Überzeugend auftreten: Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstsicherheit

Sprache

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Selbstbewusste Menschen nutzen – bewusst oder unbewusst – ganz bestimmte Sprachmuster. Diese Sprachmuster betrachten Sie in diesem Video ein wenig näher.

Transkript

Unsere Sprache ist ein guter Indikator dafür, wie selbstsicher wir sind. Wir nutzen, meistens unbewusst, bestimmte Sprachmuster. Wer selbstbewusst ist, setzt Sprache auf eine ganz bestimmte Art und Weise ein. Schauen wir uns das doch einmal ein bisschen näher an. Erstens, Aussage statt Frage. Am Ende eines Aussagesatzes steht ein Punkt. Banale Weisheit, oder? Aber was bedeutet sie genau? Wenn wir etwas feststellen, zum Beispiel: "die Sonne scheint", dann senkt sich der Tonfall unserer Stimme zum Ende des Satzes ab. Bei einer Frage hingegen geht der Tonfall zum Ende des Satzes hin nach oben. Stellen Sie sich jetzt einmal vor, der Ton der Stimme klettere zum Ende des Aussagesatzes hin nach oben. Was passiert? Richtig, Sie haben das Gefühl, als hätten Sie es nicht mit einer Aussage zu tun, sondern mit einer Frage. Ich zeige Ihnen das an einem weiteren Beispiel. Wenn ich sage: "Ich mache heute um 17 Uhr Feierabend", dann hören Sie sofort, dass das eine klare Aussage ist, an der kein Zweifel besteht. Sage ich aber: "Ich mache heute um 17 Uhr Feierabend", (Tonfall hebt sich zum Ende des Satzes) dann klingt dieser Satz sehr unsicher. Stellen Sie sich vor, Sie wären mein Chef und hätten noch eine Aufgabe parat, die ich erledigen soll und deren Lösung garantiert länger dauert als bis 17 Uhr. In welchem Fall müssten Sie wohl mit größerem Widerstand rechnen? Zweitens, Indikativ statt Konjunktiv; könnte, sollte, müsste. Wer sich vor einer klaren Aussage drücken möchte, verfällt oft in den Konjunktiv. Könnte, sollte und müsste sind beliebte Weichmacher, die mich davor bewahren, tatsächlich etwas tun zu müssen. Passen wir das Beispiel einmal daran an. Was klingt für Sie überzeugender, "Ich könnte heute um 17 Uhr Feierabend machen" oder "Ich mache heute um 17 Uhr Feierabend"? Drittens, Aktiv statt Passiv. Sprache ist auch ein Mittel, wenn wir uns von einer Aussage distanzieren wollen oder die Verantwortung für etwas ablehnen. Dann verwenden wir häufig Passivkonstruktionen. Auch dazu ein Beispiel. Wenn ich irgendwo lese, "Eine Entscheidung wurde getroffen," dann kann ich nicht erkennen, wer die besagte Entscheidung getroffen hat. Und dann kann ich logischerweise niemanden für diese Entscheidung verantwortlich machen. Wenn ich aber sage: "Herr Müller hat entschieden, dass...", dann stelle ich eine eindeutige Verbindung zwischen der Entscheidung und dem Entscheidungsträger her und gehe davon aus, dass Herr Müller zu seiner Entscheidung steht. Viertens, "ich" statt "man." Das Wörtchen "man" ist ein weiteres sprachliches Mittel, um Distanz zu schaffen. Ich spreche nicht von mir, sondern von irgendjemandem, das heißt von einer Person oder einer Gruppe von Personen, die gänzlich unbestimmt ist. Meistens wird dann noch der Passiv oder der Konjunktiv hinzugesetzt. So geht jegliche Überzeugungskraft der Aussage verloren. Das folgende Beispiel enthält alle drei genannten Elemente. "Die Aufgabe XYZ müsste man erledigen", klingt sicherlich auch in Ihren Ohren ganz anders als "Ich erledige Aufgabe XYZ" oder "Erledige bitte Aufgabe XYZ." Fünftens und letztens schließlich, mangelnde Klarheit. Wer unsicher ist, scheut sich oft davor, klar Position zu beziehen. Sprachlich gesehen endet es oft darin, dass er um den heißen Brei herum redet. Die Folge: Seine Sätze werden länger, sind verschachtelt oder enden im Unbestimmten. Selbstbewusste Menschen stehen zu ihren Aussagen und kommen deshalb schneller auf den Punkt. Ihre Sätze sind kürzer, klarer und eindeutig. Ein Hinweis zu diesen Sprachmustern: Ich habe sie sehr absolut vorgestellt. Natürlich zieht auch jemand, der selbstbewusst ist, diese Muster nicht immer in Reinkultur durch. Je nach Situation, oder vielleicht auch aus strategischen Gründen, sind Menschen durchaus geneigt und in der Lage, ihre Sprachmuster zu wechseln.

Überzeugend auftreten: Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstsicherheit

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1 Std. 7 min (23 Videos)
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Erscheinungsdatum:14.04.2017

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