Six Sigma: Green Belt

SPC-Regelkarten für variable Daten

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In diesem Video lernen Sie zwei Arten von SPC-Regelkarten für variable Daten kennen: die I-Karte und die I-MR-Karte. Außerdem stellt der Trainer die acht Bedingungen für unbeherrschbare Prozesse vor.
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Transkript

Mit SPC-Karten erkennt der Prozessverantwortliche, wann er eingreifen muss und wann der Prozess allein läuft. Es gibt zwei Arten von SPC-Regelkarten: Karten für variable, kontinuierliche Daten und Karten für attributive, diskrete Daten wie Fehlerzahl und Fehlerrate. Zu den SPC-Regelkarten für variable Daten gehören Einzelwert- oder I-Regelkarten zur Darstellung einzelner Werte, zum Beispiel die Prozessdauer für Rechnungen, und auch die Einzelwertkarten über gleitender Spannweite, die I-MR-Karten, in denen zusätzlich zum Einzelwert die gleitende Spannweite der Prozessdauer dargestellt wird. Die gleitende Spannweite ist der aktuelle Wert minus der vorherige Wert. Hier sehen Sie ein Beispiel für eine I-MR-Regelkarte. Dieser Prozess ist nicht unter Kontrolle, weil es Datenpunkte gibt, die über der oberen Eingreifgrenze liegen. Aber es gibt noch andere Zeichen für fehlende Kontrolle, nicht nur obere und untere Eingreifgrenze. Hier ist eine Liste mit allen Bedingungen für Prozesse, die nicht beherrschbar sind. Für variable SPC-Karten gibt es acht Bedingungen für unbeherrschbare Prozesse: ein Datenpunkt außerhalb der Eingreifgrenzen oder ein Datenpunkt mit mehr als drei Standardabweichungen von der Mittellinie, neun Punkte hintereinander auf derselben Seite der Mittellinie – neun Punkte auf derselben Seite der Mittellinie sind definitiv kein Zufall –, sechs Punkte hintereinander, die alle aufsteigen oder alle absteigen – auch das ist ziemlich sicher kein Zufall –, 14 Punkte hintereinander, die abwechselnd nach oben und nach unten gehen – definitiv kein Zufall –, zwei von drei Punkten auf derselben Seite der Mittellinie mit mehr als zwei Standardabweichungen, vier von fünf Punkten auf derselben Seite der Mittellinie mit mehr als einer Standardabweichung, 15 aufeinanderfolgende Punkte innerhalb einer Standardabweichung, egal auf welcher Seite, und acht aufeinanderfolgende Punkte mit mehr als einer Standardabweichung, egal auf welcher Seite. Bei einer zufälligen Abweichung ist es sehr unwahrscheinlich, dass irgendeiner dieser Zustände präsent ist. Diese acht unbeherrschbaren Zustände gelten für alle variablen SPC-Karten. Wenn alle acht Regeln mit einer Software auf die I-MR-Karte angewendet wird, sehen wir Folgendes: Die roten Datenpunkte entsprechen den unbeherrschbaren Bedingungen. In diesem Fall Nummer 1, Datenpunkt außerhalb der Eingreifgrenzen, Nummer 2, 9 aufeinanderfolgende Punkte auf derselben Seite der Mittellinie, Nummer 5, zwei von drei Punkten auf derselben Seite der Mittellinie mit mehr als zwei Standardabweichungen, und Nummer 6, vier von fünf Punkten auf derselben Seite der Mittellinie mit mehr als einer Standardabweichung. Dieser Prozess ist definitiv außer Kontrolle. Es gibt noch weitere variable SPC-Regelkarten, wie X-quer-Karten, in denen die Mittelwerte von Untergruppen die Einzelwerte darstellen. In dieser Grafik stellen die grauen Punkte die Einzelwerte jeder Untergruppe dar. Die blauen Punkte sind die Mittelwerte für jede Untergruppe. Der Mittelwert ist das X für diese Untergruppe. In X-quer-Karten werden also die Mittelwerte grafisch dargestellt. Die grauen Einzelwerte für jede Gruppe basieren auf dem Konzept der rationalen Untergruppen. Eine rationale Untergruppe ist eine kleine Datenmenge aus vier oder fünf Datenpunkten, in der es nur die allgemeine, zufällige Abweichung gibt, zum Beispiel Daten, die unter identischen Betriebsbedingungen erhoben werden, das heißt zum Beispiel, dass Prozessanwender, Maschinen, Material und äußere Einflüsse identisch sind. In dieser Grafik gibt es auch in jeder Untergruppe eine Spannweite der grauen Datenpunkte. Diese Spannweite ist die Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Datenpunkt. Sie wird in einer Spannweitenkarte oder R-Karte dargestellt und zeigt die Schwankungen in jeder Untergruppe. Hier sehen Sie die X-quer-R-Karten für diese Daten. Es auch möglich, die Standardabweichung statt der Spannweite für jede Untergruppe darzustellen. Das ist dann eine S-Karte. Hier sehen Sie eine X-quer-S-Karte. Der einzige Unterschied zwischen X-quer-R- und X-quer-S-Karte ist, dass die erste die Spannweite und die zweite die Standardabweichung zeigt. Dank der variablen SPC-Karten und der Bedingungen für unbeherrschbare Prozesse wissen Sie, wann Sie in Prozesse eingreifen müssen.

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1 Std. 43 min (26 Videos)
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Erscheinungsdatum:31.07.2018

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