Grundlagen der Webprogrammierung: Basiswissen

So funktioniert ein Webbrowser

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Jeder Browser arbeitet ein wenig anders, jeder Browser hat seine eigenen Methoden, Inhalte darzustellen. Machen Sie sich daher damit vertraut, wie ein Internetbrowser funktioniert.

Transkript

Browser sind heute Alltags-Programme, die jeder mal einsetzt, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, was ein Browser eigentlich tut und wie er prinzipiell funktioniert. Das ist natürlich völlig okay, solange Sie das Web einfach nur benutzen. Wenn Sie allerdings für das Web entwickeln, dann sollten Sie wissen, was hinter den Kulissen eines Browsers passiert. Denn jeder Browser arbeitet ein wenig anders, jeder Browser hat seine eigenen Methoden Inhalte darzustellen. Für Webdesigner oder Webentwickler gilt das Wissen um die Funktionsweise eines Browsers also zu den unverzichtbaren Grundlagen. Schauen wir uns also einmal etwas genauer an, wie ein Browser funktioniert. Prinzipiell arbeiten alle Browser gleich. Sie komunizieren über HTTP mit einem Web Server, schicken Anfragen und erhalten Antworten. Wenn ein Anwender einen Link anklickt oder eine Adresse eintippt, dann fordert der Browser die Daten vom Server an. Der Server schickt die Webseite, und all ihre Bestandteile wie Grafiken, CSS und JavaScript. Jede einzelne Datei, die zu einer Webseite gehört, also etwa jedes einzelne Bild, wird vom Browser einzeln angefordert. Der Browser analysiert diese Daten und stellt sie in seinem Fenster dar. Dabei setzt er die CSS Anweisungen um und interpretiert JavaScript. Auch wenn jeder Browser seine Besonderheiten hat, gibt eine Reihe von typischen Komponenten. Da ist zum einen das Interface des Browsers, zu dem etwa die grafischen Elemente gehören, die Adressleiste und andere visuelle Komponenten. Diesen Teil könnte der Entwickler noch am ehesten ignorieren. Der Programmkern eines Browsers sorgt dafür, dass die verschiedenen Komponenten korrekt zusammen arbeiten. Eine der wichtigsten Teile ist die Rendering Engine. Sie ist für die Umsetzung von HTML und CSS Code, also für die eigentliche Darstellung einer Webseite verantwortlich. An dieser Stelle weichen die Browser zum Teil deutlich von einander ab, und setzen etwa ein und denselben CSS Code völlig unterschiedlich um. Browser benutzen auch eine Netzwerk-Komponente, die sich um die Kommunikation wie HTTP und andere Netzwerkprotokolle kümmert. Da ein Browser auch intern Daten speichern kann, benötigt er natürlich auch eine Komponente, die sich um genau diese Aufgabe kümmert. Und schließlich gibt es noch den JavaScript-Interpreter, mit dem JavaScript eine Website interpretiert und ausführt. Dies ist die zweite Komponente, bei der es die größten Unterschiede zwischen verschiedenen Browsern gibt. Es gibt praktisch keinen Weg, wirklich sicher voraus zu sagen, wie Ihr HTML, CSS oder JavaScript Code in einem Browser aussieht. Die einzig zuverlässige Methode besteht darin, es auszuprobieren. Anders gesagt, Sie müssen schon bei der Entwicklung einer Webseite, Ihren Code in verschiedenen Browsern testen, um vor unangenehmen Überraschungen gefeit zu sein. Bei den Rendering Engines gibt es die größten Unterschiede einer Darstellung von Webseiten, denn hier kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Insgesamt wird der Markt von fünf verschiedenen Engines dominiert. Da ist einmal Trident, dann gibt es Gecko, Presto, WebKit, und schließlich als jüngste Entwicklung Blink. Trident ist die Rendering Engine des Internet Explorers. Sie ist die wichtigste Engine unter Windows oder Windows Phone. Wird aber auch von anderen Herstellern, wie etwa AOL übernommen. Und falls Sie sich jetzt wundern, doch, doch, es gibt immer noch Browser von AOL. Es gibt auch zahlreiche andere Programme, die Trident für die Darstellung von Webseiten benutzen, etwa Outlock. Gecko ist eine Open Source Engine, die vor allem in Firefox und dem Betriebsystem Firefox OS eingesetzt wird. Opera setzt auf die eigene Entwicklung Presto, die inzwsichen aber eingestellt wurde, allerdings sind ältere Opera Browser, und damit Presto, im Web immer noch im Einsatz. Apple schließlich setzt bei Safari auf WebKit. Auch das ist eine Open Source Engine, die nicht nur auf Macs oder iPhones, sondern auch für ältere Android Versionen genutzt wird. Google hat den Code vom WebKit Mitte 2013 in eine eigene Entwicklung namens Blink überführt. Blink kommt inzwischen in allen neueren Browsern von Google zum Einsatz, wird aber auch von Opera benutzt. Wie Sie sehen, spielen nicht nur die verschiedene Engines der Browser, sondern obendrein, auch noch die verschiedenen Versionen der Browser eine Rolle. Da bleibt Ihnen in der Praxis wirklich keine andere Wahl, als Ihre Webseiten in möglichst vielen Browsern und möglichst vielen Browserversionen zu testen.

Grundlagen der Webprogrammierung: Basiswissen

Lernen Sie die wichgsten Technologien und Begriffe des World Wide Web kennen und sehen Sie, wie Sie sie selbst anwenden können.

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