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LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

Textausrichtung logisch auszeichnen

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Die Erstellung einer benutzerdefinierten Umgebung dient dazu, die Textausrichtung innerhalb eines Dokuments logisch auszuzeichnen.

Transkript

Auch bei der Textausrichtung ist logisches Markup unbedingt vorzuziehen. Also auch hier nicht physisches Markup, sondern logisches Markup definieren. Und dafür können Sie eigene Umgebungen schaffen Eigene Umgebungen ähnlich, wie das Erzeugen eigener Befehle, braucht einen Befehl, Namens new, und in dem Fall eben new environment. Sie geben diesem Befehl den Namen der Umgebung mit, die Zahl, der Parameter, eventuell die Vorbelegung einiger dieser Parameter, Startbefehle und Endbefehle. Wie schauen uns im Folgenden an, wie das aussehen kann. Nehmen wir also an, wie würden eine Umgebung brauchen, die den Text einfach zentriert. Dann schreiben wir new environment, meine Umgebung, wir wollen keine Parameter mitgeben, sondern wir fangen direkt an, die Startbefehle zu schreiben. ich mache die geschweifte Klammer auf, füge jetzt ein Kommentarzeichen hinzu, weil ich auf jeden Fall verhindern möchte, dass LaTeX noch ein Leerzeichen setzt aus dem Zeilenumbruch. Sage dann Begin center, weil ich zentriert setzen möchte. Das waren die Startbefehle, jetzt kommen die Endbefehle. Am Schluss muss ich also sagen end, center, und auch diesen Befehl schließen und bin fertig. Was ich jetzt hier entsprechend machen kann, ist, wenn ich sage meine Umgebung, und da entsprechend eine Umgebung daraus mache, der Text und setze das Ganze, dann bekomme ich das Ganze zentriert gesetzt. Es wird noch eindrucksvoller, wenn wir es hier auf A4-Paper setzen, aber ich sehe wunderschön, zentriert gesetzt. Sie brauchen die Umgebung hauptsächlich deshalb, weil Sie hier mehrere Absätze einfügen können, was hier bei Befehlen nicht so einfach geht, das heißt hier können Sie jetzt problemlos mehrere Absätze angeben, und deswegen verwenden Sie Umgebungen. Sie können der Umgebung natürlich auch Parameter mitgeben, was wir jetzt hier nicht verwendet haben. Um das Beispiel etwas auszufüllen, sagen wir, die Umgebung soll hier folgendes tun. Zu Beginn schreiben wir der Beginn der Umgebung, fügen dann ein begin itemize ein und ein end itemize, das Ende der Umgebung. Setzen, und der sagt natürlich, ja, es gibtaber gar keine Items hier, klar, die müssen wir zuerst angeben. Also Item hier und auch vor dieser Zeile, das Ganze setzen, und wir sehen, die Umgebung wird gesetzt. Kopieren wir diese und nochmal hier unten ein anderer Text, noch ein anderer Text, setzen das Ganze, sehen wir, die Umgebung wird mehrfach ausgegeben immer mit dem vollen Text. Wozu jetzt die Parameter? Nehmen wir an, ich würde hier nicht automatisch immer ein Itemize setzen wollen, sondern dem Anwender oder mir selber die Möglichkeit geben, auch etwas anderes zu verwenden, dann schreibe ich statt Itemize hier einen Befehl enymtype, und auch hier einen Befehl enymtype. Wo aber kommt dieser Enymtype-Befehl her? Na gut, diesen muss ich mir erstmal definieren, und da sage ich def enymtype, und wo soll er herkommen, aus einem Parameter, und diesen Parameter hiermit #1 markiert, die muss ich natürlich oben definieren. Wir haben ja gesehen in new Environment setze ich zunächst den Name, Zahl, Vorbelegung, Start- und Endbefehle, und diese Zahl und Vorbelegung brauchen wir jetzt. Wir sagen also, ich möchte, bitte, einen Parameter und standardmäßig, wenn ich also nichts anderes schreibe, möchte ich ein Itemize. Kurz ausprobieren, ob es funktioniert, schauen ob ein fehler kommt, funktioniert. Kommt also hier ein Itemize, weil ich habe nichts anderes geschrieben. Ich kann jetzt hierher gehen und sagen Enumerate. Übersetze das Ganze und habe eine flexible Umgebung, die ich zur Laufzeit noch ändern kann. Das Ganze, indem ich mich mit def enumtype einen eigenen Befehl definiert habe, der vorbelegt wird auf Itemize, und den ich aber ändern kann, indem ich eine Option mitgebe. Das beißt nicht, das kriegen Sie hin, das müssen Sie am Anfang aber auch nicht tun, halten Sie sie im Hinterkopf, Umgebungen selber definieren macht sehr mächtig und sehr, sehr schnell.

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5 Std. 29 min (54 Videos)
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