Azure: Basiswissen für Administratoren

Speicherkonten (Storage Accounts) erstellen

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Ein Speicherkonto (Storage Account) ist eine Dienstinstanz zur Datenspeicherung in einer bestimmten Azure-Region. Dabei unterscheidet man zwischen allgemeinen Speicherkonten, BLOB-Speicherkonten mit den Zugriffsstufen "hot" und "cold" sowie Table Storage und Warteschlangenspeicher (Queue Storage). Zur Hochverfügbarkeit des Storage können einzelne Replikationsmodi gewählt werden: LRS, ZRS, GRS und RA-GRS.
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Transkript

In diesem Video beschäftigen wir uns mit Azure Storage. Genau genommen mit Speicherkonten. Diese Speicherkonten sind ein sehr wichtiger und auch umfangreicher Dienst. Das heißt, selbst über diesen einen Dienst könnten wir ein separates Video-Training machen, so komplex und so umfangreich kann das werden, so tief kann man in diese Materie reingehen. Nichtsdestotrotz möchte ich jetzt versuchen Ihnen die wesentlichen Aspekte darzulegen. Das heißt, erst einmal erstellen wir ein neues Speicherkonto und in diese Speicherkonten, wie Sie vielleicht bereits gesehen haben, wandert so ziemlich alles an Daten hinein, was in Ihrer Azure Subscription anfällt. Das Formular in diesem sogenannten Blade ist ein wirkliches Musterbeispiel für Feldvalidierung und Kontextsensitivität, weil so ziemlich jeder Klick, den wir hier setzen, Auswirkungen auf die anderen Formularfelder hat. Aber erst einmal versuchen wir einen Namen zu vergeben wie beispielsweise Microsoft, und wir werden erst einmal darauf hingewiesen, dass microsoft nicht groß geschrieben werden darf, wir müssen das klein schreiben, außerdem dürfen wir keine Sonderzeichen verwenden, und jetzt werden wir darauf hingewiesen, dass microsoft, natürlich, wie könnte es anders sein, bereits vergeben ist. Deswegen versuche ich jetzt mein Glück mit linkedin, und linkedin ist sogar noch frei. Das ist fast ein bisschen erstaunlich. Man könnte natürlich jetzt dahergehen und das ganze linkedin1000 nennen. Auch das ist noch frei beziehungsweise weltweit eindeutig und verfügbar. Die weiteren Einstellungsmöglichkeiten drehen sich um das Bereitstellungsmodell, also entweder der Resource Manager, da sollten wir bleiben oder der Classic-Mode. Noch mal hier der Unterschied ist, im Resource Manager können Ressourcen zu Gruppen innerhalb der Resource Groups zusammengefasst und als Ganzes behandelt werden, im Classic-Mode stehen die Dienstinstanzen für sich. Dann haben wir hier die sogenannte Kontoart. Hier haben wir die Kontoart Allgemein oder den sogenannten Blobspeicher. Den Blobspeicher würde man verwenden, wenn man ganz gezielt beispielsweise Media-Dateien, also Videos bereitstellen möchte über einen sogenannten Blobspeicher. Blob steht hier für Binary Large Object, und wir haben gesehen, wie sich das Menü gleich auf einen entsprechenden Modus verändert hat. Hier sehen wir jetzt beispielsweise nur noch eingeschränkte Replikationsmöglichkeiten gegenüber dem Allgemeinen-Storage, wo wir mehr Replikationsmöglichkeiten haben, und darüber hinaus gibt es hier den sogenannten Zugriffstarif auf sogenannte Kalte Daten und Heiße Daten. Der Unterschied zwischen diesen beiden Einstellungsmöglichkeiten hängt im Wesentlichen am Abrechnungsmodell. Der sogenannte Hot Storage, der wird berechnet nach Speicherplatzbelegung. Der Cold Storage kostet ungefähr die Hälfte vom Hot Storage plus die Aufrufmenge. Das heißt, hier hängt der sogenannte Zugriffstarif als Einstellungsmöglichkeit am sogenannten Blobspeicher dran. Das bedeutet also im Umkehrschluss, als Hot Storage würde man regelmäßig abgefragte Daten definieren, und als Cold Storage würde man langfristige Datensicherungen definieren. Das ist die Abgrenzung im Hinblick darauf, was man auswählen sollte. Nun aber zu der grundsätzlich und am häufigsten verwendeten Kontoart Allgemein. Diese Kontoart kann erst einmal differenziert werden in sogenannten Standard-Storage oder Premium-Storage. Und wir sehen auch hier, dass sich das auswirkt auf die Möglichkeiten für die sogenannte Replikation. Kurz, die Leistung bezieht sich auf die Art von virtuellen Platten, die verwendet werden, um die Daten abzuspeichern. Das einer basiert auf HDDs und das andere basiert auf SSDs, die natürlich deutlich schneller sind. Bei Premium-Storage gibt es lediglich die Möglichkeit einer Lokal redundanten Speicherung, sogenannter LRS. Dieser Local redundant Storage ist folgendermaßen vorgehalten. Wir sehen hier eine Region, nehmen wir uns Germany Central heraus, das ist Frankfurt. Dort steht ein Data Center mit mehreren Schiffscontainern und dort sind die Appliances beziehungsweise die Hardware verbaut. Dort werden grundsätzlich drei verschiedene Replikas vorgehalten von diesem Storage Account. Das versteht man unter Lokal redundantem Storage. Und das wird in unabhängig voneinander betriebenen Hardware-Einheiten gemacht innerhalb dieses Data Centers. Gucken wir uns weitere Möglichkeiten an, indem wir uns nicht für Premium-Storage, sondern für den günstigeren Standard-Storage entscheiden, der natürlich aber auch ein bisschen langsamer ist. Das heißt, wir haben hier den sogenannten Zonenredundanten Storage. Das ist Lokal redundanter Storage, der aber innerhalb einer bestimmten Region in mehreren Data Centern, sofern vorhanden, abgeglichen wird. Jetzt müssen wir ein bisschen vorsichtig sein, weil nämlich die Zuordnung oder Zuweisung von Zonenredundanten Storage sich nicht rückgängig machen lässt, das heißt, einmal Zonenredundant immer Zonenredundant. Grundsätzlich können Sie beispielsweise zwischen LRS und GRS bei einem bereits erstellten Storage Account umherschalten. Der Georedundante Speicher sorgt dafür, dass Sie die Möglichkeit haben ein Schwester-Data-Center beziehungsweise ein zweites Data Center oder eine zweite Region besser gesagt, dazuzuschalten, um eine bessere Performance beziehungsweise bessere Latenzwerte für Mitarbeiter zu erreichen, die nicht in der Nähe von Data Center Nummer1 sind, sondern näher dran an Data Center Nummer 2. Dieses Schwester-Data-Center ist in der Regel circa 400 Kilometer oder mindestens 400 Kilometer vom anderen Data Center entfernt. Das ist so pi mal Daumen der Richtwert und soll in erster Linie für bessere Abrufwerte, für Abbruchzeiten sorgen. Ein Georedundanter Speicher, der also dann insgesamt sechs Replika vorhält von einem Speicherkonto, ist aber nicht gleichbedeutend, geschweige denn ersetzend für ein Backup. Ein Backup brauchen Sie natürlich trotzdem. Hier geht es wirklich nur um bessere schnellere Abrufwerte. Als letzte Option haben wir den sogenannten Read-Access Geo Redundant-Speicher. Das bedeutet, wir haben einen Georedundanten Speicher, der aber im zweiten Data Center, der die anderen drei Replikas vorhält, lediglich Lesezugriff haben. Das kann beispielsweise für Branch Offices nützlich sein. Das sind die Replikationsmöglichkeiten, die hier vorhanden sind. Und zu Testzwecken will ich Ihnen den Lokal redundanten Storage empfehlen. Dann haben wir die Möglichkeit eine Speicherdienstverschlüsselung vorzunehmen. Das ist natürlich für produktive Storage Accounts sehr empfehlenswert, da es sich hier um einen Testzweck handelt, verzichte ich darauf. Sichere Übertragung kann ebenfalls aktiviert werden, um eine Verschlüsselung über SSL beziehungsweise HTTPS zu erzwingen. Auch darauf verzichte ich hier in dem Fall, da es sich um ein Testszenario handelt. Jetzt weise ich eine Ressourcengruppe zu und entscheide mich dafür eine neue Ressourcengruppe anzulegen, die ich als rg4 bezeichne, und ich lege den Standort als Westeuropa fest und binde den Storage Account an mein Dashboard an, damit ich ihn leichter wiederfinde. Jetzt machen wir einen kleinen Zeitsprung, bis der Storage Account erstellt worden ist. In der Regel dauert es maximal 10 bis 20 Sekunden, und dann sind wir wieder da.

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Erscheinungsdatum:07.09.2017

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