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Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Test-Charts

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Exakt vermessene Test-Charts können richtig teuer sein, bilden aber für die Kalibrierung der benutzten elektronischen Geräte ein verlässliches Koordinatensystem. Welche Art von Test-Charts bei der Arbeit mit Chromakeys Erfolg versprechen, erläutert dieses Video.

Transkript

Wir haben bereits gesehen, dass eine Graukarte eine wertvolle Hilfe zur Bestimmung der Farbbalance ist. Zur Kalibrierung von Kameras und Belichtungsmessern gibt es aber auch Graukarten mit verschiedenen Graustufen, wie zum Beispiel diese hier von der Firma Sekonik. Die Testtafel hat in ihren Graustufen als kleinstes Intervall einen Abstand von einer sechste Blende. Mit etwas Aufwand kann man damit sogar den erfassbaren Kontrastumfang einer Kamera einmitteln was aber, mehrere aufeinander abgestimmte Messungen erfordert. Moderne Kamerasensoren werden mit einem Kontrastumfang von bis zu 15 Blenden beworben. Wenn man diesen enormen Kontrastumfang den ganzen nebenbei kein Monitor der Welt darstellen kann, in einem einzigen Schritt-Ausmessen, überschreitet man damit die Grenzen, die die reflektieren Testtafeln überhaupt darstellen können. Eine solche Messung ist nur mit einer hinterleuchteten Testtafel möglich. Dabei wird die Helligkeit der Lichtquelle in einem Chart mit Neutraldichtefiltern blendenweise bis auf 0 gebracht. So weit wollen wir aber in diesem Zusammenhang nicht gehen. Ein aus der Fotografie recht bekanntes Messmittel ist das immer wieder gern genommene Macbeth-Chart oder im gleichen Sinne der handliche X-Rite Color Checker Passport. Auf diese beiden Testtafeln wurden für die Kalibrierung der Druckvorstufe entwickelt und haben leider nur wenig direkten Bezug zu den Messwerten in der Film- und Fernsehtechnik. So findet man zum Beispiel, unter den farblosen Testfeldern, die Graustufen hier unten keinen mit einem exakten 18% Reflektivitätswert. Wenn man diese Testtafel trotzdem immer wieder in Bewegbildsequenzen und Filmen findet und ich gestehe, ich setze sie selbst ein, dann haben sie allenfalls die Aufgabe, die Abstimmung, der Farbbalance und der Farbtreuer in der Nachbearbeitung zu unterstützen. wenn ich aber die Eigenschaften einer Videokamera zum Beispiel den Verlauf ihrer Tonwert-Wiedergabe oder der Farbtreuer auf den Grund gehen will, dann benötige ich andere Messmitte. Einige wenige Hersteller weltweit bieten dazu densitometrisch exakt vermessene Testtafeln an. Der Aufwand, der dabei getrieben wird, macht diese Testtafel nicht gerade zu Mitnahmeartikel. Zum Teil kosten sie pro Stück mehrere 100 €. Das wird nachvollziehbar, wenn man sich vor Augen führt, dass jedes einzelne Testfeld auf diesen Tafeln nach dem Druck nachgemessen wird und die gesamte Testtafel ausgemustert werden muss, wenn die Abweichungen zu hoch sind. Für das Ausmessen von Kamera-Signalen und auch für exaktes Arbeiten am Drehort, habe ich mir eine attraktive Zusammenstellung der wichtigsten Festtafel als Paket-Angebot der Firma Image Engineering besorgt. Sie enthält in einer DIN A5 Ledermappe einen Siemensstern eine Graukarte mit 70% Reflektivität und eine Tafel mit Testfeldern aus dem gesamten Farbkreis. Die von mir meistgenutzte Testtafel enthält eine gegenläufige Grautreppe mit 11 Stufen und Felder mit 75% gesättigten Primär- und Sekundärfarben, sowie Textfelder mit hellen und dunklen Hauttönen. Im Druck kann man ein absolutes Schwarz nicht erreichen, deshalb hat diese Testtafel in der Mitte zwei kleine Löcher, die als Lichtfalle dienen und auf diese Weise kann auch der Schwarzpunkt messtechnisch dargestellt werden. Die gerade erwähnte Grautreppe auf dem Chart weist als obersten Wert einer Reflektivität von gerundeten 90% auf. 90% Reflektivität entsprechen in Videosignalen und auf dem Waveform-Monitor mit ERE-Darstellung einem gerundeten Wert von 100%. Eine hundertprozentige Reflektivität einer Matten, also nicht glänzenden Oberfläche gibt es in der Natur nicht. 100% würden einem Spiegel entsprechen. Für Reflektionswerte über 90% sieht die Fernsehtechnik und ich sage hier ganz bewusst, die Fernsehtechnik einen Raum von bis zu 109% vor. Dort werden die Spitzlichter oder Speckscholle-Lights, wie sie im englischen heißen, aufgezeichnet. Das sind zum Beispiel Reflektionen von glänzenden Lack-Oberflächen oder hochglänzenden Metall wie Chrom. Ein wichtiges Ausstattungsmerkmal dieser Sammlung von Testbildern ist die mitgelieferte Dokumentation, die Auskunft über die exakten Werte eines jeden Testfeldes gibt. Vorausgesetzt die Testtafel ist korrekt beleuchtet, weißt man, was man auf einem Waveform-Monitor und einem Vektorscope zu erwarten hat. Nicht im eigentlichen Sinne einer Testtafel, aber dennoch ein nützliches Messmittel für eine schnelle Messung ist dieser kleine Würfel, mit dem Namen Spydercube. Spyder wird in diesem Fall mit einem y geschrieben. Er lässt sich leicht auf ein Stativ montieren und enthält alle Messwerte, die für eine schnelle Messungen in Videobereich relevant sind. 18 prozentiges grau, 90 prozentiges weiß, schwarz und das sogar mit einer Lichtfalle an der Unterseite. Die kleine Chrom-Kugel kann dazu dienen, festzustellen, wo der Bereich der Überbelichtung beginnt. Welchen Nutzen nun habe ich aus der Verwendung einer Testtafel in Hinsicht auf die Einrichtung einer Chromakey-Aufnahme? Ist einfach, wenn ich eine solche Testtafel unmittelbar vor einem Chroma-Hintergrund aufbaue und somit mit dem gleichen Licht beleuchte, bilde Hintergrund selbst, dann kann ich auf meinen Messgeräten sofort erkennen, wo im Tonwert-Spectrum mein grün oder blau angesiedelt ist. In einer zweiten Schritt stelle ich den Testtafel dort auf, wo die Aktion im Vordergrund stattfinden wird. Die gesamte Grautreppe auf der Testtafel sollte bei korrekter Einleuchtung dann einen Blendenwert höher als der Hintergrund eingemessen sein.

Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Lernen Sie, wie Sie Greenscreen-Aufzeichnungen optimieren, sodass die Nachbearbeitung rasch von der Hand geht.

3 Std. 0 min (32 Videos)
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