Photoshop CC für Profis

Stapelmodi

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Stapelmodi stehen in Photoshop CC nun - versionsbereinigt - allen Photoshop-Anwendern zur Verfügung. Sehen Sie hier einige Beispiele, was damit möglich ist.

Transkript

Mit Photoshop CC wurde die Extended Version von Photoshop ja eingestampft, aber zum Glück nicht die Features der Extended Version. Die sind ganz normal Bestandteil von Photoshop. Und eines dieser Features ist neben den 3D-Möglichkeiten der "Stapelmodus". Sie haben die Möglichkeit, einen Stapelmodus anzuwenden auf eine in Photoshop geladene Bilderserie, die Sie in einem Smartobjekt verstecken. Was Sie damit machen können, das möchte ich Ihnen zeigen. Und zwar anhand von diesem Beispiel. Das habe ich mit dem Handy aufgenommen, und ich habe einfach verschiedene Fotos hier von diesem Springbrunnen gemacht. Mein Handy kann keine Langzeitbelichtung, aber ich hätte gerne eine Langzeitbelichtung. Ich würde auch gerne den Brunnen etwas imposanter gestalten, oder ich möchte einfach nur sehen, wie das Ganze aussähe, wenn wir hier nur den Mittelstrahl sehen würden, also den des Brunnens hier. Das ist wirklich ein komprimierter Wasserstrahl ist. Und wie Sie das machen können mit Stapel-Modi, das sehen Sie jetzt. Und zwar müssen Sie diese Bilder alle markieren, und diese in Photoshop als Ebenen laden. Also über "Werkzeuge" und dann über "Dateien in Photoshop-Ebenen laden" aus der Bridge heraus. Sie können das auch aus Photoshop machen über das Skriptmenü im Dateimenü. Über die Bridge ist das deutlich schneller und deutlich komfortabler. So, da haben wir die Ebenen schon, säuberlich benannt. Wenn ich die durchgehe, dann sehe ich, dass ich wohl nicht so stillgehalten habe beim Fotografieren, sondern etwas mit dem iPhone hin und hergeschwankt bin. Also werde ich zunächst alle Ebenen markieren mit Strg+Alt+A, und dann diese Ebenen ausrichten. Und das geht über das "Bearbeiten-Menü" und "Ebenen automatisch ausrichten". Das lasse ich auf "Auto", und das funktioniert in der Regel auch ganz gut, und klicke auf "OK". Nach einer kurzen Wartezeit hat Photoshop sich die Bilder angeschaut und diese ausgerichtet. Wenn wir auf die Häuser hinten achten, da bewegt sich gar nichts mehr. Die Aktion, die passiert nur im Vordergrund. Alle diese Ebenen sind noch markiert, und die packe ich jetzt direkt in ein Smartobjekt. Also Rechtsklick, "in Smartobjekt konvertieren", und dann kann ich auch schon ein Stapelmodus anwenden. Wir haben jetzt eine Bilderserie in einem Smartobjekt drin. Und der Stapelmodus, den finden Sie unter "Ebene", "Smartobjekte", "Stapelmodus" und der macht Folgendes: Der guckt sich die einzelnen Ebenen an, und verrechnet diese mathematisch mit einer dieser Methoden. Wenn Sie z.B. einen Durchschnitt haben möchten, dann wählen Sie "Arithmetisches Mittel", damit wird ein Durchschnitt aus diesen Bildern ermittelt. Wenn Sie einen Platz fotografiert haben mit Einzelaufnahmen in bestimmten Abständen, und viele Leute laufen hin und her, dann werden Sie ja irgendwann mal jede Stelle so fotografiert haben, dass da gerade keine Person war. Wenn Sie ausreichend viele Bilder machen, und dann "Arithmetisches Mittel" anwählen, dann können Sie den Platz damit virtuell leer fegen. Also selbst, wenn sie keine Kamera haben, die eine Langzeitbelichtung beherrscht, sondern maximal für 30 Sekunden eine Aufnahme macht, dann können Sie dank der Stapelmodi, den Platz von Leuten befreien. Ich zeige Ihnen mal am Springbrunnenbeispiel, was ein arithmetisches Mittel bewirkt. Sie sehen das obere Bild, und jetzt sehen Sie einen Durchschnitt aus all den Fotos, die wir gemacht haben. Diese Einzelspritzer werden zu einer Gischt. Der Baum hier oben hat auch ein bisschen gewackelt im Wind und hier unten die Enten sind umhergeschwommen. Also das wäre jetzt ein Durchschnitt aus all den Einzelfotos. Wir also einen sehr weichen Springbrunnen. Den Stapelmodus erkennen Sie dann daran, dass hier so eine Art Stapelsymbol in der Ebene erscheint. Hier dieser Pfeil, der jetzt noch ausgeklappt aussieht, ist es aber nicht, den können Sie anklicken, dann sehen Sie unter der Ebene den angewendeten Stapelmodus. Man würde erwarten, dass man doppelklicken kann, oder hier auf das Symbol, aber da passiert nichts. Sie können hier nichts ändern. Das ist wirklich eine reine Anzeige. Wenn Sie den Stapelmodus ändern möchten, müssen Sie über das Ebenenmenü gehen, und "Smartobjekte", "Stapelmodus". Ähnlich zum arithmetischen Mittel ist "Median", und der sucht sich den mittleren Tonwert jedes einzelnen Pixels aus, die übereinanderliegen, und das Ergebnis weicht ein wenig davon ab. Obwohl nicht viel, aber z.B. die Ente die ist hier ein bisschen weniger zu sehen. Hier oben schwankt es ein wenig weniger. Zwischen diesen beiden Modi, da müssen Sie einfach mal ausprobieren, was jeweils für den entsprechenden Anwendungszweck sinnvoll erscheint. Was ergibt den noch einen Sinn für Fotografen? Z.B. könnte ich mir hier mal anschauen, wie die maximale Ausdehnung aller Wasserspritzer aussehen würde. Und das mache ich mit dem Stapelmodus "Maximum". Und dann warten wir kurz, und dann sehen Sie schon, das ist maximale Ausbreitung. Hier kommt es zu keinem Durchschnitt, sondern jeweils der hellste Tonwert an einer bestimmten Stelle, der wird verwendet. Und genau das Gegenteil: Einen mickrigen Springbrunnen können Sie erzeugen mit dem Stapelmodus "Minimum". Das sieht dann bestimmt witzig aus. Ja, so ein kleines Rinnsal hier, das ist nicht besonders imposant. Also, das sind Ergebnisse, die Sie aus einer Bilderserie mit Stapelmodi erzeugen können. Interessant ist das auch, wenn Sie arithmetisches Mittel oder Median nehmen, um das Rauschen zu reduzieren. Wenn Sie unter sehr schwierigen Lichtbedingungen mit einer sehr hohen ISO und vielleicht mit dem Handy fotografiert haben, und nicht Bewegung im Bild ist, dann können Sie die Einzelbilder verrechnen lassen, und damit das Rauschen effektiv entfernen, sofern Sie natürlich das Handy sehr ruhig halten. Das sollten Sie am Besten aufstützen. Auch mit der Spiegelreflexkamera können Sie davon profitieren, und so einfach durch eine Belichtungsserie das Rauschen rausrechnen lassen. Eine andere Anwendung möchte ich Ihnen mal zeigen. Ich habe eine Datei mit zwei Ebenen, auf der oberen Ebene habe ich einige Dinge retuschiert. Und jetzt könnte man Vorher/Nachher jeweils vergleichen. Ein paar Dinge werden Sie gleich sehen. Ich zoome rein: Vorher. Nachher Da ist eine Niete entfernt worden. Hier unten habe ich auch etwas gesehen, da ist auch etwas passiert: Vorher. Nachher. Da wurden Blätter entfernt. Ein Trick, wie man Änderungen sichtbar machen kann, wenn man das Original hat, ist folgender: Man kann hier einfach auf "Differenz" im Ebenenmodus ändern. Wenn ich das mache, dann sehe ich zumindest, dass was ich Ihnen schon gezeigt habe, was uns aufgefallen ist: Diese Niete sieht man. Und man sieht hier unten die Blätter, aber so richtig gut sieht man es nicht. Etwas besser ist da die Möglichkeit, einen Stapelmodus zu verwenden. Passen Sie mal auf, wie schnell ich hier die Unterschiede zwischen diesen beiden Ebenen sichtbar machen kann. Ich markiere wieder beide, packe die in ein Smartobjekt, und wähle dann "Ebene", "Smartobjekte", "Stapelmodus" und dann nehme ich den Modus "Kurtosis". Fragen Sie mich nicht, was da wissenschaftlich dahintersteckt. Ich glaube, selbst wenn ich Ihnen das erklären würde, den meisten wäre das egal. Also das ist hier alles reine Mathematik. Wir nehmen jetzt "Kurtosis". Die beiden Ebenen werden verglichen und achten Sie darauf, wie deutlich hier sofort die Änderungen sichtbar sind. Selbst im Vergleich zum Differenzmodus. Wir hätten im Differenzmodus eine Kurve drüber legen können und die Unterschiede die angezeigt werden, verstärken, aber so deutlich wie hier mit dem Stapelmodus "Kurtosis" hätten wir die Unterschiede niemals sichtbar gemacht. Schauen Sie mal: Jeder einzelne Pinselabdruck ist hier eindeutig zu erkennen. Also, wenn das kein Modus ist, um Bildfälscher zu entlarven, jedenfalls, wenn Sie das Original haben, dann weiß ich auch nicht. Also das wäre mal ein etwas kuriose oder sagt man vielleicht "kurtose" Anwendung eines Stapelmodus. Spielen Sie damit rum, ich denke, das lohnt sich.

Photoshop CC für Profis

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7 Std. 40 min (73 Videos)
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