Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Technische Grundlagen: Das Intervall

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Im zweiten Video über die technischen Hintergründe der Zeitrafferaufnahme geht es um die Beschleunigung, die eine abgebildete Bewegung durch den Zeitabstand während der einzelnen Aufnahmen, das Intervall, erfährt.
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Transkript

Jetzt beschäftigen wir uns mit dem Intervall -- eine weitere technische Grundlage der Zeitrafffotografie. Und vielleicht die spannendste Größe, die wir, als Fotografen, in der Zeitrafffotografie haben, um unseren Zeitraffer beeinflussen zu können. Der Intervall ist maßgeblich für die Beschleunigung der Bewegung in unserem fertigen Video zuständig. Wenn wir den Intervall zwischen zwei Fotos vergrößern, also mehr Zeit lassen zwischen zwei einzelnen Fotoaufnahmen, wird unsere Bewegung stärker beschleunigt. Wenn wir diesen Abstand verringern, wird sie entsprechend geringer beschleunigt. Wichtig ist hierbei nur, dass der Intervall , immer größer sein sollte, als das, was eine normale Filmkamera in Echtzeit abbilden würde. In dem Fall also 25 Bilder pro Sekunde. Das bedeutet, unser Intervall sollte zumindest größer sein als 25 Bilder, die wir pro Sekunde aufnehmen. Eine Beispielsequenz ist diese hier. Die wurde mit einem längeren Intervall aufgenommen, und zwar mit 5 Sekunden. Wir sehen hier die Bewegung des Mondes. Normalerweise ist die Bewegung des Mondes mit bloßem Auge nicht wirklich sichtbar. Aber, wenn wir nur ein Bild alle 5 Sekunden schießen, und das Ganze dann als Video ablaufen lassen, können wir diese Bewegung wunderbar und sehr flüssig wahrnehmen. Eine andere Möglichkeit, mit etwas kleinerem Intervall, ist dagegen diese Beispielsequenz. Ich habe hier einen Sonnenuntergang aufgenommen. Und dieser Sonnenuntergang ist mit 2 Sekunden Intervall gefilmt. Wir sehen hier also die Bewegung der Wolken auch sehr sehr flüssig. Wenn das Ganze auch mit 10 Sekunden Intervall gefilmt worden wäre, würden die Wolken extrem schnell vorbeiziehen und das Ganze sähe fast surreal aus. Auf diese Art und Weise haben wir aber noch eine sehr schöne flüssige Bewegung, die auch dieser Szene angemessen ist. Denn das ist sicherlich eine der schwierigsten Aufgaben für uns als Fotografen in der Zeitrafferfotografie zu entscheiden, welcher Interwall ist für das, was wir aufnehmen, angemessen. Eine ohnehin schon schnelle Bewegung sollte natürlich nicht mit einem noch sehr langen Intervall kombiniert werden, damit die Bewegung noch viel, viel schneller abläuft. Dann sehen wir sie schon fast gar nicht mehr. Ein Beispiel dafür ist sicherlich das Aufnehmen von schnellen Fahrzeugen. Wenn wir da auch noch zusätzlich einen langen Intervall wählen, kann es uns passieren, dass am Ende in Zeitraffer überhaupt kein Fahrzeug mehr zu sehen ist. Das heißt schnelle Bewegungen sollten eher mit kurzen Intervallen kombiniert werden, wohingegen sehr langsamen Bewegungen natürlich besser mit langen Intervallen kombiniert werden können. Ein typisches Beispiel dafür ist das Aufnehmen der Milchstraße, also die Bewegung der Sterne am Himmel, beziehungsweise die Bewegung der Erde. Da arbeiten wir mit Intervallen von 20 bis 30 Sekunden, um das Ganze überhaupt sichtbar zu machen, Ansonsten wäre das für das menschliche Auge so nicht wahrnehmbar. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass ein großer Abstand zwischen den einzelnen Fotos die Bewegung stark beschleunigt, und ein kleinerer Abstand sie nicht so stark beschleunigt. Und das Ganze natürlich angepasst werden sollte daran, ob die Bewegung, die wir aufnehmen, bereits schnell oder langsam vonstatten geht.

Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Lernen Sie, wie Sie selbst spannende Zeitrafferaufnahmen erstellen, bearbeiten und als Video ausgeben, und erfahren Sie, welche Motive sich besonders für diesen Effekt eignen.

2 Std. 43 min (39 Videos)
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Erscheinungsdatum:30.05.2018

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