Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Spezialhardware: Drehteller

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Bei bestimmten Zeitrafferaufnahmen möchte der Fotograf die Kamera selbst bewegen. Das praktische Zubehör, das dabei hilft, ist der Drehteller. Tobias Gawrisch zeigt, wie so ein Ding aussieht und wie es funktioniert.
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Transkript

Mit dem Drehteller schauen wir uns jetzt das erste Zubehörprodukt an, mit dem eine Zeitraffer-Aufnahme um eine Bewegungsrichtung ergänzt werden kann. Mit dem Drehteller können wir nämlich die Kamera wehrend der Zeitraffer-Aufnahme noch bewegen und so den Bildausschnitt verändern. Es gibt jetzt verschiedene Arten von Drehtellern, je nach dem, welche Kamera verwendet wird. Für kleine leichte Kameras, wie zum Beispiel eine Action-Kamera, gibt es auch kleine und leichte Drehteller, die rein mechanisch funktionieren, und zwar nach dem Prinzip der Eieruhr. Diesen können wir einfach aufziehen, loslassen und dann bewegt er sich in einer fest definierten Zeit wieder zurück. Bei diesem Modell ist es so, dass eine 360 Grad-Umdrehung zwei Stunden dauern würde, eine kürzere Umdrehung dauert entsprechend weniger lange. Der Vorteil dieser Geräte ist natürlich, sie sind klein, sie sind leicht, sie brauchen keine Batterien. Man kann sie relativ problemlos überall mit hinnehmen. Aber sie können eben auch nur kleine und leichte Kameras bewegen. Für die größeren Kameras brauchen wir auch größere Drehteller, und diese sind in der Regel elektronisch, so wie dieses Modell hier. Es hat einen eingebauten Akku, der entsprechend natürlich aufgeladen sein muss, aber dann hat dieser Drehteller die Kapazitäten für Kameras bis zu sechs Kilogramm. Mit diesem Drehteller haben wir außerdem die Möglichkeit, die Geschwindigkeit der Drehung zu variieren. Dafür kann ich mithilfe einer App die Kamera auf diesem Drehteller bewegen. Die App bietet mir auch die Möglichkeit, die Geschwindigkeit anzupassen, sodass ich wirklich sehr genau im Vorfeld einstellen kann, wie der Zeitraffer aussehen wird. Ist die Bewegung der Kamera langsam, ist die Bewegung der Kamera schnell, bewegt sie sich um 360 Grad, oder vielleicht auch nur um 20 Grad. All das erlaubt mir so ein elektronischer Drehteller im Vorfeld einzustellen, sodass der Zeitraffer, der damit entsteht, auch wirklich noch mal ein Level professioneller ist, als das, was mit einem kleinen mechanischen Drehteller möglich wäre. In der App habe ich dann die Möglichkeit, verschiedene Optionen für meinen Zeitraffer einzustellen. Ich habe die Option einzustellen, in welche Richtung sich die Kamera drehen soll, entgegen des Uhrzeigersinns oder mit dem Uhrzeigersinn, und ich habe die Option einzustellen, in welchem Bereich sich die Kamera drehen soll, also um wie viel Grad. Ich kann hier beispielsweise 90 Grad einstellen und habe dann jetzt noch zusätzlich die Möglichkeiten, die verschiedenen Parameter für meinen Zeitraffer einzustellen, denn konkret dieser Drehteller fungiert nicht nur als Drehteller, sondern ist gleichzeitig Intervalometer für die Kamera. Das bedeutet, ich kann einstellen, wie groß soll mein Intervall sein. In dem Fall haben wir hier drei Sekunden eingestellt. Ich kann einstellen, wie lange soll mein Zeitraffer am Ende als fertiges Video laufen, das sind hier 20 Sekunden, und daraus wird automatisch berechnet die sogenannte Record Time, also wie lange muss die Aufnahme jetzt laufen, um am Ende die 20 Sekunden Film mit dem dreisekündigen Intervall wirklich auch zu bekommen. In dem Moment, wo ich dann hier auf Rekord drücke, fängt die Kamera an, das Ganze umzusetzen. Der Drehteller bewegt sich und die Kamera wird entsprechend ausgelöst. Außerdem ermöglicht so ein Drehteller natürlich die dabei entstandenen Aufnahmen, für ein Panorama zu verwenden, denn die Kamera bewegt sich jetzt sehr präzise in einem fest definierten Abstand auf einer horizontalen Ebene, also genau das, was für Panorama-Fotografie so wichtig ist. Die entstandenen Aufnahmen lassen sich dann später einfach mit einer entsprechenden Panorama-Software zusammensetzen, und so kann man noch zusätzlich den Drehteller dazu benutzen, um sehr genaue und sehr präzise Panorama-Aufnahmen zu erstellen.

Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Lernen Sie, wie Sie selbst spannende Zeitrafferaufnahmen erstellen, bearbeiten und als Video ausgeben, und erfahren Sie, welche Motive sich besonders für diesen Effekt eignen.

2 Std. 43 min (39 Videos)
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Erscheinungsdatum:30.05.2018

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