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Printproduktion verstehen

Softproof auf dem Bildschirm

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Um zu beurteilen, wie Ihre Arbeit nach dem Druck aussehen wird, können Sie den sogenannten Softproof heranziehen. Um ihn sich sachgerecht auf dem Bildschirm ansehen zu können, muss dieser allerdings richtig eingestellt sein – ähnlich dem Tintenstrahldrucker.

Transkript

Möchte man bereits, bevor man etwas in den Druck gibt, so einigermaßen beurteilen, wie wird es denn vermutlich später aussehen? Dann kann man das mit einem sogenannten "Softproof" machen. Ein richtiger "Proof" ist die Tatsache, dass man etwas auf einem sehr, sehr hochwertigen Tintenstrahldrucker in einer Druckerei ausdrucken lässt, aber es gibt eben auch die Möglichkeit eines "Softproofs". Das heißt, man schaut sich das Ganze am Bildschirm an. Voraussetzung ist allerdings, dass jetzt nicht der Tintenstrahldrucker in der Druckerei kalibriert ist, sondern der eigene Bildschirm kalibriert ist. Und dafür gibt es bestimmte Geräte, die muss man eben kaufen. Diese Geräte sehen dann immer in etwa so aus, wie dieses hier. Diese Geräte werden an den Bildschirm angehängt. Da wird eine spezielle Software dann auf dem PC gestartet, und diese Geräte sind dann über ein USB-Kabel mit dem Bildschirm verbunden. Und dann bekommt der Bildschirm die Information: Stelle jetzt bitte Rot dar. Und dieses kleine Kalibrierungsgerät misst jetzt, wie gut oder eben wie nicht gut dieses Rot ist. Am Ende dieses Kalibrierungsvorgangs bekommt man ein Farbprofil, welches für den eigenen Bildschirm passt. Welches für den eigenen Bildschirm funktioniert. Und damit hat man dann die Möglichkeit recht gut zu erahnen, wie das Ganze denn später ausschaut. Aber das ist eben ein relativ komplexer Vorgang, und insbesondere mit ganz preiswerten Druckern. Für 100 Euro bekommt man in der Tat keine wirklich guten Ergebnisse. Da muss man wirklich sagen, da muss man bereit sein, ein bisschen Geld in einen vernünftigen Monitor zu investieren. Ich würde mal sagen, Monitore, mit denen das funktioniert, fangen so bei 500, 600 Euro an plus ein derartiges Kalibrierungsgerät. Die gibt es von unterschiedlichen Herstellern inklusive Software, so ab etwa 100, 150 Euro. Nach oben ist in der Tat fast keine Grenze. So richtig, richtig gute Monitore, die wirklich gut farbkalibriert sind, die kosten schnell mal 1.500 Euro oder zum Teil sogar noch mehr. Aber klar, wenn man das sehr professionell macht, dann ist das in der Tat gut investiertes Geld. Nachdem nun ein Bildschirm derart kalibriert ist, ist man in der Tat in der Lage, hier am Bildschirm zu simulieren. Wie wird das Ganze denn später einmal ausschauen? Wie macht man das jetzt? Ich bin hier in InDesign und jetzt kann ich hier oben, unter "Ansicht", den sogenannten "Proof" einrichten. Ich gehe hier direkt mal auf "Benutzerdefiniert" und jetzt kann ich hier den "Proof" einrichten. Hier ist im Moment das zu simulierende Gerät auf "PSO Coated v3" eingestellt, weil das eben mein Standard-Farbprofil ist. Möglicherweise weiß ich aber jetzt, später werde ich das Ganze mal auf Zeitungspapier ausdrucken. Also, normalerweise wird vielleicht eine Anzeige in einem hochwertigen Magazin geschaltet. Dann will ich wissen, wie sieht es im hochwertigen Magazin aus? "PSO Coated v3". Super! Jetzt wird die Anzeige aber in einer Tageszeitung geschaltet. Dann will ich wissen: Funktioniert das da immer noch? Und jetzt gibt es eben entsprechende Profile, mit denen man das hier eben simulieren kann. Dafür muss man eben ein Zeitungsprofil installiert haben, und ich habe hier auf meinem Rechner das "ISOnewspaper"-Farbprofil installiert. Das ist in der Tat ein Profil, welches von den meisten Tageszeitungen aber auch Wochenblättern unterstützt wird. Und jetzt kann ich das Ganze hier aktivieren. Und jetzt kann hier noch sagen, dass sie Papierfarbe simuliert werden soll, und dann ist hier die "Schwarze Druckfarbe simulieren" automatisch aktiviert. Weil wenn Sie sich Zeitungspapier anschauen, dann werden Sie feststellen, dass das Schwarz gut ist. Das Schwarz auf Zeitungspapier ist aber nicht hundertprozentig schwarz. So, jetzt haben wir das Ganze hier quasi eingestellt, also die Simulierungsumgebung quasi vorgegeben, und jetzt können wir auf "OK" klicken. Und jetzt sieht man schon: Ui, das sieht aber deutlich schlechter aus wie vorher. Wir können jetzt auch hier, wenn man so will, hin- und herschalten, nämlich, wenn ich jetzt hier das Häkchen bei "Farbproof" setze, -- vielleicht, müssen Sie das auch erst noch setzen --, dann ist quasi einmal die Variante ohne "Farbproof", -- so sieht das Ganze am Bildschirm aus --, und dann einmal mit "Farbproof". So wird das Ganze später im Druck erscheinen. Und Sie sehen, vorher sahen die Bilder noch unterschiedlich aus, weil ich das eine so ein bisschen abgesoftet hatte, und jetzt sehen die Bilder fast identisch aus. Und Sie sehen, hier geht deutlich was vom Kontrast verloren, und vor allem das Bild verliert auch ganz viel von seiner Stimmung. Aber man kann das ganz gut simulieren. Um es richtig, richtig gut simulieren zu können, muss man in der Tat den eigenen Bildschirm kalibriert haben. Aber selbst, wenn der eigene Bildschirm nicht kalibriert ist, bekommt man aber gerade bei einem Farbprofil, welches für den Zeitungsdruck gemacht ist, echt, ein sehr, sehr gutes Gefühl, wie viel von der Farbbrillanz später verloren gehen wird.

Printproduktion verstehen

Lernen Sie in diesem Kurs die unterschiedlichen Aspekte einer Printproduktion kennen, um zu verstehen, was Sie bei der Erstellung druckfähiger Dokumente beachten müssen.

2 Std. 35 min (51 Videos)
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