Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Technikvorstellung

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Die Technik ist das Werkzeug, das keine Kreativität ersetzt, das aber dem Kreativen ermöglicht, seine Ideen bestmöglich umzusetzen. Gute Bilder "sehen" und mit guter Technik in reale Bilder einzufangen - was Sie dafür brauchen, zeigt dieser Film.

Transkript

Equipment - jetzt kommt der Teil der Leidenschaft, des Fotografenherzens. Ihr seht hier gerade, wir haben hier das eine oder andere einmal hergestellt und wollen euch eigentlich jetzt - oder ich im Speziellen, weil ich das einfach sehr, sehr gerne mag - euch einfach das ein oder andere empfehlen. Was macht Sinn, was macht keinen Sinn, vielleicht das macht-- was macht keinen Sinn bisschen runter, gar nicht mal erwähnen, sondern einfach nur was würde ich euch empfehlen, wo macht es durchaus Sinn, das zu erwerben oder nicht zu erwerben. Das wir hier gerade zwei verschiedene Marken haben - und wir selber sind Nikon-Fotografen, haben allerdings auch lange mit Canon fotografiert - dass diese beiden Marken nun auf dem Tisch liegen, liegt daran, dass sie einfach im Markt die bekanntesten sind. Es gibt natürlich all die anderen, das wissen wir auch - da gibt es Olympus, Sigma, Leica und wie sie alle heißen, also ganz viele. Viele von denen oder die meisten sogar haben natürlich dieses Komplettprogramm was Canon oder Nikon bietet auch teilweise im Programm, also insofern, dass wir diese beiden nun vorstellen, ist einfach das  von meinem eigenen Handling her mit den beiden etwas vertrauter bin, mit der Nikon jetzt mittlerweile sehr vertraut bin, mit der Canon immer noch etwas vertraut bin, aber wie gesagt es demzufolge für mich leichter ist. Wir - wie gesagt - vorzugsweise momentan im Nikon-Segment, aber nach wie vor auch in anderen. Was ich euch ganz gerne zeigen möchte, ist einmal der Teil, wo ich denke, das macht durchaus Sinn. Was ihr hier gerade momentan seht, das sind hier einmal die Zoom-Objektive - ich denke mir, die werden vielen bekannt sein. Die gibt es sowohl halt eben bei den Nikon-Kameras als auch bei den Canon-Kameras, hier ist das Segment relativ gleich, und ich habe jetzt einfach mal auf der Nikon hier ein Objektiv drauf, was im Grunde genommen dem - wir nennen es so schön - dem "Immer drauf" entspricht, das ist das 24-70. Das deckt halt eben eine große Breite ab, und wir verwenden es ausgesprochen häufig, weil ich tatsächlich so von den sehr weitwinkligen Aufnahmen bis hin zu nahen Close-up-Aufnahmen alles mögliche machen kann.  Dann haben wir hier die Weitwinkelobjektive, die haben wir momentan auch an der Canon dran, das heißt also - wie gesagt - die Segmente sind relativ ähnlich zueinander, auch wenn es jetzt bei der Nikon hier ein 14.24 ist, und bei der Canon ein 16.35. Dass wir gerade diese Modelle hier liegen haben, ist halt der Pfad-- es sind Vollformatkameras. Vollformatkameras ist also für uns, in unserem Segment eine ganz schöne Angelegenheit, nicht nur wegen der Bildgröße, das ist bei der Nikon gar nicht einmal so groß, aber wie gesagt, es ist ein Vollformat, wir haben mehr Möglichkeiten  in der Bildgestaltung, also mit der Tiefenschärfe können wir wesentlich leichter arbeiten, als wir bei den bekannten Cropkameras, wenn wir bei den Cropkameras eben doch etwas mehr scharf haben, wir aber teilweise, weil wir das sehr lieben zu fokussieren und auch nur bestimmte Bildelemente besonders hervorzuheben und andere eher in eine Unschärfe verfallen zu lassen, das haben wir eben an den Vollformatkameras wesentlich leichter. Sie sind vielleicht etwas hochpreisiger im Segment, aber es ist eben das, was uns gerade jetzt so ein bisschen-- was wir allgemein so ein bisschen haben. Das ist so dieses Thema, wenn wir immer generell gefragt werden: "Wie sieht das aus, weswegen habt ihr denn hier so Profiequipment?" Das hängt so ein bisschen damit zusammen, dass dieses Equipment "per se" robuster ist. Und das unterscheidet uns etwas von der Hochzeitsfotografie zur Hochzeits-Reportage-Fotografie. In dem Wort "Reportage" ist es schon so ein bisschen drin beinhaltet, das Thema nämlich, das wir mit unseren Sachen "On-Location" sind, das heißt, das ganze Equipment ist eigentlich einem wesentlich höheren Faktor ausgesetzt, als das eigentlich im Studio der Fall ist. Wir kennen Regen, wir kennen Schnee, wir kennen Salzwasser, wir kennen Sand, wir kennen Staub. All das treffen wir eben mit unserem Equipment, und darunter leidet das Equipment auch. Und das ist auch für uns so ein bisschen der Grund, dass wir sagen: Das, was wirklich zählt ist eben, dass dieses Equipment möglichst robust sein sollte. Wir haben, damit, das wir sagen, es ist möglichst robust, dann haben wir das Thema Kirche oder dunkle Räume, da müsste es also auch möglichst lichtstark sein, und damit schießen wir uns automatisch in ein bestimmtes Feld des Equipments, wo wir sagen, wenn wir lichtstarke Objektive und die auch noch robust haben wollen, dann haben wir auch ein gewisses Preissegment, was wir sofort erreichen. Das Einzige, wo wir ein bisschen noch variieren können, das ist-- dass wir sagen-- oder was ich euch empfehlen wollen würde, wäre, wenn die doch recht hochpreisigen, wenn auch supertollen Zoomobjektive, die lassen sich teilweise ersetzen durch etwas preisgünstigere, aber keineswegs qualitativ schlechtere Standardobjektive. Die Standardobjektive, bzw. die Festbrennweiten, wie man das nennt, haben eben kein Zoom, Festbrennweiten sind auf eine bestimmte Brennweite fest, in diesem Fall ist es hier ein 50 mm 1.4 von Canon, eine ganz tolle Linse. Ich weiß, dass es sie auch als 1.8er gibt. Ich habe hier auch ein 50mm 1.4 von Nikon liegen, das gibt es auch als 1.8er. 1.4 und 5 und Vollformat ist auch - sag ich mal so - ein bisschen "tricky". Man hat sehr schnell halt eben eine sehr hohe Tiefenunschärfe drin sitzen, deswegen ist es also gar nicht mal so schlimm, wenn wir hier nur ein 1.8er Objektiv haben, aber der Teil ist letztendlich, dass diese Festbrennweiten bei Weitem wesentlich günstiger sind und günstiger auch gerade im Vergleich dazu, wenn ich günstige Zoom-Objektive nehme. Günstige Zoom-Objektive, die hier teilweise in Bereichen anfangen von einer Blende 3.5 bis 5.6, was relativ normal ist, die Objektive sind zwar sehr preiswert, aber wir können sie in den wenigsten  Fällen anwenden, weil im Grunde genommen zum einen die Blende 3,5 schon eine gewisse Schärfe mit sich bringt, und zum anderen auch eine gewisse Lichtschwäche, das heißt also, gerade wenn wir in dunklen Räumen sind, Kirchen, abends bei der Feier usw. ermöglichen uns andere Blenden einen höheren Spielraum. Das gilt dann bei den Kameras, wäre das analog dazu meinetwegen der ISO. Das heißt also, wo ich den ISO sehr hoch einstellen kann, ohne ein extrem starkes Rauschen zu bekommen, ist für mich natürlich die Bandbreite dessen, dass ich das Equipment einsetzen kann, um ein Vielfaches besser. Was wir standardmäßig haben, ist eigentlich die Abdeckung der Brennweite von 14, oder hier bei Canon von 16mm, bis hin zum klassischen 200. Hier habe ich beide mal stehen, das ist 70-200, ich kann es einmal gerade zeigen, das sind die klassischen oberen Bereiche, wird sehr viel eingesetzt. Ich denke, die meisten von uns kennen das tatsächlich, wenn man so ein Sportereignis guckt, dann schaut man immer an den Rand, und dann sieht man eben die Objektive, die da sind. Oftmals waren es halt in der Vergangenheit dann die grauen Canon-Objektive gewesen, mittlerweile weiß ich halt das Nikon auch graue Objektive herstellt, aber mittlerweile ist eben Nikon auch wieder stark in diesen Bereich eingewachsen. Für uns ist das eben - und damit sind wir wieder bei dem Wort: Reportage - natürlich genauso wichtig, dass wir letztendlich Sport-Equipment haben. Das heißt also, dadurch dass wir den ganzen Tag begleiten und dass es eigentlich immer so eine Rennerei ist und Action ist, hier passiert was, da passiert was, ist es eben für uns einer der Hauptaugenmerke daraufliegend, dass wir schnell fokussieren können und sicher fokussieren können. Das ist also gerade bei dem Equipment einer von unseren sehr großen Faktoren, nach dem "Er muss robust sein." und "Er sollte möglichst lichtstark sein." kommt dieser Faktor halt einfach "Er muss letztendlich auch schnell und sauber fokussieren.". Nichts ist schlimmer, als wenn ich eine Situation sehe, ich versuche ihn ins Bild reinzubekommen, aber mein Fokus sitzt halt eben nicht  unscharf oder eben nicht. Das ist im Übrigen auch ein Teil, den wir an den Kameras separat einstellen. Das kann ich jetzt gerade ein bisschen schlecht zeigen, aber jedes Modell hat die Möglichkeit, den Schärfepunkt auf die Kamera selbst einzustellen. Das heißt, wir messen unsere Objektive immer auf den eigentlichen Kamera-Body ein. Weil, das Einzige, was nachher zählt ist einfach das, was ich fokussiert habe, das möchte ich scharf haben. Also, wenn ich die Braut anvisiere und ich visiere das Auge an, dann möchte ich auch, dass dieses Auge scharf ist. Ich möchte nicht, dass die Ohren scharf sind, und ich möchte nicht, dass die Nase scharf ist, sondern ich möchte dann, dass das Auge scharf ist. Das ist später auch bei der Bildgestaltung ein Thema. Das, was ich rein haben möchte, das möchte ich auch scharf haben. Alles andere wirkt sehr schnell als verwackelt, oder als unscharf deklariert. Wir haben - wie gesagt - angesprochen das Weitwinkel hier, das 1424. Bei der Canon das 1635. Weitwinkel hat immer so ein bisschen den Part, dass es sehr dynamisch wirkt. Wenn wir Bilder machen, die einfach ein bisschen mehr mit Schwung rüberkommen sollen, dann verwenden wir sehr stark die Weitwinkelobjektive. Es geht also bei den Weitwinkelobjektiven nicht darum, dass ich möglichst groß die Gruppen drauf bekomme. Weil wir kennen das: Je weiter ein Objektiv wird, desto stärker ist die Randverzeichnung, desto stärker werden die Personen am Rand gezerrt. Ich nutze das zwar immer sehr stark, dass ich-- ich zeige mal hier so eine gigantische Linse. Ich finde das nämlich so toll: das ist ein richtiges Glotzerauge. Wir nutzen das einfach immer bei Gruppenbildern, wo wir sagen, dass die ein bisschen stärker zusammenrutschen sollen, weil das Gegenstück dazu ist: Wer am Rand steht, der wird automatisch nochmal ein Vielfaches dicker, und da die meisten Leute nicht dick abgezeichnet werden möchten, ist es einfach so, dass die dann auch automatisch zusammenrutschen. Aber, wie gesagt: Wir verwenden Weitwinkelobjektive eigentlich nicht, um möglichst weit eine Gruppe aufzunehmen, sondern wir verwenden Weitwinkelobjektive um Dynamik reinzubekommen in ein Bild, um auch dieses Verzerren noch stärker herauszuarbeiten. Lässt sich besonders gut einsetzen, gerade wenn man die Braut fotografiert, dass man über die Schleppe hinweg zur Braut hochgeht, dann wirkt die Schleppe um ein Vielfaches noch weiter - im Grunde genommen, hat noch viel mehr Dynamik das Bild, als wenn wir es ganz normal mit einem 50-mm fotografieren wollen. 50-mm, gerade ein schönes Schlagwort. Welche Linse nehme ich jetzt? Ich nehme mal die Nikon-Linse, eben hatte ich die Canon-Linse gehabt. 50-mm liebe ich, Punkt. Also das kann ich so stehen lassen. Hat einen superschönen Schärfeverlauf zur Seite hin. Ist aber - wie gesagt - an der Vollformat auch wirklich ein 50-mm-Objektiv, das heißt, entspricht exakt meinem Blickwinkel, den ich habe. Was mag ich an dem Objektiv besonders gerne? Einmal halt den Schärfeverlauf, der ist wirklich traumhaft schön. Das Stichwort wäre hier das "Bouquet". Es sieht wunder-, wunderschön aus. Aber, was ich an den Festbrennweiten noch mehr liebe, ist die Tatsache, dass ich selber gezwungen bin, mich zu bewegen. Etwas, was ich mir bei den Zoom-Objektiven rausnehme. Bei den Zoom-Objektiven da kann ich brav in der Ecke stehen und kann dann, sozusagen als stiller Beobachter - das verschriene Wort Paparazzi kommt einen wieder in den Kopf - in der Ecke stehen und kann das Ganze beobachten. Das ist beim 50mm überhaupt nicht möglich, das heißt also, wenn ich etwas zoomen will, dann muss ich das an meine Beine weitergeben, dann muss ich entweder näher herangehen, wenn ich es näher haben möchte, oder ich muss halt einfach weiter weggehen. Ich bin gezwungen, hin- und herzugehen. Hat den Vorteil, dass man automatisch natürlich mit den Personen, die man fotografiert, mehr interagieren muss. Nicht jeder mag es, wenn man ihm sozusagen auf der Nasenspitze hängt, deswegen ist es aber eigentlich ein tolles Objektiv für einen selber, um halt einfach auch mal bisschen die Kommunikation anzutreiben. Standardobjektiv, wie gesagt, 24-70, von 24 bis 70, da ist das Wort 50mm irgendwo drin versteckt, das heißt also hier habe ich eigentlich auch mein Otto-Normal-Objektiv mit dabei. Aber ich weiß einfach, dass diese teureren und das ich die Standardobjektive einfach anpreise, liegt so ein bisschen daran, bevor ich halt einfach ein billiges Objektiv nehme, kann ich lieber mit ein paar etwas günstigeren Standardobjektiven meine ganze Bandbreite abdecken. Die Standardobjektive, die als bekannt gelten, sind das 24er, 35er, das 50er, das 85er, eine ganz hervorragende Porträtlinse, aktuell mehr, aber etwas zu langsam vom Fokussieren her, das 105er und das klassische 180er und das 200er. Aber, wenn ich das einfach mal so ganz über den Daumen zusammenreche, und jetzt nagelt mich nicht hier auf den Preisen einzeln fest, ich würde mal sagen, so ein 24-70, das liegt preislich ungefähr bei 1500 Euro, das heißt, eine Standardlinse, 1,8-50mm hat momentan glaube ich einen Preis von an die 200 Euro, also ich glaube irgendwie 180 Euro liegen die gerade. Wenn ich das also einmal hochsummiere - ich nehme mit ein 35mm, oder ein 24er, ich nehme ein 50mm, ein 85er oder 105er, und noch eine Linse 180. Dann habe ich eine Bandbreite abgedeckt von 24 bis 180, eventuell bis 200. Das heißt also mein gesamtes Spektrum, was ich hier auf drei Linsen verteile, zu einem Preis, den ich normalerweise bei einem 2470 schon auf den Tisch legen muss. Insofern - wie gesagt - sind die Standard- und Festbrennweiten eine super lohnende und wirklich attraktive Sache. Ich verwende sie - trotz dessen, dass wir natürlich auch die Zoom-Objekte haben - immer ganz gerne, weil einfach hier die Lichtstärke noch um einiges höher ist, als bei den Zoom-Objektiven. Aber im Grunde genommen - wie gesagt - kann ich auch mit einem nicht ganz so teuren Einstieg in die Welt des Equipments nach wie vor tolle Qualität bekommen zu einem recht günstigen Preis. Ich muss mir halt einfach überlegen, was ich dann nehme. Wie gesagt, jede Kamera hat ihr Equipment-Sortiment, jede Marke hat ihr Equipment-Sortiment von A bis Z. Da entscheiden eigentlich persönliche Vorlieben. Da müsst Ihr schauen, was Euch persönlich besonders gut gefällt. Einfach zum Händler gehen, ausprobieren, in die Hand nehmen. Und wenn man das Gefühl hat: Das ist meine Kamera, dann ist das Eure Kamera, und mit der macht Ihr auch tolle Bilder.

Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Machen Sie sich mit dem emotionalen, erlebnisorientierten Stil der Hochzeitsreportage vertraut und profitieren Sie von den Erfahrungen und Ideen zweier professionellen Fotografen.

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