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Netzwerkgrundlagen

Subnetze bilden

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Die Verwendung eines Subnetzes verschiebt den Netzwerkanteil innerhalb eines IP-Bereichs. Dadurch entsteht eine größere Anzahl an Netzen in einer begrenzten Anzahl von Hosts.

Transkript

Wenn Sie sich in Ihrem Büro am Rechner anmelden und während der Anmeldeprozedur erst einmal einen Kaffee trinken gehen können, dann könnte es sein, dass Ihr Subnetz zu groß ist. Wie wir mit Subnetzen arbeiten, das wollen wir in diesem Video besprechen. Zunächst einmal das Subnetting. Um was geht es hier überhaupt? Subnetting ist letzten Endes nichts anderes, als dass wir den Netzwerkanteil verschieben, und zwar nach rechts. Wir erhöhen also den Netzwerkanteil, indem wir vom Hostanteil einfach Bits "klauen" und anstelle Hostbits Netzwerkbits daraus machen. Und dass ergibt dann weniger Hosts im Hostanteil, weil sie ja dann durch die Netzwerkbits belegt sind. Wenn ich also jetzt hier beispielsweise eine 24er Maske habe, 24 Netzwerkbits und 8 Bits mit Hostanteilen, dann ist es mir möglich, den Netzwerkanteil um n Bit, also ich habe hier jetzt einmal 3 Bits genommen, nach rechts zu verschieben. Und dort schreibe ich dann einfach drei Einsen hin anstelle Nullen, zum Beispiel hier in der Subnetzmaske, und dann verkürze ich den Hostanteil hier auf 5 Bit. Das heißt, ich habe zwar mehr Netze, aber dafür weniger Clients. Selbstverständlich müssen alle Komponenten bei so einem Subnetting mitmachen. Das heißt, ich generiere hier im Endeffekt eine neue Subnetzmaske oder ein neues Subnetz-Präfix. Das neue Präfix muss ich natürlich auf jedem Client eintragen, und die Router müssen entsprechend konfiguriert werden, sonst funktioniert das natürlich nicht, wenn man das nur auf einem Rechner macht. Beim Subnetting geht es darum, zusätzliche Netze zu bekommen. Der mögliche Bereich für das Subnetting ist also hier immer der Hostbereich. Das ist mir ganz wichtig, weil wir in der Regel einen IP-Bereich zugewiesen bekommen. Also wenn wir jetzt extern sind, bekommen wir zum Beispiel von unserem Provider zugewiesen, intern haben wir das unter Umständen selber definiert. Und diesen Netzwerkbereich fassen wir nicht an. Beim Subnetting geht es immer darum, vom Hostanteil irgendwelche Bits zu "klauen", und die in Netzwerkbits oder Netzwerkanteilbits umzuwandeln. Wenn wir hier den Hostbereich nach hinten verschieben würden, dann würden wir kein Subnetting mehr betreiben, sondern wir würden den Hostanteil vergrößern. Das nennt sich dann Supernetting, ist ohne Probleme möglich, wenn Sie allerdings einfach nach Gutdünken Netzwerke vergrößern, kann es sein, dass Sie sich schnell in dem Netzwerkbereich von jemand anderem befinden, extern, dass Sie sich beispielsweise eine IP zugewiesen haben, die jemand völlig anderes gekauft oder gebucht hat. Also, der mögliche Bereich für das Subnetting ist immer der Hostbereich. So, wenn wir subnetten wollen, müssen wir uns zunächst vorbereiten. Ich habe also ein Netzwerk und das möchte ich in weitere Netzwerke unterteilen. Ich muss mich zunächst einmal fragen, wie viele Netzwerke ich benötige und wie viele Hosts ich dann je Netzwerk betreiben möchte. Am Anfang würde ich erst einmal ein Plausibilitätscheck machen, ob das überhaupt aufgeht, was ich vorhabe. Es würde hier in so einem 24er Netz nichts bringen, da ich hier hinten nur 254 IPs zur Verfügung habe, wenn ich jetzt sage, ich möchte zehn Netzwerke à 500 IPs hier in so einem 24er Bereich aufbauen. Das funktioniert natürlich nicht, das ist völliger Nonsens, das geht nicht auf. Also am Anfang einfach einen Plausibilitätscheck machen, habe ich überhaupt genug Bits zur Verfügung, um das abzubilden, was ich möchte. Hier soll jetzt in unserem Beispiel ein Netzwerk-Präfix gegeben sein, 24 Bit und unsere Netzwerk-ID ist die "192.168.100.0". Wenn der Plausibilitätscheck okay war, dann muss ich die Anzahl der Subnetbits ausrechnen beziehungsweise die Anzahl der Hostbits, die ich dann später in der Subnetzmaske umwandle. Die Anzahl der Subnetbits berechne ich mit der Formel 2^n, nämlich zwei hoch wie viele Subnetbits ergeben die Anzahl der Netze, die ich suche. Genau gleich funktioniert es hier bei den Hostbits, hier habe ich auch 2^n. Das ist die Anzahl der Hosts, die ich in diesem Netz betreiben will. Hinten kommt dann noch eine "-2" hinein, weil ich den Broadcast ja nicht als Client-IP verwenden kann und die Netzwerk-ID auch noch ausrechnen muss. Deswegen rechnet man hier 2^n-2. Außerdem sind bei der Vergabe von Netzen nur Potenzen von "2" möglich, ich kann jetzt also hier nicht 13 Netze bilden. Aber der Administrator sagt dann immer: "Na ja gut, dann habe ich eben drei Netzwerke auf Reserve." Beispielsweise suche ich hier irgendwo 20 Netzwerke, und muss mir jetzt die Netzwerkbits berechnen. Dann habe ich hier 2^4, das ist 16, wenn ich den Netzwerkanteil um 4 Bit nach rechts verschiebe, würde das nicht ausreichen. Also benötige ich die nächst höhere Zahl, das ist 2^5. Das wären 32 Netze, das reicht dann aus. um die gewünschte Anzahl an Netzwerken zu bilden. Kurze Zusatzinfo: Früher hat man auch bei den Subnetzen, 2^n-2 gerechnet, weil es ein RFC gab, das besagt hat, dass das erste und das letzte Netz wegfallen muss, ist aber heut in der Regel nicht mehr so. Dann setzen wir auch schon unsere Subnetbits ein. Wir haben ja ausgerechnet, dass wir 5 Bits brauchen für unsere 20 Netze und diese 5 Bits setzen wir jetzt hier direkt an den ursprünglichen Netzwerkanteil dran. Wir "klauen" praktisch dem Hostbereich 5 Bits und machen Netzwerke daraus. Gut, der Rest ist Geschichte, man wandelt dann die Masken um, die alte Maske hier oben entspräche dann in der Dezimalnotation dieser Maske hier, die "255.255.255.0". und die neue Maske besteht dann hier hinten noch zusätzlich aus den vier Netzwerkbits "255.255.255.248". Also 128 plus 64 plus 32 plus 16 plus 8 da haben wir hinten die "248" und diese Maske muss ich dann auf sämtlichen beteiligten Komponenten in dem Netz auch eintragen. Zum Schluss kommen wir noch zur Schrittweite, Jetzt würde ich ja schon gerne wissen, von wo bis wo mein Netz eigentlich geht. Ich habe jetzt hier eine neue Maske und die Netzgrenze also die Grenze zwischen Netzwerk und Hostanteil, die verläuft praktisch mitten durch die IP. Das kann ich gar nicht mehr sehen, sondern ich muss es jetzt binär betrachten, um diese Grenze überhaupt sehen zu können. Man rechnet die Schrittweite, die also den Schritt von einem Netz zum nächsten bestimmt, die kann man sehr komfortabel über die Hostbits bestimmen, und zwar sagt man einfach zwei hoch Anzahl der Hostbits, das ergibt die Schrittweite. Also 2^3 ergibt dann acht IP-Adressen je Netz. Selbstverständlich muss ich dann noch zwei abziehen für die Netz-ID und den Broadcast. Also wir haben eine Schrittweite von acht, das heißt, unsere Netzwerk-ID vom ersten Netzwerk ist "192.168.100.0". Die erste IP, dich ich nutzen kann, ist hinten die "100.1", Obacht, die letzte IP ist jetzt nicht die "7", sondern die "6", denn die "7" ist für den Broadcast. Der Broadcast ist immer die letzte IP im Netz. Und das neue Netzwerk, das würde dann bei der "192.168.100.8" beginnen. Also alle acht Schritte beginnt jetzt ein neues Netz, "0, 8, 16, 24, 32" bis wir ganz oben angekommen sind und keine Netze mehr verfügbar haben. Ja und so sieht das Ganze dann aus, wenn ich es auf dem Client eintrage. Ich gehe also auf jeden Client und trage die passende Subnetzmaske entsprechend ein. Das wäre also hier die "248" und ab da sollte sich der Hostbereich wesentlich verkleinert haben, habe aber auch sehr viele Netze dafür zur Verfügung.

Netzwerkgrundlagen

Lassen Sie sich die grundlegenden Netzwerktechniken erklären und erfahren Sie anhand vieler Beispiele, wie Netzwerke in der Praxis aufgebaut werden und wie sie funktionieren.

6 Std. 38 min (63 Videos)
Änfänger
carmine d.
Die erste hälfte des Videotraining ist ganz gut, verständlich nachvollziebar. Danach ab "Vergabe der IP-Adressen" wird es schwierig. Die Folien sind meiner Meinung nicht ideal, das Gesagte sollte sich visuell öfters wieder spiegeln.
Für jemanden mit ein bisschen Netzwerk-Erfahrung vermutlich ganz okay. Als newbie in sachen Netzwerk ohne googeln leider schwer nachvollziebar.
 

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