Porträt- und Beautyretusche

Texturen als Vordergrund

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Texturen oder Hintergründe landen ja in der Regel hinter der fotografierten Person. Das eine oder andere Mal kann allerdings auch die umgekehrte Reihenfolge tolle Bilder liefern, wie dieses Beispiel beweist.

Transkript

In den meisten Fällen fügt man Texturen oder Hintergründe auch hinter die Person ein, doch in diesem Bildbeispiel, was ihr jetzt gerade seht, habe ich ein Textur vor die Person eingefügt und ich finde, das funktioniert auch. Das Ganze sieht jetzt aus, als hätte man durch ein Glitzervorhang mit offener Blende fotografiert, also das kann man definitiv auch schon fotografisch erstellen und das sollte auch immer der Weg sein. immer etwas fotografisch immer direkt so zu fotografieren, aber ihr kennt es ja, man hat nicht immer die Möglichkeit. Und ich will euch jetzt zeigen, wie das Ganze funktioniert, wie man quasi von diesem einfachen Portrait dann zu dieser Bildwirkung kommt, dass man also quasi eine Textur vor der Person hat. Wie funktioniert das Ganze? Relativ einfach, man geht auf "Datei", "Platzieren" und wählt sich erstmal die passende Textur aus. Und die seht ihr jetzt hier, ich kann euch nicht mehr genau sagen, was das ist. Das könnte eine Reflexion sein auf dem Wasser, quasi das Sonnenlicht, das sich auf dem Wasser reflektiert, und wenn man dann mit einer ganz offenen Blende mit einem manuellen Fokus fotografiert, dann kann das schon einmal hinkommen. Der Weißabgleich war da dementsprechend auch nicht korrekt. In Blau würde das Ganze dann so aussehen. Es kann aber auch irgendetwas anderes sein, irgendwelche Lichter im Vordergrund, die man total unscharf fotografiert, und dann kriegt man diese Flares, diese Strukturen in das Bild. Von der Farbe her, die kann ich jetzt noch etwas anpassen, das heißt, ich kann da jetzt zum Beispiel noch ein bisschen mehr Richtung Magenta gehen, indem ich jetzt hier so ein bisschen die Regler hier betätige, und dann gehen wir mal so ein klein wenig in diesen Farbbereich rein. Öffnen wir uns diese Struktur einmal. Wir haben jetzt die Datei über "Platzieren" eingefügt. Das heißt, wir haben hier automatisch ein Smartobjekt. Das wiederum bedeutet, wir können so oft skalieren, wie wir wollen, die Qualität verändert sich nicht. Und diese Flares, so nennen wir jetzt mal, diese Blendenflecken, sind mir noch ein klein wenig zu scharf. Doch bevor ich sie unscharf gestalte, werde ich erst einmal die Füllmethode dieser Ebene ändern, und zwar auf die Füllmethode "Negativ Multiplizieren". Und ihr seht, das war jetzt schon mit der entscheidende Kniff bei dem Ganzen. Man kann natürlich noch die Deckkraft bei dem Ganzen reduzieren, aber ich würde definitiv noch ein bisschen mehr Unschärfe reinbringen. Das heißt, wir gehen auf den "Weichzeichnungsfilter" "Gaußscher Weichzeichner". Und wir werden hier mal noch ein klein wenig experimentieren. Das sollte eigentlich schon ganz gut aussehen. Wir können auch gerne ein paar andere Füllmethoden probieren, aber "negativ Multiplizieren" ist eigentlich eine super sichere Methode. Ich klicke hier nochmal doppelt drauf und werde das Ganze noch ein bisschen abdunkeln. Hier, bestätige das Ganze nochmal. Jetzt geht es eigentlich nur noch darum, das Ganze ein bisschen anzupassen. Ihr seht auch bei meinem finalen Bild, habe ich dann doch noch einen leicht anderen Farbton genommen. Auch die Flares sind an einer etwas anderen Position angeordnet. Aber das kommt schon in etwa hin. Wir haben hier noch einen etwas helleren Farbton, das heißt, hier können wir noch mehr in dieses Blau hineingehen. Jetzt bestätigen wir das Ganze nochmal. Das ist das Tolle, wir arbeiten nicht destruktiv, das heißt, wir können jederzeit hin und herswitchen. Und jetzt kommen wir schon hin, kein großer Unterschied mehr. Vielleicht noch etwas unschärfer. Und so ist das Ganze jetzt quasi entstanden. Was dazu noch zu sagen wäre, ist der Punkt, dass man auch ein bisschen mutig sein muss, denn was man jetzt sieht, sieht vielleicht für viele erst einmal komisch aus. Man muss sich ein bisschen dran gewöhnen gerade dann, wenn man selbst erstellt, denkt man oft: "Ja, das sieht doch komisch aus, das kann doch keinem gefallen." Aber jemand, der es nicht weiß, dass es eingefügt wurde, sieht der das alles ein bisschen mit anderen Augen. Ihr könntet einfach mal selbst das Ganze nochmal nachvollziehen, indem ihr einfach ein paar Schritte zurückgeht und euch fragt, wie ihr euch gefühlt habt, als ihr das Bild zum ersten Mal gesehen habt. Habt ihr gedacht "komisch" oder habt ihr gedacht "Nö, das sieht eigentlich ganz gut aus"? Jedem wird es mit Sicherheit nicht gefallen, ich nutze das sehr häufig, dass ich Texturen einfach vorne überlagere, dann meistens mit "Negativ Multiplizieren". Das funktioniert auch so gut, weil der Hintergrund hier sehr schwarz ist, sehr dunkel ist. Ich habe hier mit einer Lichtquelle fotografiert mit einem Hauptlicht von oben, eine Octabox, und dann einfach die Textur drüber und ich finde das ist ein schönes Bild. Ihr wisst nun, wie so etwas geht. Probiert es einfach aus.

Porträt- und Beautyretusche

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6 Std. 20 min (66 Videos)
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