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Einführung ins E-Learning

Stolpersteine die Sie vermeiden sollten

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Ihr E-Learning-Start soll glatt über die Bühne gehen. Beispiele der häufigsten Fehler helfen Ihnen, nicht ins Stolpern zu kommen.

Transkript

Über viele Jahre im Bildungssektor und auch im Bereich des E-Learning sind mir eine ganze Menge Situationen untergekommen. Ich möchte Sie aufmerksam machen auf einige Stolpersteine, die immer wieder dazu führen, dass ein E-Learning-Start schwierig wird und ein paar Hinweise dazu geben, wie Sie sie meistern können. Die meisten Mitarbeiter sind nicht unbedingt begeistert, wenn irgendwelche Unterweisungen im Betrieb durchgeführt werden. Wenn diese auch noch langweilige Folienpräsentationen sind, dann sind sie ebenfalls nicht begeistert und winken ganz schnell ab. Das Ganze einfach in den E-Learning-Bereich zu übertragen, macht es nicht besser. Die Langeweile bleibt, es ist eine Pflichtgeschichte, die eben mal abgefeiert wird. D. h. wenn Sie damit wirklich etwas erreichen sollen, machen Sie sich Gedanken, wie Sie die Geschichten etwas aufpeppen. Ich habe hier leider Präsentationen gesehen, die ziemlich am Ziel vorbeigingen und aufgrund dessen auch niemanden vom Hocker gerissen haben. Eine PowerPoint-Datei einfach zum Lerninhalt zu machen, ist nicht unbedingt der Bringer. Eine PowerPoint-Datei ist dazu gemacht, einen Präsenzvortrag zu begleiten, zu unterstützen. Sie hinterlässt in der Regel an der Wand ein paar Stichworte, die wichtigsten Merkposten. Die eigentlichen, zur Verständlichkeit notwendigen Informationen werden allerdings durch die mündliche Präsentation eines Vortragenden gegeben. Wenn ich nun die reine PowerPoint-Datei in einen E-Learning-Kurs mache, fehlt genau dieser erläuternde und verbindende Lerninhalt. Also werde ich dafür sorgen, dass ich entweder meine PowerPoint-Datei deutlich erweitere oder aber hingehe und diese z. B. per Audio oder auch per Video ergänze um das, was der Vortragende üblicherweise sagt. Es gibt eine wesentliche Kritik an diesen PowerPoint-Dateien, dass sie häufig eigentlich mit ihren Vorträgen zu lang sind, wenn man sie in E-Learning-Kurse einstellt. Die Frage ist, ob eine 60-Minuten Präsenzpräsentation nicht in der Online-Situation auf 15, 20 oder max. 30 Minuten reduziert werden kann. Überlegen Sie es. Dritter Punkt: Lernen braucht Unterstützung. Was tun wir eigentlich in einer Präsenzveranstaltung, wenn wir dort Inhalte präsentieren? Zum einen sieht ein Präsentator, ein Referent, wie die Teilnehmer auf diesen Lerninhalt reagieren. Er sieht Fragezeichen im Gesicht. Und nach seiner Präsentation gibt er in der Regel Möglichkeiten, um Fragen zu stellen. Diese Fragen sind sehr wichtig, weil sie deutlich machen, dass evtl. Missverständnisse entstanden sind. Sie machen deutlich, dass ein bestimmter Inhalt vielleicht nicht richtig angekommen ist und geben dem Referenten die Möglichkeit, das noch einmal zu korrigieren. Es ist jedoch auch so, dass die Teilnehmer sich durch diesen Nachfrageprozess Sicherheit im Verständnis des Vorgetragenen bringen. Schauen wir uns nun auch den E-Learning-Prozess an. Ganz häufig wird im E-Learning-Bereich gesagt, "brauche ich nicht mehr, ist ja jetzt alles online, der Teilnehmer kann es sich fünfmal angucken". Tatsächlich braucht er aber die gleiche Art von Unterstützung in vielen Situationen auch. Ich kann niemals in meiner Vorbereitung alle potenziell entstehenden Missverständnisse und Nachfragen antizipieren. Und deswegen ist es ganz gut, wenn ich einen Informationsinput, den ich online gebe, auch nochmal dadurch unterstütze, dass ich Rückfragemöglichkeiten, z. B. durch ein ergänzendes Forum bereitstelle. In solchen Foren, wenn sie denn in Kurse eingestellt worden sind, passiert eigentlich nichts von alleine. Nur die Tatsache, dass ein Forum dort ist, führt nicht dazu, dass Diskussionen entstehen. Es gibt ein paar Spielregeln dafür, dass Diskussionen im Forum auch tatsächlich ins Laufen kommen. Und dabei ist die Betreuung des Forums etwas sehr entscheidendes. Es gibt jedoch auch Situationen, in denen Foren von Anfang an zum Misserfolg führen werden. Nehmen wir folgende Situation. Sie haben einen Kurs, der sehr kurz ist. Die Lernzeit ist 15, 20 oder 30 Minuten. Die meisten Personen werden diesen Kursraum nur einmal betreten, 20 oder 30 Minuten lernen, danach ist der Lernvorgang für sie abgeschlossen. Ein Forum in diesem Kurs ist für sie gar nicht spannend, weil sie gar nicht mitkriegen, welche Diskussion dort passiert. Also, Diskussionen machen erst dann Sinn, wenn eine bestimmte Lernlänge und Lerndauer da ist. Es sei denn, ich habe einen Kursraum, der als Community dient. Die zweite Ebene ist die Frage, findet eine konstruktive und zeitnahe Rückmeldung statt, wenn ein Diskussionsbeitrag dort ist? D. h. gibt es hier tatsächlich jemanden, der mitkriegt, es ist ein neuer Diskussionseintrag gemacht worden und gibt Rückmeldungen? Jemand, der dort einen Diskussionsbeitrag einstellt, erwartet kurzfristig Rückmeldung. Schon zwei oder drei Tage später ist ziemlich spät, zumindest empfunden. D. h. ein Teilnehmer, der etwas einstellt und drei Stunden später erfährt, dass dort eine Rückmeldung erfolgt ist, und diese Rückmeldung auch noch konstruktiv ist und ihm weiterhilft, sagt, "das macht Sinn". Sind nicht nur diejenigen betroffen von den Diskussionen, die eine Frage einstellen, und zum anderen diejenigen, die eine Antwort geben, sollen auch all diejenigen, die später auf diese Diskussion zugreifen und feststellen, wie hier miteinander umgegangen worden ist. Das motiviert sie, unter Umständen selber aktiv zu werden. Es gibt so einen ganz groben Regelsatz und der heißt, wenn eine Person aktiv etwas macht, könnte es sein, dass bis zu zehn Leute darauf auch Rückantworten geben und sich an diese Diskussion dran hängen. Aber weitere 90 Personen werden möglicherweise diese Diskussion lesen, davon profitieren, aber niemals selber aktiv werden. Das lässt sich in vielen Communities immer wieder feststellen. Ein weiterer Punkt, der leicht zu Stolpersteinen werden kann, ist, dass technische Voraussetzungen für bestimmte Lerninhalte fehlen. Wir stellen an Arbeitsplatzcomputern immer wieder fest, dass Audiofunktionen nicht gegeben sind oder dass der Einsatz und die Nutzung von Videos gesperrt ist. Überlegen Sie im Vorfeld, wenn Sie Ihre Inhalte und Lernprozesse planen, ob das, was sie machen, anschließend von den Teilnehmern auch genutzt werden kann. Wenn die Teilnehmer keinen Lautsprecher haben, wenn sie keine Möglichkeiten haben, Videos zu sehen, macht es für Sie keinen Zweck, entsprechende Contents zu produzieren. Das ist zwar nachher vielleicht nicht so spannend, so wie es ausschaut, aber für die Teilnehmer viel ergiebiger, weil sie nämlich tatsächlich auf den Inhalt in vollständigem Umfange zugreifen können.

Einführung ins E-Learning

Machen Sie Ihre ersten Schritte in die Welt des E-Learnings und erfahren Sie, was es damit und mit Begriffen wie Lernplattform, Autorensoftware oder Webinar auf sich hat.

1 Std. 16 min (15 Videos)
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Erscheinungsdatum:06.10.2016

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