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LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

Tabelle erstellen

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Eine Tabelle stellt eine strukturierte Sammlung von Daten dar. LaTeX erfasst eine Tabelle zeilenweise in einer speziell dafür vorgesehenen Umgebung.

Transkript

Tabellen Was sind Tabellen? Nun kurz gesagt, Tabellen sind so etwas, wie Sie hier in dem PDF sehen. Und in diesem Video werden wir uns ansehen, wie wir derlei Tabellen erzeugen können. Der Code der Tabellen ist hier links zu finden. Und in diesem Kapitel schauen wir uns an, wie wir dazu kommen. Doch fangen wir am Angang an! Was sind Tabellen? Zeilen in einem Gitter, Zeilen und Spalten? - Beides kommt schon nahe hin. Eine Tabelle ist eine strukturierte Sammlung von Daten. Das allein sagt aber noch nicht viel aus. Daten können Tabellencharakter haben, müssen aber nicht. Es kann sein, dass Daten logisch in eine Aufzählung münden sollten, wenn sie sich nur in einem bestimmten Merkmal unterscheiden. In diesem Fall ist dann auch eine Aufzählungsumgebung besser geeignet, als eine Tabellenumgebung. Nutzen Sie also Tabellen dann, wenn Sie tatsächlich Tabellendaten haben, nicht dann, wenn Sie allein aus irgendwelchen Layoutgründen gerne eine Tabelle hätten. Eine Tabelle ist auch wieder eine logische Aufzeichnung, die Sie dann grafisch formatieren. In LaTeX erfassen Sie Tabellen zeilenweise in dafür vorgesehenen tabular-Umgebungen. Wir haben ja vorher bereits eine table-Umgebung geschaffen, und jetzt löschen wir diese "fbox", den Platzhalter für die Tabelle heraus, und geben zwischen diesen zwei Kommentarzeilen jetzt unsere Tabelle an. Wir brauchen also die tabular-Umgebungen. Fangen wir also an, mit begin(tabular) Was wir zunächst machen wollen, ist: wir wollen Zeilen erfassen. Und zwar, jeweils in drei Spalten. Wir wollen, wie vorher schon gesehen, die Zeiten und Ziele angeben. Spalten werden immer getrennt mit dem Ampersand, mit diesem Und-Symbol. Die erste Spalte wollen wir leer lassen, und schreiben deshalb gleich ein Und-Zeichen, schreiben dann "Zeiten", nochmal ein Und-Zeichen, auch das soll leer bleiben. Der Doppelbackslash schließt die Zeile ab. Dann geben wir das "Ziel" an. In die nächste Spalte - die "Abfahrt", und in die nächste Spalte - die "Dauer". Dann geben wir einige Ziele an, "stündlich" und dauert z.B. 3:20, dann "Berlin", "stündlich" und 5:40, und "Hamburg" - alle 5, Sie erinnern sich: Backslash + Komma für einen halben Zwischenraum, und 5:20. Nun haben wir die Spalten schon eingegeben. Wir können jetzt die Funktion unseres Editors nutzen, um das Ganze noch etwas schöner zu formatieren, indem die Spalten z.B. alle untereinander stehen. Auch hier mit Tabulator komme ich dann entsprechend nach da vorne. Und auch hier gehe ich mit dem Tabulator nochmal nach vorne. Das sollte genügen. Wenn ich jetzt das kompiliere, werde ich einen Fehler bekommen. Ja, denn LaTeX weiß noch gar nicht, was für Tabellenspalten ich setzen möchte. Die muss ich LaTeX schon bekanntgeben, denn ich könnte ja die Tabellenspalten linksbündig setzen wollen, zentriert oder rechts. Und genau das mach ich jetzt auch. Die Umgebung "tabular" benötigt einen Parameter, und zwar die Spaltendefinition. Und zwar, "l" für eine linksbündige Spalte, "c" für eine zentrierte Spalte, und "r" für eine rechtsbündige Spalte. Das kompiliert, bekomme ich die Ausgabe. Und Sie sehen: die erste Spalte - linksbündig, die zweite Spalte - zentriert, die dritte Spalte - rechtsbündig. Vielleicht möchten Sie die Tabelle jetzt in ein Raster einbringen, und, obwohl ich stark davon abrate, vertikale Linien anbringen. Das können Sie tun, indem Sie einfach ein Vertikal-Zeichnen vor und nach der ersten Spalte angeben. Das ist in dieser Schriftart hier im Editor schwer zu unterscheiden von dem kleinen "L", ist aber ein Vertikal-Zeichen, kein "L". Auf Mac zu erreichen mit Alt + 7, unter Windows entsprechend mit Alt gr und dem größer/kleiner-Zeichen. Wir setzen das Ganze, und haben unsere vertikalen Linien. Ebenso könnten wir mit "hline" entsprechend hier und hier, und vielleicht hier sogar eine doppelte horizontale Linie erzeugen. Und am Ende vielleicht auch nochmal eine. Vorsicht: ich sage nicht, dass das schön ist. Ich zeige Ihnen nur die Möglichkeiten gerade auf. So könnte die Tabelle nun aussehen. Ich rate Ihnen stark davon an, überhaupt vertikale Linien zu verwenden. Sie sind meistens überflüssig und unterbrechen nur den Lesefluss. Denn so ist die Tabelle genauso klar, aber deutlich schöner. Die Angabe der "Zeiten" müsste aber eigentlich über der zweiten und dritten Spalte gleichzeitig stehen. Wir brauchen also mehrspaltige Zellen. Dafür gibt es in LaTeX den Befehl "multicolumn" Wir schreiben also hier davor: "multicolumn", und zwar über zwei Spalten hinweg. Das Ergebnis soll auch wieder zentriert sein. Und in diese Spalte soll "Zeiten" stehen. Damit brauchen wir natürlich die dritte Spalte nicht mehr. Wir lassen uns das Ganze ausgeben, und sehen: "Zeiten" steht jetzt über der zweiten und dritten Spalte gleichzeitig. "multicolumn", drei Argumente: Anzahl der Spalten, Ausrichtung, Inhalt. Nun möchten wir vielleicht zusätzlich noch angeben, welcher Zug dort fährt. Also, irgendwo vielleicht noch hier die Zugart angeben. Und dann fährt vielleicht hier ein "Intercity" oder ein "ICE". Und hier fährt ein "ICE", und hier fährt ein "ICE". Wir müssen oben natürlich noch unsere Spalten "Information", Spalten "Definition" vervollständigen. Und haben jetzt hier noch unsere "Zugart". Wie bekommen wir nun, dass "ICE" hier und das "ICE" ersetzt durch nur ein "ICE", das in der Mitte steht? Nun dafür gibt es auch wieder einen Befehlt. Dieser Befehl heißt "multirow". "multirow" kommt mit dem Paket gleichen Namens, also \usepackage(multirow), und hat einen entsprechenden Befehl, den wir hier eingeben. Wir lassen jetzt im ersten Auftreten leer. Das heißt, wenn Sie es jetzt so setzen, würde hier einfach nichts stehen. Wir wollen aber dieses "ICE" hier in der Mitte der beiden Zeilen stehen haben. Dies erreichen wir, indem wir den multirow-Befehl angeben. Als erste Option bekommt er, wie viel Zeilen er umfassen soll: er soll zwei Zeilen umfassen, und zwar von hier aus nach oben, also -2. Wie sollen diese ausgerichtet sein? Mit dem Stern (*) geben wir an, dass es zentriert sein soll. Und dann müssen wir noch den Inhalt angeben. Der lautet "ICE". Wir setzen das Ganze, und sehen: "ICE" wird jetzt in der Mitte der beiden Zeilen gesetzt. Das heißt: multirow, Zeilenanzahl, mit Minus geht's nach oben, Stern, ICE. Genau dasselbe könnten wir übrigens auch erreichen, wenn wir multirow hier rausnehmen, in die obere Zeile eingeben, und dafür ein "+2" oder nur ein "2" hinschreiben. Das heißt, das soll sich nach unten ausdehnen. Erzeugt dasselbe Verhalten. Standardmäßig setzt LaTeX zwischen den Spalten einen kleinen Abstand. Diesen können Sie natürlich auch bestimmen, und zwar, in der Tabellendefinition, indem Sie nach der Tabellen- bzw. nach der Spaltendefinition ein @ und eine geschweifte Klammer eingeben. Diese geschweifte Klammer bestimmt den Abstand. Das heißt, wenn wir hier jetzt jeweils das so eingeben, dann überschreibt das den normalen Abstand und sorgt dafür, dass wir keinen Abstand mehr haben. Das heißt, wenn wir das einfach setzen, Sie sehen, dann wandern die Spalten sehr nahe zusammen. Näher als wir das eigentlich haben wollen. Wir können jetzt hier wieder unsere Befehle angeben: "\qquad" oder wir schreiben hier einfach ein "\hspace(15mm)" rein und so weiter. Und auf diese Weise können wir die Abstände der Spalten bestimmen. Vorsicht: dies sind die Abstände der Spalten, nicht die Spaltenbreiten. Auch hier gilt wieder: ich empfehle Ihnen, die Spaltenabstände nicht zu verändern, sondern LaTeX einfach seine Arbeit machen zu lassen. Drehen Sie also hier dran bitte nichts in der Regel, sondern lassen Sie den Automatismus sein Werk tun - dann sieht es immer vernünftig aus!

LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

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5 Std. 29 min (54 Videos)
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