu diesem Motiv ganz gut passen könnte. Ja, und der eigentliche Trick liegt jetzt eigentlich nur darin, dass man die Füllmethode ändert. Und zwar auf die Füllmethode "Weiches Licht". Und dann seht ihr schon, wie sich die Textur quasi ins Bild integriert. Überall, wo der Hintergrund grau war, kommt diese Textur perfekt zur Geltung. Überall, wo der Originalhintergrund etwas dunkler oder etwas heller war, wie an den Haaren, kommt diese Textur weniger zur Geltung. Und das sorgt natürlich dafür, dass gerade die Ränder hier perfekt sind, um später keine Probleme beim Freistellen zu haben. Alles, was man jetzt macht, ist im Prinzip eine Maske anlegen, und über den Bereich malt, den man eben nicht haben möchte. So, wo man keine Textur haben möchte. Da gehe ich mal hier über das Gesicht, zoome es noch mal weiter heraus, nehme eine etwas härtere Pinselspitze, etwa 40%, und fange jetzt an, über das Gesicht zu malen. Und ein weiterer großer Vorteil bei dieser Technik ist, dass man eben gar nicht perfekt freistellen muss, also diese Füllmethode "Weiches Licht", die verzeiht einem einiges, wenn man nicht ganz genau malt. Ich werde es also hier mehr oder weniger grob machen. Man soll sich hier schon ein klein wenig Mühe geben, also, so wie ich es jetzt mache, ist eigentlich schon OK, und so geht man nun quasi über das ganze Bild. Ich werde hier aus Versehen schon ein bisschen hinaus malen. So dass wir dann später einen kleinen Vergleich haben, wie das aussieht. So, schauen wir uns den Oberkörper an, wie der eigentlich freigestellt wurde, und da sehen wir jetzt, wenn wir die Füllmethode ändern, von "Weiches Licht" auf Normal. So hätte das eigentlich ausgesehen. Absoluter Horror. Wenn man aber eben die Aufnahmen miteinander mischt, so quasi miteinander verrechnet, wie z.B. mit der Füllmethode "Weiches Licht", oder Ineinanderkopieren, dann sieht das richtig, richtig gut aus. Und das Tolle ist auch, dass die originale Lichtstimmung im Bild bleibt. Also dieser Lichtverlauf, den wir von hinten sehen, außen etwas dunkler, in der Mitte etwas heller, der bleibt komplett im Bild. Und die Person ist eigentlich perfekt freigestellt, wir haben keine Probleme mit den Haaren, das geht auch bei Ganzkörperaufnahmen, wo eine Person so auf dem Boden steht. Da werden dann sogar die Schatten auf dem Boden, auf den Füßen übernommen. Spiegelungen, wenn die Person auf einer Glasplatte z.B. stand. Und das ist eine ganz einfache Art der Montage, die jeder machen kann. Man muss halt bedenken, dass es nur bei dunkelgrauen Hintergründen geht, und bei Texturen, die man einfügt. So viel zur Theorie. Und in der Praxis zeige ich euch schon ein paar andere Tipps. Dann will ich euch ein paar weitere Tipps geben zur praktischen Anwendung. Ich habe davon gesprochen, dass ihr am besten einen dunkelgrauen Hintergrund nehmt, aber wenn ihr jetzt keinen dunkelgrauen Hintergrund habt, wenn ihr z.B. einen hellgrauen Hintergrund habt, dann können wir einfach dafür sorgen, dass der hellgraue Hintergrund weniger Licht abbekommt, dann würde er auch dunkelgrau. Das gleiche übrigens auch mit einem schwarzen Hintergrund, den ihr vielleicht anblitzen könnt, dass er eben dann ein dunkleres Grau bekommt. Probiert einfach mal aus, ihr müsst das ein paarmal machen, um quasi so euren Workflow zu finden, damit ihr auch schnell seid. Ich habe jetzt hier diese Wand, die ja sehr grau ist, jetzt will ich mal ein Beispiel zeigen, was man machen kann, wenn man jetzt z.B. eine farbige Wand hat. Es gibt nämlich auch noch die anderen Technik, die eigentlich auch sehr-sehr gut ist. Und dazu werde ich einmal dieses Bild hier verändern, diese Ebene, ich gehe jetzt einmal auf farblos, einfach dieses Bild extrem einfärben, so dass man fast schon so eine goldene oder eine braune Wand hat. Und jetzt probieren wir das gleiche noch mal. Das heißt, man hat ja nicht immer eine graue Wand. Ab und zu habt ihr auch eine Farbe, eine schöne Farbe, die man auch erhalten möchte. Und dazu ändere ich jetzt wieder die Füllmethode auf "Weiches Licht" und schaue es mir einmal an. Das sieht soweit schon ganz gut aus. Und wenn ich jetzt mit einer Maske hier frei malen würde, dann ist die Differenz hier einfach noch zu stark. Das heißt, selbst wenn ich nur einigermaßen an der Seite male, das erkennt man. Das funktioniert auf keinen Fall, deswegen nehmen wir hier die Schritte wieder zurück, und jetzt kommt der eigentlich Kniff. Wenn ihr jetzt noch zu den Anfängern der Retusche gehört, bleibt bei der Technik, die ich euch in der Theorie gezeigt habe. Wenn ihr jetzt zu den Fortgeschrittenen gehört, dann wird diese Technik, die ich jetzt zeige, nicht sonderlich schwer fallen. Es ist am Anfang ein bisschen schwer zu verstehen, zur Not schaut euch einfach das Video mehrfach an. Also, was ich jetzt machen werde, ist, ich werde zuerst einmal diese Ebene umwandeln in ein Smart-Objekt. Über Filter "Für Smart-Filter konvertieren". Und jetzt kann ich einen Filter anwenden, und kann ihn jederzeit in der Einstellung ändern. Ein Filter, wie z.B. der Gouache-Weichzeichner, sorgt in der Kombination mit dem "Weichen Licht" dafür, dass die Farbe im Bild bleibt, Strukturen aber verwischen. Das ist die Eigenschaft von der Kombination Gouache-Weichzeichner mit der Füllmethode "Weiches Licht". Das heißt, wenn ich jetzt diese Ebene komplett weich zeichnen würde, und ich mache es jetzt richtig extrem, dann bleibt die Farbstimmung im Bild, aber die Strukturen sind natürlich weg, weil sich eben der Gouache-Weichzeichner über das ganze Bild bzw. über diese ganze Ebene legt. Wenn man eine Ebene vorhin in ein Smart-Objekt umwandelt und dann einen Filter anwendet, wird automatisch auch eine Maske hier mitgeliefert. Und diese weiße Maske bedeutet, dass der Gouache-Weichzeichner auf dem kompletten Bild hier, auf der kompletten Ebene zu sehen ist. Würde man diese Maske hier jetzt umkehren, mit Kommand-I oder Steuerrung-I, dann würde dieser Gouache-Weichzeichner nicht zur Geltung kommen, weil jetzt die Maske schwarz ist. Es ist so das Maskenprinzip. Und das ist der eigentlich Trick. Denn jetzt male ich einfach nur mit der weißen Farbe auf dieser Maske zu dieser Ebene , wo der Gouache- Weichzeichner zum Tragen kommen soll. Und das ist im Gesicht. Und was man dann hat, ist: a) die Textur drin im Hintergrund und b) direkt noch die Farbanpassung des Modells zum Hintergrund. Also man schlägt quasi 2 Fliegen mit einer Klappe und kann so eine tolle oder eine schöne Farbigkeit des Hintergrundes perfekt auf das Modell übertragen. Und das ist eigentlich eine wunderbare Sache. Ich habe das vor einigen Jahren herausgefunden und nutze es immer dann, wenn ich eben einen schönen farbigen Hintergrund habe und mich eben die Farbanpassung des Modells zu dem Hintergrund sparen möchte. Und ein weiterer Tipp hier. Wenn ihr vielleicht die Person ausgemalt habt, oder ihr denkt, ihr habt die Person ausgemalt, und ihr wisst nicht mehr genau, wo ihr schon hin gemalt habt und wo noch nicht, ja, was viele machen, ist, sie drücken dann die ALT-Taste und klicken dann auf die Maske. Ich zeige das gleich mal, Ich mache nur noch den unteren Bereich fertig. Hier z.B. noch ein klein wenig. Also man drückt mit gedrückter ALT-Taste hier auf die Maske, und dann sieht man die, aber jetzt kann man im inneren Bereich malen, aber man weiß ja nicht an der Kante, wo man ist. Und da empfehle ich euch, die Shift- und die ALT-Taste gedrückt zu halten, und dann könnt ihr noch ein bisschen besser sehen, wo ihr eben malen wollt, wo die Person noch ein bisschen quasi freigemalt werden muss. Das ist also ein Tipp in der praktischen Anwendung. Ja, und jetzt haben wir quasi den Hintergrund schon eingefügt, die Lichtstimmung passt perfekt, die Haare sind sauber, also alles ist eigentlich super, und man muss ja nicht mehr viel machen. Wenn man eine Aufnahme im Farblook ändern möchte, dann legt man eine Einstellungsebene über alle Ebenen, und das kann man natürlich jederzeit noch ändern. Also das ist nun einmal eine Methode, die man nutzen kann, wenn man einen farbigen Hintergrund einfügen will. Und denkt immer dran, mit dieser Technik können wir super Hintergründe einfügen,. aber ihr habt auch gesehen, man kann noch eine Textur über z.B. eine Haut legen für etwas speziellere Bildidee Ich wünsch euch auf alle Fälle viel Spaß damit.

Calvinize V

Lassen Sie sich die 50 besten Tipps und Photoshop-Techniken von Calvin Hollywood rund um die Themen Body- und Porträtretusche, Looks, Lichteffekte, Farbspiele uvm. erklären.

6 Std. 57 min (50 Videos)
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