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Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

Störungen entfernen

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Unterschiedliche Störungen in Porträts erfordern verschiedene Werkzeuge der Retusche. Sehen Sie in der Praxis, worauf Sie achten müssen, um Störungen aus Porträts zu entfernen.
11:03

Transkript

Unterschiedliche Störungen bei Porträts, auf der Haut vor allem, erfordern verschiedene Werkzeuge zur Retusche. Sie lernen hier, worauf Sie achten müssen, um Störungen aus Porträts zu entfernen. Zoomen wir hier erst mal etwas näher heran, zumindestens auf 100, 200 Prozent. Jetzt kann man eigentlich ganz gut erkennen, was man hier machen könnte. Retuschiert wird hier natürlich auf einer leeren Ebene namens "Retusche". Und dann schauen wir, welches Werkzeug hier denn passend wäre. Ich denke, als allererstes möchte ich diese Augenfältchen, diese Lachfältchen etwas abmildern, und nehme mir dazu das Ausbessern-Werkzeug. Ich markiere es sehr großzügig. Und hier unten habe ich eine relativ störungsfreie Stelle, und ziehe das hier herunter. Das funktioniert auf der leeren Ebene hervorragend, wenn Sie oben die Checkbox "Alle Ebenen aufnehmen" angeklickt haben, und auch die Funktion "Inhaltsbasiert". Dann rechnet Photoshop hier diese Störungen wunderbar weg. Allerdings finde ich, sieht das hier bei dieser Farbe jetzt absolut unnatürlich aus. Ich habe jetzt natürlich die Möglichkeit, über die Deckkraft hier etwas zu regeln, aber ich möchte nicht für jede einzelne Störung hier eine neue Ebene anlegen müssen, das wäre mir etwas zu viel der nicht-destruktiven Arbeitsweise. Aber es gibt hier einen kleinen Trick, der versteckt sich unter der Funktion "Bearbeiten", und das nennt sich hier "Verblassen". Es steht auch schon dahinter "Auswahl ausbessern". Das klingt doch schon mal ganz spannend. Und hier haben Sie jetzt die Möglichkeit, die Deckkraft des von Ihnen zuletzt ausgeführten Retuscheschritts zu verbessern. Sie können also hier die Deckkraft mit dem Regler anpassen. Wenn Sie hier auf "0" gehen, dann kommen die Falten hier wieder zum Vorschein, so als wäre hier nie etwas passiert. Bei 100 Prozent Deckkraft: So sieht das Werkzeug aus, wenn es die Falten hier komplett glättet. Dann kann man sich überlegen: Wie weit möchte man die Lachfältchen denn hier ausblenden? Sollen die nur ganz, ganz sanft ausgeblendet werden, oder doch relativ stark, sodass sie kaum mehr sichtbar sind? Also, ich fange hier meistens bei so einem Mittelwert von 50 Prozent an. Der sieht in der Regel nie schlecht aus. Und dann, weil ich es hier gerne etwas natürlicher hätte, gehe ich noch ein kleines Stückchen zurück, und bestätige das ganze mit "OK". Diese Funktion "Bearbeiten-Verblassen" des letzten Schrittes, das ist eine wunderbare Möglichkeit, um hier ganz, ganz sanft Retusche zu betreiben. Wenn Sie sich das mal anschauen: Die Fältchen sind alle noch da, aber sind einfach so 40, 50 Prozent abgemildert. Sagen wir mal, wir machen jetzt hier im Workflow weiter, und retuschieren hier unten diesen kleinen Fleck hier weg. Und jetzt fällt Ihnen auf: Ich hätte diese Lachfältchen doch noch gerne etwas mehr reduziert, oder vielleicht etwas stärker durchscheinen lassen. Und Sie möchten hier oben auf "Verblassen" gehen - und siehe da, "Verblassen" hat sich aber geändert. Sie können jetzt nicht mehr hier oben diese Fältchen verblassen, Sie können jetzt nur hier unten den zuletzt ausgeführten Schritt verblassen. Das ist der Nachteil. Wenn Sie hier mal die Deckkraft geändert haben des letzten Schrittes, dann kommen Sie hier leider nicht mehr zurück. Dann haben Sie nur noch die Möglichkeit, über das Protokoll oder über "Bearbeiten" die einzelnen Schritte wieder zurückzugehen, und dann müssen Sie den Schritt noch mal neu machen. Also bedenken Sie, dass Sie eigentlich immer nur eine einzige Chance haben, diesen letzten Schritt zu verblassen, weil diese Funktion immer nur für die zuletzt ausgeführte Aktion zur Verfügung steht. Aber wenn man das weiß, dann lässt sich hiermit wirklich hervorragend und auch sehr, sehr schnell arbeiten. Ich möchte jetzt hier diese Fältchen und die Tränensäcke etwas abmildern. Das ist mir wieder viel zu glatt, also gehe ich oben auf "Verblassen - Auswahl ausbessern - 50 Prozent", und dann noch etwas weniger, hebe die Auswahl mit Strg+D bzw. Apfel+D auf, und auf der anderen Seite mache ich das hier natürlich genau so, ziehe das hier runter. Das ist erneut viel zu glatt. 50 Prozent und noch ein bisschen runter. Und schon habe ich die Fältchen hier abgemildert. Und so kann ich das im Prinzip mit jeder Störung machen. Oft gibt es Menschen die sagen: Ich habe so viele Sommersprossen. Kannst du die nicht alle wegmachen? Kommt drauf an, wie viele es sind, sage ich dann immer erstmal. Bevor ich das Foto nicht gesehen habe, oder die Person, entscheide ich das noch gar nicht. Wenn es nicht allzu viele sind, dann mache ich mir schon Mal die Mühe und gehe hier wirklich auf "Verblassen" und verblass auch die Sommersprossen. Weil ich finde, wenn man die einer Person ganz nimmt, dann ist das schon fast ein anderer Mensch. Und so schaue ich jetzt einfach durch das Bild. Was kann ich hier noch verändern? Hier am Hals z.B., diese langgezogene Falte, das bietet sich ja hervorragend an, die hier etwas verblassen zu lassen. Das schneiden wir uns jetzt hier mal ganz großzügig aus, suchen uns eine Stelle, die kaum Störungen enthält, und dann ist das Ganze hier wieder viel zu glatt. Auch hier können wir über "Verblassen" dann die Deckkraft regeln. So ist die Falte noch da, wenn wir sie ganz reduzieren, dann würde jeder sofort sagen: Ja ja, hier hat mal wieder Photoshop zugeschlagen! Aber da kann ich eigentlich sehr schön damit retuschieren. Auch solche leichten Verfärbungen, die ziehe ich mir hier einfach in so einen gesunden, glatten Bereich, gehe hier wieder auf "Verblassen", und regel mir dann das ganze, wie weit ich es gerne ausgeblendet hätte. Und so kann ich mich jetzt durchs ganze Bild vorarbeiten, und ich bekomme eine Retusche, die der Kunde vielleicht gar nicht sieht, jedenfalls nicht auf den ersten Blick. Aber irgendwann wird ihm auffallen: Irgendwie sehe ich frischer aus, sehe ich jünger aus. Und dann können Sie sagen: Ja, Sie sehen zu 44 Prozent jünger aus, ich habe die ganzen Fältchen hier zu 44 Prozent verblasst. Und das Schöne an dieser Retuschetechnik ist, dass man sie wirklich kaum sieht. Erst wenn man sich Vorher-Nachher einblendet, dann sieht man, dass die eigentlich einen wirklich schönen, dezenten Effekt hat, der aber wirklich auch etwas aus dem Bild herausholt. Schauen wir mal, was wir bei dem Herrn hier tun können. Auch da gehen wir mal auf 200 Prozent. Da fallen mir als erstes diese strengen Stirnfalten hier auf, die zu dem fülligen Charakter von dem Menschen eigentlich gar nicht so passen wollen. Ich kann jetzt hier mit dem Ausbessern-Werkzeug arbeiten, aber ich entscheide mich jetzt für den Reparatur-Pinsel, und muss wieder darauf achten, dass ich hier "Aktuelle und darunter" oder "Alle Ebenen" angecheckt habe, und dann mach ich mir die Pinselspitze mal etwas kleiner. Hier in der Mitte ist ein gesunder Bereich, den kann ich also ganz gut hier drüberlegen, und das verrechnen lassen. Und dann habe ich wieder die Möglichkeit, den Schritt zu verblassen. Ich würde die Falte nie ganz wegmachen, weil hier fehlt was im Gesicht, dann muss ich hier das alles auch noch korrigieren, aber ich kann sie wieder ausblenden. Das funktioniert mit jedem Werkzeug hier in Photoshop. Und je geübter Sie damit sind, umso schneller werden Sie auch in Zukunft damit arbeiten können, weil es ein automatischer Klick ist. Oder Sie nutzen ganz einfach den Shortcut, die Umschalttaste+Strg bzw. Apfel+F, dann kommen Sie auch immer sofort hier zu dieser Verblassen-Funktion. Und auch hier gehen wir jetzt auf 40 Prozent, in etwa, und wenn wir uns da das Vorher-Nachher wieder anschauen: Die Falte ist noch da, sie ist etwas dünner geworden, scheint mir, aber das nimmt so ein bisschen diese Strenge aus dem Stirnbereich heraus. Das Gleiche kann ich hier mit den Augenfalten machen. Die geben dem Auge, dem lachenden Auge, ja hier fast schon eine etwas traurige Wirkung, weil die hier so tief nach unten gezogen sind. Da kann ich mir jetzt auch wieder mit dem Reparatur-Pinsel behelfen. Hier oben, die Information ist gesund, da muss ich nichts retuschieren. Ich muss nur meine Pinselspitze noch etwas kleiner machen, und  dann gehe ich hier einfach mal drüber, und entferne die komplett. So sieht das sehr seltsam aus, weil diese Falte hier einfach abgeschnitten ist. Aber wir verblassen gar nicht das Ganze hier - ganz dezent etwas abmildern. Hier muss ich sogar jetzt etwas weiter nach oben gehen, so 60, 70 Prozent. Und wenn ich mir dann das Vorher-Nachher anschaue: Die Falte ist noch da, sie ist nicht so abgeschnitten, und sie läuft hier dann ganz fein und dünn aus. Und so wirkt das Auge auch ein bisschen mehr nach oben gezogen wieder. Wenn Sie, wie hier an der Seite, an der Wange, eine lange Störung - d. h., Störung ist es ja eigentlich gar nicht - eine etwas längere Falte hier haben, dann können Sie hier auch mit dem inhaltsbasierten Werkzeug, mit dem Bereichsreparatur-Pinsel, arbeiten. "Alle Ebenen aufnehmen" ist wiederum angecheckt. Da müssen Sie jetzt nicht großartig in der Umgebung nach gesunder Bildinformation suchen. Hier ist keine Störung vorhanden. Da macht das automatische Werkzeug den Job hier ganz gut. Wenn Sie es wieder etwas einblenden wollen, dann gehen Sie einfach auf 50-60 Prozent, dann sieht das ganz gut aus. Wo das Werkzeug nicht funktioniert, ist z.B. bei dieser Falte, das ist zwar auch sehr sehr lang, aber das wird hier alles matschig. Weil hier liegt drum herum so viel Bild-Informationen, die hier nicht zum reparieren verwendet werden kann. Also da müssen Sie wieder auf etwas anderes zurückgreifen, nämlich auf den Reperatur-Pinsel. Da können Sie Photoshop sagen, hier mit gedrückter Alt-Taste, da liegt die gesunde Bild-Information. Die hätte ich gerne, Photoshop, und die wird hier verrechnet und vom Bart, da nimmst du bitte Abstand, Photoshop. Und jetzt kann ich die Falte wieder schön verblassen lassen, und kann meine feine Retusche hier fortsetzen. Aber gerade hier in dem Bereich, bei diesen Falten an der Seite der Nase, da kann ich wirklich ganz ganz viel damit rausholen. Und die Menschen wirken dadurch einfach ein bisschen positiver. Und diese Art der Retusche ist auf jeden Fall hier typgerecht. Retuschieren Sie also Porträts bzw. die Störungen auf der Haut in Porträts immer auf einer leeren Retusche-Ebene. Achten Sie darauf, dass die ganzen Checkboxen auf "Aktuelle Ebene und darunter" stehen, oder auf "Alle Ebenen", und variieren Sie hier. Kombinieren Sie hier die Werkzeuge, legen Sie sich um Gottes Willen nie auf eins dieser Retuschewerkzeuge hier fest. Fangen Sie auch nicht an, hier im Gesicht wild rumzustempeln. Der Stempel, das ist für mich immer so die letzte Alternative, wenn keins der Retuschewerkzeuge hier funktioniert - weil da mal ich im Prinzip ja Pixel hier auf andere Pixel drauf. Und je nachdem, wie geübt man ist, kann das auch sehr schnell mal schiefgehen bzw. ganz schwammig aussehen, wenn man hier den Stempel zu exzessiv benutzt. Also bleiben Sie bei der Retuschegruppe hier, bei den Werkzeugen, variieren Sie die Werkzeuge. Und denken Sie daran, dass Sie jeden Schritt, den Sie hier ausgemacht haben, hier oben über "Bearbeiten-Verblassen" noch mal in der Deckkraft regeln können.

Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

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5 Std. 3 min (47 Videos)
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