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Grundlagen der Fotografie: Filter

Statische Motive: Landschaften

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Bei Landschafts- und Naturaufnahmen geht's weniger um Bewegung, sondern um Kontrast, satte Farben und Ausleuchtung, wenn der Einsatz von ND-Filtern im Vordergrund steht.
10:32

Transkript

In den nächsten Bildbeispielen geht es um Landschaftsfotografie. Landschaften die wie so oft, statisch sind, die haben den Vorteil, sie rennen nicht weg. Aber bei dieser Landschaftsfotografie ist es ja oft so, dass wir, wenn wir jetzt Bilder einsetzen, den Kontrast eindämmen wollen, die Lichtverhältnisse gerade rücken oder so zurechtrücken mit Filter, dass wir sie transportabel für die Kamera machen, sodass der Kamerasensor sie ausgewogen aufnehmen kann, nahezu so, das ist mein Anspruch, wie ich sie vor Ort sehe. Und das kann man absolut so machen und wenn ich mir jetzt diese Aufnahme im Winter angucke, es war sehr kalt, ein sehr beeindruckender Sonnenuntergang, ein heftig blauer Himmel oben und der Schnee unten, war mir natürlich hier viel zu dunkel, und hier konnte ich ihn einfach, durch das Einschieben eines Reversefilters, zurückholen und das ist das, was ich machen möchte. Ich will das Bild so zeigen, so aufnehmen, wie ich es vor Ort gesehen habe. Und das kann am nächsten Morgen so sein, dass ich mich irgendwo hochquäle und diese Landschaft, die mich packt, die sehr beeindruckend ist, ich sie aber gar nicht so im Bild zeigen kann und das ist oft so enttäuschend gewesen, als ich diesen Filter noch nicht hatte. Diese Verlaufsfilter gibt's ja solange noch nicht, den Reverseverlaufsfilter schon gar nicht. Aber was kann ich da alles zurückholen im Bild, es ist wirklich enorm. Und das ist das, was mich beeindruckt und das ist das, was ich vor Ort auch festhalten will. Nicht so larifari, wo ich mich entscheiden muss: "Himmel oder Hölle" wollte ich grad sagen, "Himmel oder Erde, was zeig ich jetzt?" Es ist die Hölle, wenn ich's so zeige, weil es ist einfach nicht schön. Aber hier: Hier fängt das Bild dann an zu leben. Und das kriegt dann auf einmal viel mehr Power. Sonnenaufgang, wenn ich mich morgens um drei irgendwo rausquäle, möchte ich auch einen Sonnenaufgang sehen und nicht so, weil das ist so enttäuschend, da bleib ich doch lieber liegen. Und hier: Das ist Sonnenaufgang, da fängt das Ganze an zu leben und mein Leben kommt vor Ort auch wieder zurück, weil dafür bin ich aufgestanden. Und durch das Angleichen, das Abfedern des Himmels, wenn ich das hier so reinschiebe, vielleicht wird der ein oder andere sagen, "Ja, da hast du doch bestimmt irgendeinen Softfilter benutzt, weil die Linie nicht gerade ist." Nein, mein Lieblingsfilter muss ich gestehen, wenn's um den Verlauf geht, ist eher ein Hartverlaufsfilter. Und ich tu solange rumfriemeln, bis das irgendwie passt. Wenn's natürlich überhaupt nicht geht, dann geht's eben nicht. Aber hier ist für mich eine klare Linie am Horizont zu erkennen. Also sie ist nicht klar, aber sie ist ganz klar in meinem Innern versprechend für einen harten Verlaufsfilter. Weil ich sehe ihn hier nicht. Ich hab da nichts getrickst, das ist so aufgenommen. Auch hier dann beim Abstieg sozusagen, ist mir dann was aufgefallen, wo ich gesehen habe, "Aha, hier könnte man irgendwie filtern." Weil die Szene sah so aus und das ist viel beeindruckender. Hier ist es so, dass mir hier auffällt, es ist ein Horizont oben, der ist bloß weiter weg, rechts und links kommen Bäume ran und hier ist es der klare Beweis, eher für einen Verlaufsfilter, der softer ist, aber vielleicht will ich dazu noch einen harten nehmen. Also hier habe ich nur einen neuen Softfilter benutzt, den ich so schräg, also nicht am Horizont angepasst habe, sondern ich habe ihn an der Linie dieser Steine angepasst, den hab ich schräg eingeschoben und den Nulldreier, der harte Verlauf, den habe ich grade davor gehalten. Das ist ja ein ganz schwacher, aber trotzdem in diesem harten Verlauf, den hab ich zu dem Horizont der Berge gehalten und schon hatte ich mein Bild. Und hab vorher noch einen Polfilter benutzt, wobei der Polfilter hier gar nicht so stark zur Geltung kam. Sonnenaufgang, wieder unwirkliche Zeit, sehr beeindruckend, aber wenn ich ihn so fotografieren kann, würde ich eher sagen liegen bleiben. Hier kommen die Farben zurück, nur durch diesen Reversefilter ist es garantiert, dass die Sonne, die noch am Horizont steht und dadurch der hellste Punkt unten ist und nicht weiter oben, dass das das Ausschlaggebende ist, wo der Reversefilter genau seinen Wirkungsbereich in der Mitte hat und gegen oben hin quasi schwächer wird und dadurch kann ich das zurückholen. Und hier hab ich einfach auch nochmal Nulldreier hart genommen, auch zum Horizont, der dann das ganze Element nochmal um eine Blende abschwächt und das ganze verstärkt. Und der Nullneun ist jetzt dadurch nicht ausgetilgt oder entkräftet, das ist vom Horizont ab nach oben eine gleichmäßige Abdunklung, die aber nur schwach ist, und somit das Ganze nochmal unterstützt. Hier genauso. Wenn ich das Bild sehe könnte ich jammern, weil da sehe ich ja eigentlich gar nichts. Hier kommt Leben zurück, so war das, wie ich es empfunden habe vor Ort. Wegen sowas würde ich auch immer wieder aufstehen. Hier kommt Leben rein. Hier ist auch was im Nahbereich, selbe Uhrzeit, sehr früh, gepeinigt von Bremsen, Moskitos und irgendwelchem andern Getier, was man hier nicht sieht. Aber was man sieht ist die Langeweile sozusagen, es ist sehr viel Helligkeit, die über dem Horizont steht, das muss ich abfedern. Dadurch dass ich das Obere irgendwie abdämme oberhalb des Horizontes, hat das untere, also die Landschaft, Chance ins Bild zurückzukommen und hier kann ich zurückfedern. Indem ich quasi Nullneun Hartverlauf genommen habe und Nullsechs nochmal zusätzlich, weil die Sonne ja direkt ins Objektiv scheint und sehr stark ist und dadurch dass die Scherbentiefe quasi nur auf dieser Distel liegt und auf dieser Lupine links neben dran und hinten sofort in Unschärfe übergeht, dadurch kann ich auch diesen harten Verlauf, durch die geringe Scherbentiefe, nochmal etwas entkräften. Und vor allen Dingen die Farben zurückholen und deshalb bin ich ja aufgestanden, deshalb hab ich mich rausgequält: Farben zurückholen, Kontraste zurückholen, einfach Leben ins Bild einhauchen. Das ist das, was ich wichtig finde. Und das kann ich alles mit Filtern erreichen, einfach das an den Horizont schieben, weil da haben wir wenn wir Landschaften fotografieren, immer unsere Probleme, entscheiden zwischen oben und unten, wie soll da die Belichtung aussehen, wenn das oben abgefedert ist, hat das da unten auch eine Chance richtig ins Bild zu kommen, in den Kontrasten. Langeweile pur, aber ich weiß, dass es vor Ort sehr beeindruckend war, vor diesem Tal zu stehen, wie steil das da hinabfällt und der Sonnenuntergang sehr angenehm, sehr warm war. Hier war erst der Anfang gegeben von dem Sonnenuntergang, hier hab ich auch noch dadurch dass es sehr spärliches Licht ist, sieht es fast aus wie eine Langzeitbelichtung, aber solange war das gar nicht, weil die Wolken haben per se schon so verzupft ausgesehen. Es könnte fast eine Langzeitbelichtung sein, wenn ich nicht die Wolken sehen würde. Aber, war es nicht. Es war hier auch komplett klar. Also der Horizont schreit mir nach einem Hartverlaufsfilter. Ganz wichtig. Und der Hartverlaufsfilter hat natürlich auch die beste Wirkung, weil er eben hart sofort in die angegebene Dunkelheit fällt, überfadet, ganz gering überfadet, ist er sehr wichtig finde ich, gerade jetzt hier bei diesem Bild, da kommt Leben rein. Das ist doch komplett uninteressant. Also das hätte ich auch mit dem Handy fotografieren können. Ich übertreibe jetzt mal, aber das ist doch so. Hier kommt Leben rein. Und deshalb steh ich da. Landschaften, das ist ja 3D wenn ich da vorne steh, aber in meinem Bild ist das sowas von flach, aber so kann ich Leben zurückholen und ich kann Tiefe reinholen und das ist das, was ich sehr beeindruckend finde. Und wenn wir uns jetzt das nächste Bild angucken, hier war ich im Workshop, das war eine Sommerakademie in Südtirol und da habe ich händeringend nach Motiven gesucht. für Filtereinsatz an Häusern, in der Zivilisation sozusagen und nicht in der puren Landschaft. Und zu dieser Uhrzeit sehe ich diese Kulisse und auf einmal, ich bin nur noch linienorientiert, wo ist meine Filterlinie sozusagen. Und hier sehe ich eine Linie, die vom Dach oben anfängt, links oben... ...weitergeht, rechts geht sie in den Schatten über und hier, diese Linie kann ich durchspinnen. Gefühlt ist dafür nicht eine Linie. Ich bin sofort reingerannt, habe meine ganzen Utensilien geholt, Stativ aufgebaut, das kann ja innerhalb Minuten vorbei sein, hab sofort Hartfilter, Hartverlauf reingeschraubt, hab einen Polfilter davor gesetzt und hab das in den Kontrasten etwas härter dargestellt. Aber hier hol ich das Leben ja Vollpower zurück, das ist ja wie Tag und Nacht. Hier hab ich ja überhaupt keinen Himmel, das Blau ist weg, ich sehe kaum Wolken, ich sehe gar nichts, also das ist komplett für die Hose. Und hier: Das hat Leben und dieses Leben so rüberzubringen, deshalb bin ich so fasziniert von dem Filtereinsatz und das ist das, was unheimlich Spaß macht, die Kontraste auszugleichen und damit Power in die Bilder reinzubringen.

Grundlagen der Fotografie: Filter

Lernen Sie, dynamische und statische Motive mit Filtern abzubilden. ND- und Polfilter kommen zum Einsatz, um satte Farben, fließendes Wasser und ziehende Wolken festzuhalten.

3 Std. 43 min (39 Videos)
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