Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Steuerung des Motion-Control-Systems für die komplexe Zeitrafferaufnahme

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Das aufgebaute Motion Control System in diesem Beispiel gibt dem Trainer Anlass, im Detail zu erklären, wie er die Bewegung während der Aufnahmen plant.
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Transkript

Jetzt bleibt nur noch die Entscheidung, wie die Bewegung unseres Zeitraffers tatsächlich aussehen soll. Wie ich schon vorher einmal erwähnt, haben wir hier ein zweiachsiges Motion-Control-System. Das bedeutet, der Motor auf dem Slider fährt die Kamera in Richtung des Sliders und dieser Drehteller hier kann die Kamera nach links und nach rechts drehen. Dadurch dass diese beiden Achsen verbunden sind, ist es natürlich wichtig, dass sowohl der Slider als auch die Kamera genau waagerecht stehen, damit bei der Drehung der Kamera diese nicht kippt. Deshalb ist es jetzt einmal nötig zu kontrollieren, ob unsere Kamera auch in der Waage ist, um zu garantieren, dass unsere Aufnahme später auch wirklich während der Bewegung die ganze gerade bleibt. Die Bewegung selber wird so stattfinden, dass in diese Richtung der Sonnenuntergang stattfindet, die Kamera aber zuerst in diese Richtung losfahren wird. Sie wird sich also auf dem Slider hier entlang bewegen und dann nach und nach drehen in Richtung Sonnenuntergang, je später es wird, sodass idealerweise zu dem Zeitpunkt, wo die Sonne untergeht, die Kamera diesen auch einfängt und sich dann am Ende noch ein Stückchen weiter dreht. Wir haben hier verschiedene Objekte im Vordergrund, einmal hier ein kleines Gebüsch und natürlich auch den Uhrturm hier, der auf jeden Fall in unserer ersten Einstellung sichtbar sein wird. Ich wechsle jetzt einmal in den Live-View, um auf dem Display bereits zu sehen, wie denn das erste Bild unserer Zeitraffersequenz aussehen wird, denn das muss ich natürlich jetzt einmal festlegen. Von dort wird aus wird sich dann die Bewegung vollführen. Ich entscheide mich also dafür, hier im Vordergrund einmal den Uhrturm zu haben und hier auf der rechten Seite noch einen Teil des Gebüsches zu haben. Und im Laufe der Bewegung wird die Kamera sozusagen an diesem Gebüsch vorbeifahren und in Richtung Sonnenuntergang schauen. Die Bewegung selber wird jetzt wieder über eine App gesteuert. In dem Fall ist das die App von diesem Motion-Control-System, hier von Syrp. Die beiden Geräte sind mit einem Kabel verbunden, sodass die App in der Lage ist, beide Bewegungsrichtungen zu steuern. Wenn wir die App jetzt einmal öffnen, kommen wir hier in das Hauptmenü. Zunächst ist es wichtig, dass die App sich auch mit beiden Geräten verbindet. Die Verbindung findet über Bluetooth statt, das heißt, Bluetooth muss natürlich auf dem Smartphone aktiviert sein. Dann wird einmal das Gerät hier eingeschaltet und das zweite Gerät hier auf der Rückseite. Bevor die Bewegung jetzt startet, ganz wichtig: einmal die Transportsicherung des Schlittens am Slider lösen, denn ansonsten kann er sich natürlich nicht bewegen. Als Nächstes können wir jetzt in der App oben rechts in die Ecke klicken und sehen dort jetzt alle Geräte, die sich per Bluetooth mit der App verbunden haben. Ich sehe hier einmal den Genie Mini, das ist dieses kleine Gerät, und verbunden mit dem Genie Mini ist der Genie selbst und genau das ist auch hier in der App visualisiert. Ich gehe wieder zurück ins Hauptmenü und wähle als Nächstes Timelapse aus und sage New Timelapse. Und hier kann ich jetzt alle Parameter für meinen Zeitraffer einstellen. Der Genie funktioniert gleichzeitig auch als Intervalometer, sodass über die App auch Einstellungen wie der Interval oder die gesamte Aufnahmezeit getätigt werden. Zunächst gebe ich einmal ein, wie lang die Sliderfahrt sein soll. In dem Fall entscheide ich mich für 75 Zentimeter. Der Slider ist einen Meter lang, aber er muss nicht bis ganz zum Ende fahren, 75 Zentimeter ist da ein ganz guter Wert. Und die Drehbewegung soll stattfinden in einem Bereich von -- ich gebe jetzt einfach mal ein -- 75 Grad. Die Bewegung wird also von links nach rechts stattfinden. Als Intervall trage ich jetzt einmal ein 5 Sekunden, das ist der Intervall, mit dem wir später arbeiten werden. Ich möchte eine Playtime, also eine Wiedergabezeit des Zeitraffers von 30 Sekunden erreichen und die App sagt mir dann automatisch, dass die Aufnahmezeit 1 Stunde 15 Minuten sein wird. Ich kann jetzt die Aufnahme einmal abspielen sozusagen, dann wird die Bewegung schneller vollführt, damit ich selber einmal kontrollieren kann, wie die Bewegung stattfinden wird. Ich kann jetzt also verfolgen, wie sich die Kamera sowohl in der Waagerechten dreht als auch auf dem Slider entlangfährt und kann gleichzeitig hier auf dem Display im Live-View genau beobachten, wie sich mein Ausschnitt verändern wird und so auch eventuell gleich am Ende noch Anpassungen vornehmen, falls zum Beispiel die Drehung ein wenig zu weit sein sollte. Ich konnte jetzt tatsächlich in der Vorschau sehen, dass beim Schwenk nach rechts noch zu viel vom Gebüsch und vom Geländer am Ende zu sehen war. Das möchte ich natürlich vermeiden. Das bedeutet, ich ändere noch einmal die Gradzahl meiner Drehbewegung, und zwar weg von den 75, die wir vorher hatten, hin zu ungefähr 60 Grad. Und damit müsste ich dann auch genügend Puffer haben noch vor dem Geländer, um vor dem Geländer zum Stopp zu kommen, aber trotzdem die richtige Richtung zu haben für den Sonnenuntergang. Damit hätten wir alle unsere Parameter für den Zeitraffer eingestellt. Wichtig ist jetzt natürlich noch, wie bei dem einfachen Zeitraffer auch, einmal darauf achten: Ist das ISO fest eingestellt? Ist der Weißabgleich fest eingestellt? Und der Fokus sollte natürlich auch wieder manuell eingestellt werden. Und dann sind alle Vorbereitungen getroffen und die Sequenz kann gestartet werden.

Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Lernen Sie, wie Sie selbst spannende Zeitrafferaufnahmen erstellen, bearbeiten und als Video ausgeben, und erfahren Sie, welche Motive sich besonders für diesen Effekt eignen.

2 Std. 43 min (39 Videos)
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Erscheinungsdatum:30.05.2018

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