Teams aufbauen, entwickeln und zum Erfolg führen

Teamrollen

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Der Engländer Meredith Belbin hat ein Modell erstellt, nach dem sich die einzelnen Rollen in Teams einordnen lassen. Er unterscheidet drei Arten von Teamrollen, anhand derer sich bestehende Teams analysieren und neue Teams aufbauen lassen.

Transkript

In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts untersuchte der englischer Professor Meredith Belbin die Frage, wie sich verschiedene Persönlichkeitstypen auf die Teamleistungen auswirken. Er identifizierte zunächst acht verschiedene Teamrollen, die er später noch um einen neuen Text ergänzte. Belbins Ausfassung nach arbeiten Teams dann am erfolgreichsten, wenn Sie verschiedene Persönlichkeitstypen in sich vereinen. Die einzelnen Typen teilt er zunächst nach drei verschiedenen Orientierungen ein: Handlungsorientierung, Kommunikationsorientierung und Wissensorientierung. Schauen wir uns nun die neuen Typen und die ihnen jeweils entsprechenden Rollen ein wenig genauer an. Falls Sie sich mit dem Thema intensiver befassen möchten, führe ich zur Sicherheit die englischen Begriffe mit auf. Fangen wir mit den handlungsorientierten Rollen an. Der Name sagt es schon: Für diese Teammitglieder steht das Tool im Vordergrund. Drei Rollen definiert Belbin hier: den Macher, den Umsetzer und den Perfektionisten. Mit diesen drei Rollen ist Ihr Team schon einmal auf einem guten Weg. Der Macher ist energiegeladen, übernimmt Verantwortung und treibt seine Kollegen an. Dank seiner kann ein Team zu schnellen Entscheidungen gelangen. Der Umsetzer macht seinem Namen alle Ehre. Er setzt Pläne und Beschlüsse um. Der Perfektionist wiederum sorgt dafür dass die erzielten Ergebnisse stimmen und zwar bis ins Detail. Genauigkeit sein Credo. In der zweiten Kategorie finden wir die kommunikationsorientierten Rollen. Hierzu gehören der Koordinator, der Teamarbeiter und der Wegbereiter. Der Koordinator kann Ziele setzen und das Team von der organisatorischen Seite ihr am Laufen halten, weil er beispielsweise die verschiedenen Aufgaben an diejenigen Teammitglieder delegiert, die jeweils am besten geeignet sind. Der Teamarbeiter ist die gute Seele im Team. Er ist sehr kommunikativ, sorgt für Harmonie und ein gutes Arbeitsklima. Wenn Sie den Teamarbeiter fragen, wie gut er die anderen Teammitglieder kennt, werden Sie erstaunt sein, wie viele er von den anderen weiß. Der Wegbereiter ist derjenige, der für die Außenkommunikation des Teams am besten geeignet ist. Er recherchiert und findet Mittel und Wege, wenn es einmal nicht so gut weitergeht und baut Kontakte auf, die für das Team insgesamt wertvoll sind. Als letztes schließlich: die wissensorientierten Rollen. In dieser Kategorie gehören der Neuerer, der Beobachter und der Spezialist. Der Spezialist ist übrigens die Rolle, die Belbin später hinzugefügt hat. Der Neuerer ist der Daniel Düsentrieb im Team. Er es immer auf der Suche nach alternativen Lösungen, denkt jenseits von ausgetretenen Pfaden, setzt seine Fantasie und seine schöpferische Ader ein. Auf ihn sollte setzen wir vor einem wirklich schwierigen Problem steht. Der Beobachter ist der Analytiker im Team. Er denkt strategisch und nüchtern und betrachtet viele sehr kritisch. Für ihn steht die Frage der Machbarkeit im Vordergrund. Als letztes schließlich: der Spezialist. Auf ihn kann sich verlassen, wer Fachwissen braucht. Der Spezialist ist die zentrale Quelle für fachliche Informationen im Team . Aber, was fangen wir jetzt mit diesen Rollen an? Muss jedes Team aus mindestens neun Mitgliedern bestehen? Und wo ist die Kehrseite der Medaille? Nur, weil es neuen Rollen gibt, bedeutet das nicht automatisch, dass wir neuen Teammitglieder brauchen. Je nach Aufgabenstellung, Komplexität der Aufgabe und anderen Faktoren werden die einzelnen Rollen unterschiedlich stark benötigt. Außerdem sind manche von uns in der Lage mehrere Rollen auszuüben oder flexibel zwischen Rollen zu wechseln. Sie sollten außerdem eines bedenken: Jede Rolle wohnen auch negative Eigenschaften inne. Ich habe diese hier ganz bewusst ausgeblendet. Wenn Sie bei der nächsten Gelegenheit über die Entwicklung Ihres eigenen Teams nachdenken, dann sollten Sie sich diesen Bereich aber ebenfalls anschauen. Aus meiner Sicht ist vor allem eines wichtig. Selbst, wenn Sie nicht alle neuen Rollen vollständig ausfüllen können, sollten Sie darauf achten, dass die drei Bereiche, Handeln, Kommunizieren und Wissen, aneignen und weitergeben in Ihrem Team abgedeckt sind. Sonst entstehen Lücken, die den Erfolg Ihres Teams entscheiden behindern können. Als Premium-Abonnent finden Sie in Ihren Unterlagen-Arbeitsblatt Nummer 3 mit dem Titel "Die verschiedenen Rollen in meinem Team". Verwenden Sie es um herauszufinden, welche Rollen in Ihrem Team gut besetzt sind, wo Lücken bestehen und nicht zuletzt, welche Rolle Ihnen selbst am besten liegt.

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Lernen Sie die Rahmenbedingungen für erfolgreiche Teams kennen und erfahren Sie, wie Sie solche Teams im beruflichen Alltag entwickeln.

1 Std. 14 min (22 Videos)
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Erscheinungsdatum:01.02.2017

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