Storytelling für Marketing und PR

Story-Workshop – zwei einfache Formeln

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Die Suche nach guten Geschichten ist oft nicht leicht. Zwei einfache Formeln, die hier vorgestellt werden, helfen Ihnen, die Suche zu vereinfachen.
05:11

Transkript

Vielleicht kennen Sie diese Situation: Alle in Ihrem Team sind begeistert von Storytelling. Alle sind sich auch einig, dass man diese Technik zukünftig mehr einsetzen sollte. Und die meisten Ihrer Kollegen haben auch ein mehr oder weniger gutes Verständnis davon, was eine gute Geschichte ausmacht. Jetzt geht es also nur noch an die Umsetzung. Doch wo starten? Sie fragen sich, wie findet man eigentlich gute Geschichten? Genau damit wollen wir uns im Folgenden beschäftigen. Ich hoffe, dass Sie hier einige Techniken und Ideen mitnehmen, um zukünftig Ihren eigenen Story-Workshop zu gestalten, und Ihrem Team helfen können, gute Geschichten zu finden und dann erfolgreich zu erzählen. Fragt man die Kreativen beim Animationsstudio Pixar, die zu den erfolgreichsten Storytellern weltweit zählen, wo die guten Geschichten herkommen, dann bekommt man eine ganz einfache Antwort. Die haben nämlich eine Formel parat, mit der man Geschichten bauen kann. Und so sieht sie aus: Es war einmal... Jeden Tag... Aber eines Tages... Daraufhin... Und dann... Bis schlussendlich... So einfach kann eine Geschichte sein. Was sich fast wie ein Märchen anhört, kann die Blaupause auch für Ihre Corporate-Story sein. Versuchen Sie es! Allein, oder mit Ihrem Team und füllen Sie den Lückentext aus. Es war einmal ein: Setzen Sie hier den Helden Ihrer Geschichte ein. Die Hauptfigur, mit der sich Ihr Publikum identifizieren soll, z.B. einem Kunden oder einem Mitarbeiter. Zweitens: Jeden Tag... noch nimmt die Geschichte nicht Fahrt auf. Denn zunächst beschreiben Sie die gewohnte Welt, den Alltag Ihres Helden. Drittens: Aber eines Tages... Jetzt gewinnt die Geschichte an Dramatik. Plötzlich verändert sich die Welt des Helden. Die Routine, in der Ihr Held lebt, wird durch ein Ereignis durchbrochen. Drehbuchautoren nennen dies den auslösenden Vorfall; "inciting incident". Dieses plötzliche Ereignis bringt den Helden in ein Dilemma und zeigt ihm einen Konflikt auf. Beschreiben Sie diesen Vorfall! Oder zeigen Sie eine Rückblende, oder lassen Ihren Helden sich an damals erinnern, als er dem Problem gegenüberstand. Die Beschreibung muss so plakativ sein, dass das Publikum die Dramatik nachvollziehen kann. Viertens: Daraufhin... Der Held beginnt sich mit dem Konflikt und seinem Dilemma auseinanderzusetzen. Es wird klar, dass die Schwierigkeiten größer sind als gedacht. Fünftens: Und dann... Die Reise Ihres Helden ist keine belanglose, kurzfristige Unterbrechung der Routine, sondern bringt eine grundlegende Veränderung mit sich. Der Held ist am Ende deutlich anders als am Anfang. An dieser Stelle können Sie Ihr Unternehmen oder Ihre Marke als "Enabler" oder als Begleiter, dem Helden an die Seite stellen. Sie erzählen die Geschichte ja nicht ohne Grund. Aber denken Sie daran, je dezenter Sie mit Ihrer Marke im Hintergrund bleiben, und je prominenter Sie den Helden präsentieren, mit dem sich Ihr Publikum identifiziert, umso erfolgreicher wird Ihre Geschichte sein. Sechstens: Bis schlussendlich... Das Finale. Das Ende der Geschichte bringt die Auflösung und Erlösung für den Helden. Am Ende decken Sie auch auf, wer die Geschichte präsentiert. Hier können Sie voll und ganz als Unternehmen oder Marke, ins Rampenlicht treten. Zugegeben, dies ist eine grobe Skizze. Doch es kann ein erster Anfangspunkt und Einstieg in einen Storytelling-Workshop sein. Suzanne Merritt, Storytellerin und Kreativtrainerin aus Boston, hat eine andere, ebenso einfache, aber effiziente Formel parat. Sie macht einen Unterschied zwischen "Storycatcher" und Storyteller. Also zwischen dem Stadium der Geschichten-Recherche und des Geschichtenerzählens. Mit ein paar sprachlichen Tricks macht sie deutlich, was der Unterschied zwischen der Rohphase einer Geschichte im Recherchezustand ist, und dem tatsächlichen Storytelling. Das Rohmaterial für gute Geschichten bekommt man durch richtiges Hinsehen, aktives Hinhören und vor allem durch interessiertes Nachfragen. Recherchieren Sie also! Fragen Sie Kollegen, Mitarbeiter, Kunden, Branchenkenner, Freunde Ihrer Kunden, Journalisten. Beschränken Sie sich dabei nicht auf den erstbesten Kreis, sondern weiten Sie Ihre Recherche aus und fragen Sie richtig. Merritt listet drei Kernfragen auf, die beim Sammeln von Geschichtenmaterial wichtig sind. Erstens: Erzähl mir von... als Einstiegsfrage. Zweitens: Warum ist das wichtig? ...als Vertiefungsfrage. Und Drittens: Sonst noch was? ...als Kontextualisierungsfrage. Denn diese drei Fragen können direkt, wie Sie hier sehen, überführt werden in die Struktur einer Geschichte.

Storytelling für Marketing und PR

Lernen Sie die Kraft des Storytellings für Ihre Kommunikation zu nutzen und finden Sie mit den passenden Kreativtechniken die richtigen Geschichten.

2 Std. 19 min (21 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!