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PostgreSQL Grundkurs

Tabelle anlegen

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Dieses Video erläutert den grundlegenden Ablauf, um eine neue Tabelle innerhalb einer bestehenden Datenbank in PostgreSQL anzulegen.

Transkript

In einer Datenbank alleine können noch keine Datensätze gespeichert werden, denn die Datenbank, die Database, bildet quasi nur den Container, in dem alle, ja, Datensätze, die ich benötige, abgelegt werden. Und diese Datensätze selber werden ja auch nicht in der Datenbank gespeichert, sondern in den dazugehörigen Tabellen. Sie erinnern sich: Wir haben ein relationales Datenbanksystem, und relationale Datenbanken speichern und strukturieren Ihre Datensätze innerhalb von Tabellen. Und die Tabellen wiederum kommen in die einzelnen Datenbanken. Wenn Sie noch keine Datenbank haben, wie ja auch in meinem Fall, dann gibt es einen Befehl unter der Eingabeaufforderung beziehungsweise der Kommandozeile, der heißt "createdb". Alternativ können Sie das auch über einen grafischen Client machen. Ich lege jetzt gerade eine neue Datenbank an: "createdb adressen". Das soll ausreichen. Und das geht ziemlich unspektakulär. Und anschließend wechsle ich in der Kommandozeile mit psql in die Datenbank "adressen" hinein. So, und das sehe ich, dass es funktioniert hat, dass auf der linken Seite nun neben dem Cursor "adressen" steht. Wie legt man nun eine Tabelle an? Der dafür zuständige SQL-Befehl lautet, wie auch bei der Datenbank, wir hatten "CREATE DATABASE" zur Anlage einer neuen Datenbank, genauso kommt man dann auch auf die Idee, dass der Befehl, um eine neue Tabelle anzulegen, "CREATE TABLE" ist. Dann folgt in der Regel der Name der Tabelle, also das heißt, welche Art von Adressen jetzt zum Beispiel in dieser Datenbank gespeichert werden sollen. So, und ich erstelle jetzt hier einfach mal eine Tabelle "freunde". Das macht Sinn. Die Datenbank, die Basis, kann nun mehrere Tabellen mit Adressen beinhalten. Das können Freunde, Kunden, Partner meinetwegen, was auch immer, alles, was man unter Adressen speichern kann, aber auf gewisse Weise strukturieren möchte, beinhalten. Also "CREATE TABLE freunde". Und dann folgt das Ganze durch eine runde Klammer. Und Sie könnten jetzt theoretisch in einer Zeile weiterschreiben. Aber üblich ist es, dass man dann quasi in die nächste Zeile geht. Und Sie sehen, dass Sie sich jetzt innerhalb der runden Klammern befinden, und zwar innerhalb der Datenbank "adressen", runde Klammern. Der Befehl ist also noch nicht beendet. Ja, und jetzt geht es im Grunde einfach weiter. Ich gebe jetzt hier zum Beispiel "vorname" ein, muss eine Information eingeben, von welchem Datentyp das ist, theoretisch gesehen. Praktisch kann ich das auch weglassen, aber man würde natürlich dann hinterher Probleme kriegen. Ich kommentiere das aber im Moment mal nicht. Also, ich nehme jetzt einfach mal nur eine Angabe. Das "varchar" steht für "variable character". Und die Länge davon ist 80. Und dann, ist aber wieder wichtig, folgt ein Komma. Jetzt drücke ich wieder Return. Jetzt kann ich so weiter machen. In der Form, zum Beispiel, wieder mit "vorname", "name", "strasse", Komma. Also, Sie merken schon: Die einzelnen Spaltenbezeichner, die Sie dort sehen, die werden, durch Kommata getrennt, nun eingegeben. Jetzt haben wir noch die Postleitzahl. Und auch hier benutze ich einfach eine Zeichenkette. Der Grund ist einfach: Wenn ich dort einen numerischen Wert verwenden würde, dann schluckt der die führenden Nullen. Das möchte ich am Anfang jetzt erst einmal vermeiden. Und, ja, typische Postleitzahl hat fünf Stellen. Also reicht das hier an der Stelle. Und dann brauche ich noch den Ort. Und den nehme ich ebenfalls mit 80. Und damit wären wir zunächst einmal durch. Und da das der letzte Eintrag ist, brauche ich auch da kein Komma mehr. Ich gehe also in die letzte Zeile, schließe die runde Klammer von oben wieder und beende den Befehl mit einem Semikolon. So, und jetzt haben wir die Anlage einer Tabelle "freunde" auf ganz normale Art und Weise, und wenn ich das abschicke, dann bekomme ich die Bestätigung, dass mit "CREATE TABLE" das nun erfolgreich abgeschlossen wurde. Hätte ich mich jetzt vertippt, dann würde ich eine Fehlermeldung bekommen. Ich simuliere das mal gerade. "CREATE TABLE bsp", runde Klammer auf, und jetzt mache ich hier einen Fehler, irgendetwas hinein, was so nicht in Ordnung ist. So, und, ja, jetzt bekomme ich noch nicht mal eine Fehlermeldung, aber zumindest bekomme ich auch nicht angezeigt, dass "CREATE TABLE" erfolgreich abgeschlossen worden ist. Ich befinde mich sogar noch innerhalb der runden Klammern. Also, ich müsste das jetzt hier in der Form schließen. Und jetzt sieht man auch: Jetzt wird der Befehl abgeschlossen, und dann kommt aber die Rückmeldung "Fehler", und zwar ein Syntax-Fehler. Irgendetwas ist an dem Punkt nicht in Ordnung, in der Zeile 2 meiner Eingabe. Dann kann ich halt kontrollieren. Sie merken also: Auch hier fängt der Client das relativ gut ab. Auf jeden Fall haben wir die Tabelle angelegt. Ich logge mich jetzt hier an der Stelle mal aus und wechsle in den grafischen Client, Postico. Ich stelle die Verbindung her, gehe zurück, und da sieht man: Da gibt es jetzt die Datenbank "adressen". Um in diese Datenbank hineinzuwechseln, führe ich einen Doppelklick darauf aus. Und da sieht man: Da gibt es jetzt die Tabelle "freunde". Schauen wir kurz mal hinein. Hier sieht man den Aufbau: Vorname, Name, Straße, Postleitzahl und Ort. Möchte ich nicht den Inhalt sehen, sondern die Struktur, kann ich das hier unten durch Klick auf "structure". Und jetzt sieht man genau das, was ich vorher auch eingegeben habe, nämlich variabel, also hier steht jetzt "varying character", "varchar" ist die Kurzform davon, und das Ganze immer mit der Länge 80 oder hier auch zum Beispiel 5. Ich gehe mal zurück auf die Datenbank. Und legen wir hier eine neue Tabelle an. Sie sehen: Auch das ist relativ einfach, "+ Table". Und jetzt sind wir genau hier drin. Jetzt kann ich das bezeichnen. Nehmen wir hier zum Beispiel mal "kunden". Jetzt schlägt er standardmäßig eine Spalte vor, die heißt "id". Und der Typus davon hat hier hinten etwas stehen wie "PRIMARY KEY". Der PRIMARY KEY ist quasi so etwas wie eine Garantie, dass das, was hier später eingetragen wird, in der gesamten Tabelle nur ein einziges Mal vorkommen kann. Ganz nebenbei hat das auch später was mit den Beziehungen der Tabelle zu tun. Das kann ich nun löschen, oder ich lasse es einfach mal drin. Damit es deutlicher wird, nenne ich das Ganze mal Kundennummer. Dann macht auch das Ganze Sinn, dass das ein Primärschlüssel ist. So, dann brauche ich eine weitere Spalte, und das finde ich wiederum hier unten. Da, "+ Column" bringt mir eine weitere Spalte. Und jetzt kann ich genauso vorgehen wie eben auch. Ich könnte auch den Eintrag "text" nehmen. Ich kann aber auch genau das eintragen, was ich eben hatte: "varchar". Das Ganze dann einfach übernehmen. Es gibt hier noch ein paar weitere Möglichkeiten, darauf möchte ich aber zu dem Zeitpunkt auch noch nicht eingehen. Und so geht nun das ganze Spiel weiter, "vorname", "name", ich spare mir jetzt die Einträge mal, "strasse", "plz". Hier trage ich dann wieder "varchar", zum Beispiel "5" ein. Und der letzte Wert ist der Ort. Da lasse ich auch mal "text" drinstehen. So, und was ich hier toll finde, in dieser Oberfläche, ist: Ich kann mir zunächst mal das SQL-Statement anschauen. Und das, was Sie jetzt sehen, ist genau das, was wir vorher auch schon in der Kommandozeile eingegeben haben. Ein paar kleine Unterschiede gibt es. Hier wird ein Anführungsstrichelchen verwendet und da gibt es einen Punkt. Der Grund ist, dass wir hier eine öffentlich zugängliche Tabelle in dem Datenbanksystem auf diesem Rechner angelegt haben. Und dann schreibt er standardmäßig "public" davor. Das können Sie natürlich auch in der Kommandozeile so eingeben. Die Anführungsstriche sind dafür notwendig, dass, wenn Sie besondere Zeichen verwenden, das können auch Umlaute sein, dass die Datenbank das trotzdem sauber und korrekt interpretieren kann. Deswegen gibt es diese ganzen Anführungsstriche, auch um die Attribute, das heißt um die einzelnen Spaltenbezeichner. So, und dann findet oder wiederholt sich genau das, was Sie sowieso hier sehen plus, das ist auch neu, den PRIMARY KEY. Da haben wir hier oben den Spaltenbezeichner und hier an der Stelle entsprechend nochmal den Hinweis darauf, dass das eben dieser Primärschlüssel ist. Ja, und dann schließt es aber ganz genauso wie wir das auch entsprechend in der Kommandozeile im Terminal gemacht haben. Um das Ganze zu bestätigen, sagen Sie einfach: "Save Changes". Und dann ist das Ganze angelegt und, ja, erledigt. Schauen wir es uns an. Jetzt haben wir zwei Tabellen, nämlich die Tabelle "freunde" und die Tabelle "kunden". Ja, und damit sind beide Tabellen quasi bereit, um Daten aufnehmen zu können.

PostgreSQL Grundkurs

Lernen Sie, wie Sie PostgreSQL in Ihr System integrieren und Datenbanken, Tabellen und Datensätze anlegen und verwalten können.

2 Std. 53 min (28 Videos)
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Software:
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Erscheinungsdatum:26.01.2017
Aktualisiert am:15.05.2017

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