Computerstrafrecht

Strafbarer Eigennutz, §§ 284, 285 StGB

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Unter dieser auf den ersten Blick unverständlichen Überschrift finden sich Delikte wie etwa "unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels“" oder auch "Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel"“.

Transkript

Unter strafbarer Eigennutz verbergen sich unter anderem die Delikte Unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels, Paragraph 284 StGB, und Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel, Paragraph 285 StGB. Diese Tatbestände konnten zwar auch schon vor Existenz des World Wide Web begangen werden, online erleben sie jedoch geradezu eine Renaissance. Durch das Medium Internet eröffnen sich den Tätern natürlich ganz andere Möglichkeiten. Paragraph 284, also die unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels, lautet sinngemäß wie folgt: Absatz 1: Wer ohne behördliche Erlaubnis öffentlich ein Glücksspiel veranstaltet oder die Einrichtung hierzu bereitstellt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Als Schutzgut erweist sich in erster Linie die staatliche Kontrolle des Glücksspiels aber auch die Gewährleistung einer manipulationsfreien Spielchance beziehungsweise der Schutz vor heimlicher Manipulation. Unter einem Glücksspiel in diesem Sinne versteht man ein Spiel. bei dem die Beteiligten über den Gewinn oder Verlust eines nicht unbeträchtlichen Vermögenswertes ein ungewisses Ereignis entscheiden lassen, dessen Eintritt alleine oder hauptsächlich vom Zufall abhängt. Beispiel: Lotto, Roulette, Glücksspielautomaten oder, in Anführungsstrichen, Wetten auf Sportereignisse. Abzugrenzen von Glücksspiel im Sinne von Paragraph 284 sind Geschicklichkeitsspiele wie zum Beispiel Dart, Kicker, Billard, et cetera. Klassische Wetten oder auch Unterhaltungspiele, bei denen es nicht um materiellen Gewinn geht. Als Strafrahmen ist bei der Veranstaltung eines Glücksspiels eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe vorgesehen. In schweren Fällen, etwa bei Bandenkriminalität, drohen eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Im Falle der bloßen Beteiligung an einem unerlaubten Glücksspiel droht hingegen nur eine Freiheitsstrafe bis zu sechs Monate oder eine Geldstrafe.

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