Scribus 1.4 Grundkurs

Spaltenumbruch kontrollieren und optimieren

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Halten Sie die Typografie-Regeln beim Spaltenumbruch ein und vermeiden Sie typografische "Sünden" wie Schusterjungen oder Hurenkinder.
07:31

Transkript

Beim Textumbruch gibt es ein paar typographische Regen zu beachten. Was wir hier sehen in dieser Spalte oben ist sehr unschön und zudem auch unlogisch. In unserem Layout ist klar, dass es noch nicht der definitive Zustand ist dieses Textes, weil noch Bilder eingefügt werden. Aber wichtig ist, dass Sie schon das auch gern ein bisschen schulen, dass wir auf solche Sachen schauen. Und wir haben dann die Möglichkeit das auszunutzen. Also wir haben hier eine letzte Zeile eines Absatzes ganz allein und verlassen oben in der neuen Spalte. In der Fachsprache der Typographen oder, wie wir das in der Schweiz nennen, Polygraphen fürht der Schriftsetzer oder in Deutschland der Mediengestalte, die alle lernen so, wüsste Wörter wie Schusterjungen, Hurenkinder und so weiter für diese Sachen, das mussten wir nicht überdingt übernehmen, aber die Dinge müssen ausgenutzt werden. Wie gesagt sehr gut geht das, wenn wir Bilde rdazwischen haben, dass wir halt die Bildgröße ein bisschen verändern, dass diese Zeile vorne noch Platz hat oder wenn wir die Erlaubnis haben, den Text selber noch zu redigieren, natürlich die beste Situation können wir den ein bisschen kürzen oder verlängern, dass diese Situation ändert. Wenn jetzt alle Register schon ausgeschöpft sind, das heißt, dieser Text ist definitiv so, ich hatte kein Bild zum Einfügen, und die letzten Korrekturen, die werden schon gemacht alles schon definitiv vom Text her, dann muss ich halt ganz, ganz wenig nachhelfen, wie man den so schön sagt, zum Beispiel schauen, ob ich diese Zeile hier noch einbringen kann. Einbringen heißt den Text ein bisschen enger gestalten, dass der Text dieser Zeile davorne noch Platz findet. Angewendet wurde hier bekanntlich der Stil. Fließtext. Und wenn ich jetzt mal diesen Text auswähle da und mich um die Dateis des Textes kümmere, dann habe ich sicher die Möglichkeit dann noch ein bisschen nachzuhelfen. Also Fließtext bleibt natürlich Fließtext, das ändere ich ganz sicher nicht ab, weil generell gilt das ja überall. Und jetzt gehe ich halt mal runter bis in die erweiteten Einstellungen, noch mals das mache ich erst, wenn wirklich der Text definitiv ist, nicht wenn's noch zehn mal ändert. Aber jetzt habe ich die Möglichkeit, zum Beispiel da die so genannte Laufweite, das sind die Abstände zwischen den Buchstaben, ganz, ganz minimal zu verengen, zum Beispiel -1 Prozent. Glück gehabt, funktioniert schon. Ein Prozent weniger Buchstabenabstände ist garantiert unsichtbar, da kann der beste Experte, die beste Expertin das anschauen und merkt da gar nichts davon. Also kleiner Trick, um diese Zeile rüber zu bringen, dass das hier schön aufgeht. In unserem Layout wird sich das aber noch mal verändern, wenn dann die Bilder alle drin sind. Was auch unschön ist oder wäre, ist die Situation, wenn ein neuer Absatz in der letzten Zeile eine Spalte behält. Suchen wir mal da eine Position. Wenn, ich helfe da ein bisschen nach, zum Beispiel der Autor möchte , dass es hier einen neuen Abschnitt gibt. Es kann auch bei den Korrekturen noch auftreten, dass es solche Situationen gibt, und auch hier drängt es sich auf, dass wir das Wort Welt halt noch probieren im vorherigen Absatz unterzubringen. Ich halt ja brauche die Möglichkeit, im vorherigen Absatz mit der voll gef...ten Ausgangszeile eine Zeile mehr zu bewerken. Ich zeige mal diese Situation. Wenn ich den da auswähle schön bis hier und dann hier bei den erweiteten Einstellungen bleibe, habe ich natürlich auch die gegenläufige Möglichkeit hier, ohne Minus ein Prozent zuzugeben, und ist schon passiert, allerdings müssen wir das eben kritisch ansehen, dieser Text scheint mir ein bisschen löcherig zu sein, nicht wegen der Prozent, einfach weil die Silbentrennung nicht ganz optimal läuft. Man muss es immer ein bisschen testen, was besser ist. Wenn ich da auf null Prozent da also keine Korrektur zurückgehe, sieht es wieder so aus, es gefällt mir besser. Ich ziehe es doch vor, in diesem Abschnitt hier wieder mit einem kleinen Minus Prozentwert zu operieren. Das mal ist ein bisschen hartnäckig. Minus ein Prozent bringt noch nicht den gewünschenen Erfolg, dann habe ich auch eine (unverständlich), was ich auch darf , was wenn ich dann nicht all zu strenger Typograph bin. Doch, ich bin strenger Typograph, aber das ist im Bereich des Erlaubten. Ich gehe mal auf 99 Prozent Schriftbreite zurück und sehe da, funktioniert. Vielleicht würde es sogar ohne den da funktionieren. Ein geht nicht, also schön zusammen. Zusammengefasst -1 Prozent Buchstabenabstände, Schriftbreite auf 99 Prozent gesetzt hilft mir eine Zeile einzubringen, und wenn ich jetzt für den neuen Absatz da zwei Zeilen zur Verfügung habe, genügt es absolut. Ganz, ganz profesionelle Sprich hochgezüchtete Typoerzeugnisse gehen davon aus, dass sogar drei Zeilen schöner wären, das ist aber Wunschdenken in der Praxis. Auch für gut gestaltete Dokumente ist es absolut in Ordnung mit dieser zusätzlichen Zeile dieses Absatzes. Wichtig ist noch, nach solchen Eingriffen, die ja in der Regel sehr spät im Arbeitsablauf eben nach den Korrekturen erfolgen, noch mal im verendeten Absatz die Silbentrennung durchzuchecken. Ich spreche von Glück, höchstens didaktisches Glück, dass jetzt hier genau das passiert ist, was nicht passieren darf. Das ist dann plötzlich eine falsche Trennung reinspickt da irgendwo. Und es wäre natürlich wirklich blöd, wenn der Text vorher korrigiert wurde, gelesen wurde von Fachleuten, die das auf Sprache, auf Silbetrennung checken und dann bei der Korrektur, beim typographischen Überarbeiten solche Sachen sich einnisten würden in dem Text. Also unbedingt genau checken, am besten noch mal ausdrucken, zum Korrekturenlesen geben, um sicher zu sein, dass solche letzte Korrekturen sich nicht nachteilig auswirken in Form von falschen oder unschönen Silbentrennungen.

Scribus 1.4 Grundkurs

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