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Grundlagen der Fotografie: Schwarzweiß

Stills in Schwarzweiß

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Die Bildbeispiele aus der Still-Life-Fotografie verdeutlichen, wann Schwarzweiß für Lebensmittel und andere Objekte funktioniert. Sie erfahren, wie man mit passenden Einstellungen in Photoshop, gegebenenfalls auch nur durch Herumspielen an den Einstellreglern, Objektfotos optimiert.

Transkript

In der Still-Life-Fotografie, hatten wir schon drüber gesprochen, gibt es solche und solche Motive. Manche eignen sich ohne viel Arbeit tatsächlich für eine gute Schwarzweiß-Umsetzung, andere wie dieses hier, wir haben schon mal gesehen, sind schwarzweiß danach. Aber ist es wirklich das, was du dir bei der Aufnahme vorgestellt hast? Genau, wenn ich das so sehe, dann sage ich, das ist ein solches Foto, wo es schwierig wird. Also Schwarzweiß-Bilder gehen wirklich nicht immer einfach nur, indem man sie schwarzweiß macht. Gerade solche Motive, die wir kommerziell für die Werbung fotografieren, da steckt wirklich, auch wenn man es gar nicht mehr so sieht, ganz viel Arbeit drin, bis das alles so ist. Und wenn wir wissen, dass es in Farbe und in Schwarzweiß gedruckt wird, dann ist es sehr oft so, dass ich sage, für die Schwarzweiß-Fotografie lassen wir uns noch so ein kleines Gegenlicht holen, um einfach so feine Kontraste noch zu erzeugen, die in der Farbfotografie oft so den Schmelz bei Schokolade ein bisschen kaputt machen, aber in der Schwarzweiß-Umsetzung genau diesen Kontrast bringen, den wir dann haben wollen, weil Sie die Dinge brilliant machen. Also nicht mehr hart, sondern wirklich brilliant. Und da ist eben der große Unterschied. Das ist wirklich ein Motiv, da werde ich schon relativ deutlich, wenn ich das so einfach mal in Schwarzweiß schnell konvertiert sehe, wo ich sage: "Nein, das ist bitte kein Foto, wo mein Name drunterstehen soll." Wir können uns an dem Beispiel ja mal anschauen welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt. Oft denkt man ja tatsächlich Schwarzweiß ist nichts anderes, als die Farbe rauszunehmen und das ist ein Weg, den viele auch nehmen. Da gehen Sie einfach, nehmen die Sättigung raus mit einem Schieberegler. Schwupp, das Bild ist schwarzweiß und es ist genauso, wie du es nicht haben willst. Genau, und dann sagt mir wieder alles: "Können Sie mal ein bisschen freundlicher schauen." [Unverständlich] schaue ich dann nicht mehr, genau. (M. Jarsetz) Jetzt schauen wir uns mal an, wie man Schwarzweiß-Bilder wirklich macht und gucken, ob wir einigermaßen in die Richtung kommen würden, die du dir für dieses Bild vorstellst. Also die richtige Schwarzweiß-Konvertierung ist natürlich die Funktion "Schwarzweiß" und der Vorteil, den ich dabei habe, ist, dass ich mit diesen Farbsegmenten hier meine einzelnen Farbsegmente im Bild heller oder dunkler machen kann. Das heißt, dieser Zucker hier, der war ja, glaub ich, so gelb-bernsteinfarbig, den kann ich halt hier so ein bisschen glitzern lassen. Da hast du vielleicht so ein bisschen den Effekt, den du sonst durch dein Gegenlicht auch erzeugen würdest. Wir sind mit der Schokolade ja im braunen Bereich. Das heißt, es ist immer dazwischen, also sprich das ist zwischen Rot und Gelb und man kann schauen, ob man durch Bearbeitung der Rotsegmente da in die richtige Richtung kommt. Aber gerade, wenn wir in diesem Farbspektrum sind, ist es oft so, dass der Camera Raw-Filter besser ist. Einfach aus einem ganz simplen Grund. Ich lösche das nochmal weg und gehe mal in den Camera Raw-Filter rein. Da sollte man natürlich immer ein Smart-Objekt machen, bevor man ein Camera Raw-Filter oder überhaupt einen Filter benutzt. Und hier habe ich eine ähnliche Schwarzweiß-Umsetzung. Aber du siehst hier schon zwischen Rot und Gelb steht hier noch das Orange. Das heißt, ich bin da ein bisschen feiner in der Auslotung. Wenn ich jetzt hier die Graustufen mache, dann kann ich genau das Gleiche machen, was ich eben auch gemacht habe, hier noch ein bisschen Biss reinbringen und dann das Orange rausjustieren. Dann kann man halt schauen, wie man, ich nenne es immer Modulation in der Bildbearbeitung, das, was du Schmelz nennst, ob das halt so rüberkommt, wie man möchte. - Ja. - Das schöne am Camera Raw-Filter ist ja einfach, dass man jetzt hier auch noch genau die Sachen schnell nachjustieren kann, die einem wichtig sind. Also zum Beispiel sagen kann: "Na, vielleicht muss die Schokolade hier, das ist ja Vollmilch, einfach an der Stelle noch ein bisschen heller werden; vielleicht müssen wir die Tiefen noch ein bisschen mehr hochziehen; vielleicht brauchen wir noch ein bisschen mehr Detailkontrast." Und so spielt man rum und ist dann vielleicht viel schneller und viel eher da, wo du mit dem Bild hinwolltest. Ja, also man hat ja eben sehr schön gesehen, indem du im Camera Raw-Filter diesen Orangebereich angezogen hast, sind wir hier in dem Schokoladenschmelz eben insgesamt heller geworden und nicht mit so, also ich sage es mal übertrieben, Abrissen, dass das Helle plötzlich sehr hell wird und das Dunkle dunkel bleibt, sondern diese Übergänge sind wesentlich feiner und besser moduliert, als wenn wir einfach nur mal schnell im Sättigungsregler hin- und herschieben. So wird es dann so langsam in die Richtung, wo ich sage: "Ja, das ist schon ganz schön." Trotzdem würde ich mir noch für das das Schwarzweiß noch ein bisschen Gegenlicht wünschen. - Genau. - Aber auf jeden Fall wird das so viel besser, wie einfach nur diese Sättigung wegnehmen. Das heißt nicht, dass man so Schwarzweiß konvertieren kann. Das sieht man an diesem Beispiel ja auch gut und das ist ja auch ein Beispiel, wo man sich von vornherein schon fragt: "Kann es da überhaupt eine vernünftige Schwarzweiß-Umsetzung geben?", weil dieses Bild ja eindeutig durch die Farbe lebt. Können wir ja auch nochmal schauen. Wir haben die Möglichkeiten jetzt gesehen. Ich gehe jetzt einfach mal, weil es eine eindeutige Farbe ist das Rot, gehe ich jetzt einfach mal in Schwarzweiß rein und wir sehen, es ist grau. Ich mache es mal ein bisschen größer. Wir können hier ein bisschen spielen, also ich hole da schon noch was raus, so ist es nicht. Aber ob es das Bild ist, was du dir vorgestellt hast, so wird es sicherlich nicht. (E. Schuy) Nein, diese Birne sollte rot werden und die könnte jetzt gelb oder grün oder sonst was werden. In diesem Bild war es wirklich eindeutig gewollt, die drei Farben Schwarz, Weiß und Rot im Bild zu haben. Da würde ich auch im Zweifel als Fotograf sagen: "Nein, dieses Bild gibt es nicht als Schwarzweiß." Das ist ein Ding, das geht nicht. Feierabend. Das ist auch einfach langweiliger, auch nach der Bearbeitung. Das muss man einfach dann auch mal klar sagen. Natürlich geht das, das kann man irgendwie auch machen, aber es gibt ganz viele Details in der Birne jetzt, wo ich sage: "Das ist überhaupt nicht mehr das, was eigentlich beabsichtigt war." Und das muss man dann einfach auch so akzeptieren, dass gewisse Dinge in Farbe gewollt sind und nicht in Schwarzweiß rüberkommen. Aber es gibt ja durchaus noch Bilder, wo du mit der Schwarzweiß- Umsetzung zufrieden bist. Das macht gerade den Eindruck, als wenn du... Nein, nein, nein. ... dich da deutlich gegen erwehren würdest, aber ich glaube, hier bist du nicht so unzufrieden mit. (E. Schuy) Das finde ich fast besser in Schwarzweiß wie in Farbe. Ja, das hast du, kann man ja sagen, da habe ich dich ja auch gebeten: "Mach es doch mal." Und ich habe dir beschrieben, was für mich wichtig ist und das ist jetzt sogar besser wie in der Farbfotografie, dass einfach die Kontraste unten dort, wo die Tassen hier sich bewegen und stehen, dass es im Schwarzweißen einfach noch ein bisschen klarer wird und vollkommen in Ordnung. Ja, das ist ein gutes Schwarzweiß-Bild und da kann ich mich sehr mit anfreunden und sagen: "Ja, vielleicht finde ich das sogar besser wie die Farben." Wir sind ja auch wieder da, was wir vorhin schon besprochen hatten. Sobald wir sehr grafische Sachen haben, sobald wir sehr klare Linien haben, Licht und Schatten, klare Abgrenzungen, dann wirkt ein Schwarzweiß-Bild eigentlich immer noch ein bisschen mehr. (E. Schuy) Die gesamte Bildgestaltung ist ja so, dass sie, wie du schon sagst, sehr klar ist und auch vom Bildaufbau prädestiniert ist, diese Klarheit auch durch das Schwarzweiß fast noch zu verstärken. Ja, jetzt haben wir mehrere Bilder gesehen. Gerade in der Still-Life-Fotografie ist es so, dass manche Motive schwierig sind, manche sich gar nicht eignen für eine Schwarzweiß-Umsetzung und manche dafür prädestiniert sind und bei den letzten, der vierten Gruppe, dritten Gruppe, muss man einfach ein bisschen Arbeit investieren.

Grundlagen der Fotografie: Schwarzweiß

Lernen Sie, was die Schwarz-Weiß-Fotografie ausmacht – von der Bildgestaltung über die richtige Motivsuche und Aufnahme bis hin zur Bildbearbeitung.

2 Std. 15 min (25 Videos)
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